Brief von Heidi Umgeher an Andreas Kirchner ("Vorarlberg - Franz' Horrortrip")
Hallo Andreas,
Das mit Vorarlberg ist eine lange abenteuerliche Geschichte!!!
Wir sind um dreiviertel drei von zu Haus weggefahren, haben uns in Mank mit
Langtaler Martin und Helga getroffen, um halb vier mit Robert u. Gabi beim
"B25" (Autobahnauffahrt Ybbs) und sind dann ganz hurtig in Richtung
Vorarlberg unterwegs gewesen. Franz und ich waren wie immer das Schlußlicht der
ganzen Bande, und haben bis St. Valentin gebraucht, um die anderen wieder
einzuholen! Dann kam das große Unwetter, ich glaub irgendwo nach Linz, und dann
hat unser Baby nach immer mehr Öl verlangt, dieses auch geschluckt, und sofort
in einer hübschen blauen Fahne hinten rausgefetzt! Außerdem wollte das Luder
partout nicht anspringen und wehrte sich beim kleinsten Druck auf`s Gaspedal,
indem er das Gas einfach nicht annahm. Wenn der Präsidentenmini jedoch in Fahrt
war, dann konnten wir die Reise wieder fortsetzten. In St. Johann in Tirol haben
wir Otto zum zweiten mal verloren und sind dann auf gut Glück Richtung Arberg
weitergefahren. (Natürlich ohne Straßenkarte).
Vor dem Arlberpaß trafen wir Otto wieder, fütterten unser Baby mit jeder Menge
Öl, schleppten unser Gerät wieder mal an, drehten einige Runden am Parkplatz
mit Standgas, (Geschichte mit dem Gaspedal) und kamen zu dem Entschluß, daß
wir mit Motorschaden rechnen mußten. Eh klar! Den Arlbergtunnel wollten wir aus
dem Grund nicht nehmen, da der Boxenstopp im Tunnel nicht wirklich nett ist,
also quälten wir unseren Mini mit der Zweiten den Arlberg hinauf, (die
restlichen Gänge konnten wir vergessen) oben bekam er seine Ölration, und dann
ging`s wieder den Berg runter. Wir sind ca. gegen halb zwölf in Furx angekommen
(ohne unsere Stops wäre es wohl früher gewesen), haben uns mit einem kühlen
Bierchen belohnt und am Nachmittag mit beratschlagen verbracht. Robert und Gabi
bekamen kein Abendessen, mit der lapidaren Ausrede: "Seids zspot kema, Essn
woa um hoiba simi" (Hat wahrscheinlich so ein Partyservice geliefert) und
sind relativ früh schlafen gegangen.
Nächsten Tag sind wir gleich nach dem Frühstück abgerauscht, nachdem unser
Liebling wieder sein Öl bekommen hatte, und nahmen bei der Rückreise den
Arlbergtunnel, mit Martin u. Helga als Geleitschutz, falls der Motor streiken
sollte. Tat er aber nicht, und so fuhren wir mit etwas eigenartig klingelnden
und jammernden Motorgeräuschen, einer hübschen blauen nicht sehr gut
riechenden Fahne am Heck in Richtung Heimat. Stehenbleiben gab`s nur zum Tanken
und zum Öl nachfüllen! Das war dann in Salzburg, dort halfen uns die
Waldviertler beim fliegenden Start!! In Wieselburg hatten fast alle Ampeln rot,
wobei der Präsident ganz schön in Streß kam. Gang raus, links bremsen, und
den Motor halbwegs auf Touren halten, sonst hieß es wieder anschleppen, und außerdem
mußten wir darauf achten, daß der hübsche blauschwarze Rauch von hinten
auch wirklich zu sehen war. Über die Wetterluke hat sich unser Baby noch mächtig
wichtig gemacht, indem er tolle Geräusche von sich gab (wie zu Silvester mit
den Schweizern), wahrscheinlich sind die Zündkerzen schon so verdreckt gewesen,
oder so...
Aber sonst war das Treffen ganz ok. *ggg*
Lg Heidi