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Text von Walther von der Vogelweide:
Owê war sint verswunden alliu mîniu
jâr !
ist mir mîn leben getroumet, oder ist ez wâr
?
daz ich je wânde ez wære, was daz allez
iht ?
dar nâch hân ich geslâfen und enweiz
es niht.
nû bin ich erwachet, und ist mir unbekant
daz mir hie vor was kündic als mîn ander
hant.
liut unde lant, dârinne ich von kinde bin erzogen,
die sint mir vremde worden rehte als ez sî gelogen.
die mîne gespilen wâren, die sint træge
unt alt.
daz velt ist unbereitet, verhouwen ist der walt:
wan daz daz wazzer vliuzet als ez wîlent vlôz,
vür wâr mîn ungelücke wande ich
wurde grôz.
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In der Übersetzung von Uhland:
O weh! wohin verschwanden alle meine Jahr'?
Ist mein Leben mir geträumet oder ist es wahr?
Das ich stets wähnte, daß es wäre, war
das icht?
Danach hab' ich geschlafen und so weiß ichs nicht.
Nun bin ich erwachet, und ist mir unbekannt,
Was mir hievor war kundig, wie mein' andre Hand.
Leute und Land, dannen ich von Kinde bin geborn,
Die sind mir fremde worden, recht als ob es sei verlorn.
Die meine Fespielen waren, die sind träge und alt,
Bereitet ist das Feld, verhauen ist der Wald,
Nur daß das Wasser fließet, wie es weiland
floß.
Fürwahr! ich wähnte, mein Ungelücke würde
groß.
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Olaf Casalich:
Gesang, Cimbeln
Brigitte Blund: Gesang
Renee Kollmorgen: Gesang, Triangel
Wolfgang von Henko: Konzertgitarre
Frank Wulff: Sopranblockflöte
Stefan Wulff: Harmonium
Jürgen Isenbart: Glockenspiel
Quelle (Text und Übersetzung):
Hans-Heinrich
Fortmann - Es war getan fast eh' gedacht; Gedichte
Version 0.63, Plön 1999
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