Berge, Minis und viel, viel Öl
Für die Reise zum Minitreffen ins Ländle trafen wir uns gerade rechtzeitig zur Sperrstunde bei der Disco in Ybbs an der Donau. Wir, das waren Franz und Heidi, Otto und Rosa, erstmals dabei Martin und Helga aus Bischofstetten mit einem Innocenti, Robert und ich.
Mit insgesamt 5 Minis zogen wir unter klarem Sternenhimmel Richtung Furx. Franz' schwarzer Präsidentenmini machte uns gleich klar, daß wir einige Boxenstops einplanen mussten, dazwischen war er aber sehr sparsam unterwegs. Er brauchte auf 100km nur einen Liter (Öl!).
Über Salzburg erhellte ein gewaltiges Gewitter mit Platzregen die Landschaft schaurig schön und der Regen sollte uns bis weit nach Tirol erhalten bleiben. Erst hinter dem Ambergtunnel in Feldkirch strahlender Sonnenschein und blauer Himmel, nur unsere Minis sahen alle gleich grau aus und verlangten sehnsüchtig nach Körperpflege.
Furx präsentierte sich in Postkartenlaune, der Ausblick aus 1100m Höhe reichte bis zum Bodensee.
Franz war froh seinen Motor endlich abstellen zu können, wenn der Mini nicht schon schwarz wäre, dann wäre er jetzt schwarz. Beim Treffen war er allerdings sogleich in fachkundigen Händen und Kompression auf 2 Zylindern sollten für die Heimreise allemal reichen, zumal sich Heidi ja schon auf der Hinreise aufs "schieben" spezialisiert hatte.
Den Nachmittag verbrachten wir am Berg mit Mini-schauen, aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gaben sich ca. 60 Stück ein Stelldichein.
Bernhard Denk hatte diesmal eine Besonderheit im Gepäck, den kunstvoll gestalteten Minikalender 2005. Mama Christl hat ihn in zweijähriger Arbeit selbst entworfen und gemalt.
Abends im Zelt war der offizielle Teil schnell erledigt. "Bulla" prämierte die Gewinner der Rätselfahrt und das Wanderbuch ging retour ins Waldviertel und wird dort bis zum nächsten Treffen bleiben.
Einen 2-Mann-Bann sorgte für Stimmung, einige machten es sich beim romantischen Lagerfeuer gemütlich um Mini- und ander Geschichten zu erzählen.
Sonntagmorgen machten wir uns auf die Heimreise. Hwezda Michael mit Gerhard, Robert und ich machten noch einen Abstecher nach Innsbruck, wo ein Lauf des Tiroler-Slalomcups stattfand. Und der Weg hat sich gelohnt, Erlacher Bernhard und Pointinger Wolfgang wärmten gerade einen wunderschönen hellblauen Mini für die verstärkte Klasse auf.
Später genossen wir noch die gemütliche Fahrt über Lofer, in Ellmau legten wir eine kurze Rast ein und machten gleich Bekanntschaft mit einem Rollstuhlfahrer, der wehmütig unsere Minis betrachtete und uns gleich aus seiner eigenen Cooper-Vergangenheit erzählte.
Am Abend erreichten wir die Heimat und auch der Rest der Pielachtaler Minifreunde kam ohne Zwischenfälle nach Hause, das heißt fast. Denn in Wieselburg wurde Otto von einem Gesetzeshüter um eine Spende für die Staatskasse gebeten. Er durfte erst weiterfahren als er versprach schöne Grüße an Franz auszurichten (den der Polizist leider nicht mehr erwischte).
Gabriele Bosch