Pilsen 2005
Drei Minis, sechs Pielachtaler, mit dieser einfachen Rechnung machten wir uns am
27. August auf den Weg zum Bolovec Teich am Nordrand von Pilsen. Die Fahrt
verlief ruhig und angenehm in einen strahlenden Sommertag, Otto, unser Navigator
führte uns zielsicher, (wieder einmal nach einer
Nachtschicht) und Red Bull beflügelt Richtung Ostende.
Seit 2002 hat sich auf den Straßen Tschechiens einiges getan, sie sind
seidenglatt und gut ausgebaut, bis zum Ziel erlebten wir keine Rumpelpiste.
Erwin und Gerti, Otto und Rosa, Robert und ich freuten uns auf das Treffen und
am späten Vormittag erreichten wir die Stadt mit seinem historischem Zentrum.
Am Ziel angekommen, war schon einiges los, die Rundfahrt durch die Stadt hatte
gerade begonnen, uns fielen gleich die vielen Minis der Marke BMW auf, die sich
unter die ca. 120 Klassiker gemischt hatten. Mit sehr viel Glück waren noch 2 Hütten
frei und so machten wir es uns erst einmal in unserem Quartier mit Seeblick und
eigenem Kühlschrank bequem. Tschechen , Deutsche, Ungarn und Slowaken waren bei
diesem Treffen stark vertreten, wir Pielachtaler Minifreunde waren außer ein
paar" Jungen Wilden" aus dem Waldviertel die einzigen Österreicher.
Ich machte mich gleich auf die Suche nach Anastasia und fand sie ausgerechnet
"für kleine Mädchen".Sie freute sich sehr über unser Kommen und gab
liebe Grüßen nach Österreich mit. Anastasia kam diesmal mit einem Freund und
erzählte uns, dass sie sich in ihrem Alter nicht mehr ans Steuer traut, sie
wirkte auch schon sehr gebrechlich, aber geistig hochfit, die Übersetzung bei
der Preisverleihung brachte sie souverän über die Bühne. Den Nachmittag
verbrachten wir in der Stadt, Ottos Navigationssystem führte uns quer über den
Hauptplatz, der eigentlich nur für Fußgänger gedacht ist, aber die Passanten
lächelten und freuten sich über die seltene Minieinlage und die Polizei störten
wir wohl auch nicht, denn die drehte weiter ruhig ihre Runden. Nach einem
Abendspaziergang rund um den See kamen wir gerade zum offiziellen Teil des
Treffens zurecht, die Musik, rockig und laut vertrieb uns Richtung Restaurant,
wo wir den Tag ruhig ausklingen ließen. Am nächsten Morgen, der See lag ruhig
unter einer weißen Nebelschicht, machten wir uns nach einem deftigem Ottofrühstück
wieder auf in die Heimat, Schönwetter begleitete uns bis zur Grenze, ab Zwettl
war Nieselwetter angesagt, das beliebte Picknick verbrachten wir noch im
trockenem und schmiedeten dabei einige Pläne für die Minizukunft.
Rasch waren wir in Krems/Donau, wo an diesem Tag ein Oldtimer
Geschicklichkeitsbewerb stattfand, 2 Minis fuhren weiter Richtung Heimat, Stefan
Koni 1 lotste Robert und mich auf das Messegelände, wo 61 Oldtimer, darunter 11
Minis gerade um Meter und Secunden kämpften. Die von Gerald Sam organisierte
Veranstaltung erfreute die zahlreichen Zuschauer. Die Waldviertler Minifreunde,
Koni 1-5 und die Mannhartsberger Minifreaks mussten ein gutes Auge und
Geschicklichkeit beweisen. Am Ende stand Stefan Konicek am obersten
Stockerlplatz.
Gabriele Bosch im August 2005