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Angststörungen
 

Angst ist ein lebensnotwendiges Gefühl, das den Menschen auf
Gefahren hinweist , damit er in der gegebenen Situation flüchten
oder kämpfen kann. Keinesfalls wichtig fürs Überleben, sondern
nur belastend sind hingegen wiederholt auftretende panische
Angstzustände ohne  ersichtliche Gefahrenquelle sowie aus-
geprägte, meist lang anhaltende Befürchtungen von weiteren
Panikanfällen (Panikstörung), die zu unangenehmer Anspannung
führen und oft zum Vermeiden von Angstsituationen drängen
und unnötig Energien verbrauchen.
 

Angst ohne wirkliche Gefahr

Was sind Panikattacken, was sind Phobien? 

Panikattacken sind plötzlich und meist unvorhersehbar auf-
tretende, zeitlich begrenzte Zustände mit starker Furcht und
Unbehagen. Im Grunde genommen ist Panik eine Fehlalarm-
reaktion. Panikanfälle können bei ganz unterschiedlichen
Angststörungen auftreten, z.B. bei einer Agoraphobie oder
einer sozialen Phobie.

Eine Phobie ist die ausgeprägte Angst vor Dingen oder
Situationen, die in Wirklichkeit nicht gefährlich sind. 

Von einem Panikanfall spricht man dann, wenn zumindest 4 der
in der unten angeführten Tabelle genannten 13 Symptome
innerhalb von 10 Minuten oder weniger auftreten. Selten kann
ein derartiger Anfall bis zu einer halben Stunde andauern.

Paniksymptome 

  • Zittern oder Beben

  • Herzrasen oder Herzklopfen

  • Erstickungsgefühle

  • Angst, zu sterben

  • Gefühl der Kurzatmigkeit oder Atemnot

  • Schwitzen

  • Hitzewallungen oder Kälteschauer

  • Schmerzen oder Beklemmungsgefühle in der Brust

  • Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden

  • Schwindel, Unsicherheit, Benommenheit oder Angst,
    der Ohnmacht nahe zu sein

  • Gefühl der Unwirklichkeit oder Sich-losgelöst-Fühlen
    (Depersonalisation)

  • Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden

  • Taubheit oder Kribbeln

  • Hitzewallungen oder Kälteschauer

Panikpatienten befürchten meist Gefahr für Körper und Seele,
haben Angst vor Kontrollverlust über sich oder an Ersticken oder
Herzinfarkt zu sterben. Im Gegensatz zum Hypochonder, der
trotz anders lautender Beteuerungen der Ärzte ständig davon
überzeugt ist, an ein oder mehreren Krankheiten zu leiden, mit
denen er sich dauernd beschäftigt, ist ein Angstpatient nur
während des Angsterlebens davon überzeugt, ernsthaft gesund-
heitlich gefährdet zu sein. Er kommt wieder zur Vernunft, sobald
die Angst vorbei ist oder ein Arzt feststellt, dass keine gesund-
heitliche Gefährdung vorliegt - zumindest bis zum nächsten
Panikanfall. In Ruhe sieht ein Panikpatient auch ein, dass seine
Angst unbegründet ist.

Phobien sind übersteigerte, anhaltende und umschriebene
Ängste vor:

  • einzelnen Situationen (enge oder geschlossene Räume,
    weite Plätze, Reisen, Alleinsein),

  • Tieren (besonders häufig tritt Angst vor Hunden, Spinnen
    oder Schlangen auf),

  • Umwelterscheinungen (Gewitter, Wasser, Höhen),

  • Blut, Spritzen, Verletzungen, Ärzten oder Krankheiten
    (Aids, Krebs oder Herzerkrankungen) oder

  • einer anderen Art Angstinhalt, z.B. Ersticken, Erbrechen
    oder laute Geräusche.

Vermeiden ist ein entscheidendes Symptom bei der Phobie.
Ausweichen beendet die Angst sofort
.

Wer jedoch etwas meidet, wovor er Angst hat, wie z.B. Einkaufen
im Supermarkt, hindert sich daran, zu erfahren, wie wenig
gefährlich die Situation in Wirklichkeit ist.

Durch Meiden wird die Panikbereitschaft nicht nur aufrechter-
halten, sondern es kommt in vielen Fällen auch zu einer
Ausweitung (Generalisierung) der Angst bis hin zur ernsthaften
Einschränkung und Behinderung, indem beispielsweise das Haus
nicht mehr alleine verlassen wird.
 

Weitere Angststörungen

Soziale Phobie

Aus Angst vor Blamage und Abwertung leiden Menschen mit
einer sozialen Phobie an intensiver, unangemessener und
anhaltender Angst vor der kritischen Beobachtung und Beur-
teilung durch andere. Oft fürchten sie sich davor, in sozialen
oder Leistungssituationen sprechen oder essen zu müssen.
Viele scheuen v.a. kleinere Gruppen, in denen sie sich vermehrt
im Mittelpunkt des Interesses sehen.

Bei den meisten kommt es zur Fixierung auf einzelne Symptome
der sozialen Phobie, wie Erröten, Zittern der Hände oder
Schwitzen. 

Zwangsstörung

Die Hauptmerkmale einer Zwangsstörung sind immer wieder-
kehrende Zwangsgedanken, die zu Zwangshandlungen führen.

Entweder sind es wiederholte, stereotype Verhaltensweisen wie
übertriebenes Händewaschen, Wasserhähne mehrmals fest
zudrehen und Ordnungs- oder Kontrollhandlungen (mehrmaliges
Kontrollieren, ob man Haustür abgesperrt hat). Es können aber
auch gedankliche Handlungen wie Zählen oder Beten sein.

Versucht das Individuum die Zwänge zu unterdrücken, kann sich
die innere Anspannung bis zur unerträglichen Angst steigern. 

Generalisierte Angststörung

Bei der generalisierten Angststörung handelt es sich um eine Art
Überängstlichkeit. Betroffene machen sich mindestens sechs
Monate und länger an der Mehrzahl der Tage übertrieben häufig,
unrealistisch und übertrieben Sorgen über verschiedene Lebens-
probleme, Angesichts derer sie sich entsprechend unzulänglich
fühlen:

Ein Unglück, das Kindern zustoßen könnte, berufliche
oder finanzielle Probleme ohne realen Hintergrund. Krankheit
oder andere größere und kleinere Unzulänglichkeiten des Alltags
sind weitere Beispiele für Sorgen dieser Art.

Generalisierte Angststörungen gehen in der Regel nicht mit
Panikattacken einher, sondern eher mit Symptomen wie leichter
Reizbarkeit, Ruhelosigkeit oder Schlafprobleme. 

Posttraumatische Belastungsstörung

Eine posttraumatische Belastungsstörung ist die Folge eines
traumatischen Ereignisses, das größte Gefahr für einen selbst
oder für andere in Form von drohender Verletzung oder Tod
darstellt und intensive Angst, Hilflosigkeit und Entsetzen
hervorgerufen hat.

Diese Erlebnis kehrt immer wieder in Form von belastenden
Erinnerungen mit entsetzlichen Wahrnehmungen, Gedanken,
Vorstellungen und Träumen und den entsprechenden
Gefühlszuständen, als ob das Trauma neu auflebt.

Schlafprobleme, erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsschwierig-
keiten und Wutausbrüche bilden weitgehend die Symptomatik
dieser Angststörung. 

Trennungsangst im Kindesalter

Kinder und Jugendliche leiden häufig unter phobischen Ängsten,
Kinder zusätzlich oft unter der Trennungsangst.

Diese wird bei Erwachsenen nicht diagnostiziert , obgleich
erwachsene Personen mit panischen Ängsten auch  vermehrt
auf soziale Unterstützung angewiesen sind.

( Literatur: "Angst bewältigen" von S.Schmidt-Traub )


Wie entstehen Angststörungen? 

Angstinhalte werden nicht in die Wiege gelegt, sondern irgend-
wann im Leben gelernt, am häufigsten in der Kindheit bzw. im
jüngeren Erwachsenenalter. Voraussetzung ist vermutlich eine
spezielle Sensibilität für Angst, die teils abgeboren, teils erlernt
ist. Phobische und panikartige Ängste werden durch soziales
Lernen übernommen.

Vermutlich ist jener Elternteil ein besonders einflussreiches
soziales Lernmodell, der ebenfalls eine hohe Angstsensibilität,
wenn nicht sogar eine ausgereifte Angststörung hat.

Eine angstsensible Person, die unter Stress lebt, erlebt bei
einem Schwächeanfall oder bei heftigen physiologischen
Symptomen (Herzrasen, Atemnot, Übelkeit) eine Panikattacke
mit Angst vor Ohnmacht, Tod oder Kontrollverlust. Da für sie
die Ursache der Angst nicht erkennbar ist, fühlt sie sich
ausgeliefert. Ärzte können nichts Krankhaftes finden.

In den meisten Fällen traumatisiert bereits ein schlimmer Panik-
anfall. Von nun an werden weitere Panikattacken befürchtet
("Angst vor der Angst").

Hat jemand Panik entwickelt, dann registriert er jeden kleinsten
Hinweis auf Angst. Negative Selbstbeobachtung führt zu mehr
physiologischen Beschwerden und entsprechend kommt es
verstärkt zu Panikreaktionen.

Angstreaktionen können mit ganz harmlosen Situationen, in denen
sie auftreten, verknüpft werden oder auch mit Teilen davon, z.B.
mit der Enge, dem Geruch oder den Geräuschen der Situation.

Es ist denkbar, dass in Hinkunft das Hineingehen in die Situation
oder nur die Vorstellung davon einen Angstanfall hervorruft.
Um der Panik in jedem Fall zu entgehen, wird die Angstsituation
zunehmend gemieden. Mit dem Meiden verfestigt sich die
Angstsituation vollends. Ohne Behandlung bleibt sie beharrlich
bestehen.

Wer Angst bekommt, ist trotz aller Erkenntnisse nicht vorhersehbar,
obwohl Risikofaktoren bekannt sind.

Angst beginnt als Reaktion auf akuten und chronischen Stress
und kann, sofern sie unbehandelt bleibt, unter Belastungen immer
wieder aufflammen. Meist chronifiziert sie. Wird zunehmend
gemieden, kommt es zu mehr Behinderung: In Härtefällen können
Betroffene die Wohnung nicht mehr alleine verlassen und müssen
ihre Arbeit aufgeben.

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 


 

 

 

 


 

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