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1.
Tag:
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WIEN - SCHWECHAT - ROM (Fiuminicino) - LAGO DI BRACCIANO (höchster Punkt: 256 m) |
113
km (87 ab Flughafen Rom), 515 hm
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2. Tag: |
LAGO
DI BRACCIANO
- CASTELSANANGELO |
190 km, 2.050 hm |
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3. Tag: |
CASTELSANANGELO - CAMPING DEL FUNVIA DI GRAN SASSO (höchster Punkt nach Castelluccio am Südrand der Hochebene: 1.540 m) |
122 km, 2.260 hm |
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4. Tag: |
CAMPING
DEL FUNVIA DI GRAN SASSO
- PISCINA |
131 km, 1.910 hm |
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5. Tag: |
PISCINA
- FORMIA (Camping La Foca) |
184 km, 1.737 hm |
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6. Tag: |
FORMIA
- LIDO DI PINEA |
186 km, 1.326 hm |
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7. Tag: |
77 km, 200 hm |
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| Beschreibung der T a g e s t o u r e n : | ||
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Auf der anderen Seite des Flusses sieht man die Häuser einer Ortschaft - die rettende Lösung ist ein Holzsteg, der die Dünen und den Fluss überquert und mit dem Rad befahrbar ist. Nachdem so die Ortschaft Passo Oscuro erreicht ist, würde ich jetzt endlich gerne ein paar Kilometer machen und nicht immer nur im Zick-Zack-Kurs durch die Felder radeln. Also auf direktem Weg zu einer der Hauptausfallstraßen Roms, der Via Aurelia, die stark befahren Richtung Civitavecchia führt. Immerhin gibt es einen Seitenstreifen, auf dem sich unbehelligt radeln lässt. Trotzdem bin ich nicht unglücklich, bald nach Cerveteri Richtung Norden abbiegen zu können. |
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Schön früh am Morgen sitze ich am Rad, heute möchte ich eigentlich eine etwas gebirgigere Gegend erreichen. Schon nach ein paar Kilometern am Ortsrand von Trevignano lockt mich aber eine Pasticceria, wo ich ein paar Kuchen fürs Frühstück kaufe und selbiges dann im Zentrum am Nordrand des Sees in einer Bar einnehme. So
gestärkt werden die (wenigen) Kalorien gleich am Anstieg von Seeufer
weg Richtung Norden verbraucht - mit dem Erreichen des Höhenzuges
auf der wenig befahrenen Straße wird die Strecke aber gleich gemütlicher.
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Die Altstadt von Sutri, nach 28 Kilometern erreicht, liegt auf einem kleinen Felsen über der Straße - in den Tuffsteinabbrüchen auf der anderen Seite kann man eingegrabene Höhlen entdecken - erinnert irgendwie an die Tufflandschaften von Göreme in der Türkei. Eigentlich sollte man sich hier näher umsehen, aber ich will ja Kilometer machen. So ist schnell Ronciglione und damit der nächste See, der Lago di Vico, erreicht. Jetzt
geht es zwar nicht stark, aber kontinuierlich bis auf 850 Meter Höhe
bergauf. Kurz vor dem höchsten Punkt überhole ich noch einen
einheimischen Rennradler, sicher schon an die 70 Jahre alt, der mich freundlich
grüßt. Die auf einem Höhenzug verlaufende Straße
bietet immer wieder schöne Ausblicke auf den See - nur der morgendliche
Dunst trübt die Sicht etwas. |
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Nach 50 Kilometern ist in rascher Abfahrt die noch vollständig von einer Mauer umgebene Stadt Viterbo erreicht und ich mache eine kleine Rundfahrt durch die (größtenteils verkehrsberuhigte) Altstadt - auch ein alter Trinkwasserbrunnen leistet gute Dienste. Etwas
zum Essen wäre auch nicht schlecht, aber vorab muss geklärt
werden, wie ich das Gassengewirr Richtung Osten wieder verlassen kann.
Ein Straßenkehrer unterbricht seine Tätigkeit und fährt
mit seinem dreirädigen Dienstfahrzeug vor mir her, um mich zur richtigen
Straße zu führen und verabschiedet sich noch mit Händedruck.
Bei einer Tankstelle ist auch ein McDonalds - die Rettung für hungrige
Radfahrer in Italien zur Mittagszeit, wenn die kleinen Läden schon
geschlossen haben. |
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Auch diese Stadt - abseits der Touristenströme gelegen - ist sicher sehenswert, ich bin aber nicht unglücklich, dass ich nicht ins Zentrum hinaufkurbeln muss sondern auf der (Neben)Straße Nr. 3 gleich nach Terni (nach 110 Tageskilometern erreicht) fahren kann. Dort gibt's in einem Parkcafe zuerst einmal einen Capuccino und ausgiebiges Kartenstudium. Für die Weiterfahrt bietet sich die Straße Nr. 209 Richtung Visso an - schon nach wenigen Kilometern folgt die nächste Fahrtunterbrechung - die Wasserfälle von Marmore.
Der Rückenwind treibt mich weiter taleinwärts (in der Gegenrichtung müssen einige Rennradfahrer ganz schön gegen den Wind kämpfen) - auf den ersten 30 Kilometern ab Terni gibt es ein großes Angebot an Unterkunftsmöglichkeiten - ich ziehe daraus den (falschen) Schluss, dass dem weiter so sein wird. Zwischen San Antolia und Triponzo herrscht auf 12 Kilometern überraschenderweise starker LKW-Verkehr - die Strecke verbindet zwei Straßentunnel. Immer öfter rücken jetzt markante unbewaldete Höhenzüge ins Blickfeld - die Ausläufer der Monti Sibillini. In Pontechiusita bekämpfe ich den sich wieder bemerkbar machenden Hunger mit Pannini mit Käseauflage aus einem Feinkostgeschäft - langsam wird es aber Abend und ich sollte mich nach einer Übernachtungsmöglichkeit bzw. einem Campingplatz umsehen. Die letzten Kilometer vor Visso durchquert die jetzt etwas kräftiger ansteigende Straße noch eine Felsschlucht - dann ist der Ort erreicht, immerhin bin ich heute schon 180 Kilometer geradelt. Im Ort gibt es ein 3-Stern-Hotel (das recht teuer ausschaut) und zwei Hinweisschilder auf Campingplätze. Wie ich erfragen konnte, liegt der eine allerdings in einem sackgassenähnlichen Seitental und zum anderen sind es noch ca. 15 Kilometer bergauf - also weiter. Im nächsten Ort, Castelsanangelo, gibt es keine Unterkunft, aber kurz danach ein Hinweisschild auf ein Albergo. |
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Genau
das Gleiche denke ich mir auch - aber die verlangten 25 Euro für
das Zimmer mit Bad, WC (und Fernseher im Hinblick auf die EM) sowie Frühstück
sind wirklich preiswert, so werden wir schnell handelseins - auch weil
sie den im Zimmer ausgehängten Übernachtungspreis kräftig
ermäßigt hat. Und das Abendessen (Nudeln mit Pilzen) ist lecker.
Also ist die Albergo "Dal Navigante" wirklich eine Empfehlung. |
| CASTELSANANGELO
- CAMPING DEL FUNVIA DI GRAN SASSO |
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Zum
Frühstück gibt's in italienischer Tradition zwei Hörnchen
(liefern pro Stück ca. 50 Kalorien) sowie zwei Stück Zwieback
mit Butter und Marmelade (noch mal max. 150 Kalorien), wahrscheinlich
liefert der dazu gereichte Capucchino mehr Energie. Was serviert man eigentlich
den Fahrern des Giro? Gleich
500 Meter vom Albergo beginnt der lange Anstieg nach Castelluccio
- gut, dass ich mir zusätzlich noch zwei Käsebrote erbettelt
habe. Schon bald ist erstmals auf dieser Reise das kleine Blatt vorne
in Betrieb - in vielen Kehren steigt die Straße stetig an, immer
wieder schöne Blicke ins Tal bietend. Nach fünf Kilometern ohne
jegliche Erholung dann vollkommen unvermutet die Hinweistafel auf den
Campingplatz - wäre gestern noch ein schönes Stück Arbeit
gewesen, bis hierher hochzukommen. |
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Jetzt lässt die Steigung etwas nach und schon von weitem sieht man die Anhöhe des Passo die Gualdo, immerhin fast 1500 Meter hoch. Rundherum nur die kahlen Bergrücken, auf der Passhöhe ist aber eine Quelle und ein großer Parkplatz, auf dem bei meiner Ankunft ein Schuhverkäufer seine Ware soeben aus einem Kleinlaster lädt - offenbar erwartet er hier oben Kundschaft. |
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Es folgt eine kurze Abfahrt in ein Hochtal in dem auffallend viele Blumen blühen, Rinder und Schafe laufen frei hierum - fällt unter artgerechte Tierhaltung. Nach
ein paar Kilometern ein kurzer Anstieg in den Ort Castelluccio (15 km
bisher), der offenbar für (jetzt nicht wirklich stattfindende) Touristenströme
vorbereitet ist - Unterkunftsmöglichkeiten, Souvenirshops, Bars etc.
Eine gute Gelegenheit, das erste Frühstück zu ergänzen. |
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Wieder
kurz bergab in eine große Hochebene, jetzt sind schon mehr Leute
unterwegs (Radler, Wohnmobile, viele Motorradfahrer). Beiderseits der
Straße sieht man richtige "Blumenplantagen" - die Ebene
selbst ist völlig unbewohnt. Bei einer weithin sichtbaren Abzweigung
entscheide ich mich, links zu halten und muss noch ein paar Kilometer
sanfte Steigung bis zum Steilabbruch der Hochebene radeln. Auf der Ostseite
fällt das Gebirge schroff und felsig ab, wirkt ganz anders als die
sanften Rundungen, die ich vorher zu Gesicht bekommen habe. Ein jüngerer
Italiener bemüht sich wirklich redlich, sich mit seinem Billigsdorf-City-Bike
(und viel zu niedrig eingestelltem Sattel) an mein Hinterrad zu hängen,
muss aber nach ein paar Hundert Meter abreissen lassen... |
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Auf der Südseite bricht das Gebirge schroff ab und die Landschaft (auch die Vegetation) erinnert etwas an die Dolomiten. Es folgt eine 12 km lange rasante Abfahrt bis Arquata del Tronto - die Häuser zweier kleiner Ortschaften sind alle noch vor der Ära des Autos errichtet worden, dementsprechend eng ist die Ortsdurchfahrt und gering der Verkehr. Tief im Tal führt die Hauptstraße von Ascoli hinauf - ich entscheide mich für die Nebenstraße, die laut Karte am Berghang entlang verläuft und erst später auf die Hauptstraße trifft, so verliere ich keine Höhe, die ich nachher wieder mühsam gutmachen muss. |
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Die folgenden Kilometer berauf zum Lago die Campotosto sind ein Traum für Radler: mit 4 bis 5 % Steigung in vielen Serpentinen geht es ganz sachte rauf bis zur nördlichen Staumauer und dann in vielen Kurven entlang des türkis schimmernden Stausees, an dessen Südufer man schon die Felsen des Gran Sasso-Massivs entdeckt. Es gibt zwar einige Picknick- aber keine richtigen Campingplätze am Ufer, ein einfaches Albergo mit Windsurfschule ist am Südufer des Sees, ein paar Kilometer nach Campotosto, etabliert. Die Fahrt rund um den See ist landschaftlich aber super! |
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Auch auf dem Südufer ist eine Staumauer errichtet worden - bis zur Kreuzung mit der Straße Nummer 80 verliert man wieder einige Höhenmeter, die man sich nachher zurückholen muss. Bei einem riesigen Elektrizitätswerk zweigt dann die Straße nach Assergi ab, die zuerst steil bis auf 1450 Meter anzieht und dann ganz langsam kilometerlang abfällt. Hier oben sind große Weideflächen - Pferde, Rinder und Schafe grasen ohne Zaun und stehen halt manchmal auch auf der Fahrbahn herum - bei dem geringen Verkehr kein Problem. Rechts die Felsen des Gran Sasso, links schöne Ausblicke über das Becken von L'Aquila hinweg zu den Monte Sirente-Bergen, wolkenloser Himmel, Windstille - kurzum Bikers Dream. Der
Ort Assergi duckt sich unter der Autobahnbrücke
- ich fahre nicht in den Ort hinab sondern gleich weiter hoch zur Seilbahn-Talstation,
dort gibt es mehrere Hotels und einen Campingplatz. In einer Bar komme
ich mit einem deutschen Rennradler ins Gespräch, der eine mehrwöchige
Italienfahrt nur mit einem Rucksack macht - gerne würde ich mit ihm
tauschen, habe ich doch das Gefühl, meinen ganzen Hausrat spazierenzuführen.
Wir beschließen, zusammen ein Zimmer zu suchen, aber 50 Euro für
Halbpension erscheint mir doch etwas zu teuer, und so stelle ich auf dem
recht netten Campingplatz mein Zelt auf. Das Abendessen in einem der zwei
Hotels an der Seilbahnstation ist jedoch letztendlich so kostspielig,
dass ich mir in Summe nur wenig Geld erspart habe, aber was soll´s,
man gönnt sich ja sonst nichts... |
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| CAMPING
DEL FUNVIA DI GRAN SASSO - PISCINA |
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Einen Anstieg zum Frühstück hatte ich doch erst gestern - wieder nur ein paar Süßigkeiten und einen Capuccino im Magen, geht es gleich zur Sache: 700 Höhenmeter müssen bis zur Hochebene "Campo Imperatore" bewältigt werden. Es ist Sonntag früh und so ist auch recht viel Auto- (später auch Rad-) verkehr unterwegs. Immerhin ist die Straße nicht allzu steil und nach dem höchsten Punkt hat man auch eine kurze Abfahrt zur Erholung.
Die Hochebene selbst ist fast eben, aber (von ein paar Almhütten abgesehen) völlig unbebaut, auch wachsen in hier auf 1500 Meter Höhe keine Sträucher oder Bäume - die vielen Viehherden sind ein schon gewohntes Bild. In Felsrinnen der höchsten Gipfeln liegen auch jetzt Ende Juni noch Schneereste - immerhin ist der höchste Berg knapp 3000 Meter hoch.
Am Ostende der Hochebene findet sich dann auch ein kleines Ristorante, Übernachtungsmöglichkeiten scheint es aber nur in einer Schutzhütte in der Nähe zu geben - gut, dass ich gestern nicht mehr weitergefahren bin, wäre mit dem Einbruch der Dunkelheit knapp geworden. Auch der Campo Imperatore ist von einem Höhenzug umkränzt - also zwei Kehren und 100 Höhenmeter hinauf und dann folgt die lange Abfahrt bis Castel del Monte (40 km).
Ein paar Kilometer nach San Pantilo teilt sich die mittlerweile erreichte Hauptstraße: ich fahre den Weg des geringeren Widerstandes und lasse die Bergstraße nach Rocca di Cambio aus - die Straße über Terrenera ist schon mühsam genug. Zwar nicht stark ansteigend, aber völlig ohne Kehren und Schatten wird die Nordkante der nächsten Hochebene erreicht - dafür die üblich schöne Aussicht. In Terrenena lädt mich ein alter englisch sprechender Italiener (eine Seltenheit, aber er ist in den USA geboren) auf ein Bier und ein Glas Wein ein und während der Pause höre ich mir seine Geschichten vom Äthiopien-Feldzug im 2. Weltkrieg an.
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| PISCINA
- FORMIA (Camping La Foca) |
| Das Becken von Avezzano liegt noch im Morgendunst, während ich die vielen Serpentinen zum Passo di Diavolo hochkurble (700 Höhenmeter von der Ebene). Kompliment an die italienischen Straßenbauer - in Mitteleuropa hätte man die eine oder andere Kurve eingespart und die Straße müsste dementsprechend steiler sein. Irgendwann rückt ein markantes Kloster kurz vor dem Pass in das Blickfeld, auf der Passhöhe selbst findet der durstige Radler wieder einen Brunnen. Pescasseroli, in flotter Abfahrt bald erreicht, ist der touristische Hauptort des rundum situierten "Parco Nazionale d´Abruzzo" mit entsprechender Infrastruktur - unter anderem auch einer Pasticceria, in der ich ein zweites Frühstück einnehme. | ![]() |
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Ein paar Kilometer weiter in Opi - wie so oft hoch über der Straße auf einem Felsen gelegen - teilt sich die Straße.
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| Man könnte noch 400 Höhenmeter überwinden und käme dann über einen weiteren Pass direkt nach Cassino. Wegen des guten Wetters und der netten Landschaft beschließe ich aber, eine Ehrenrunde einzulegen und so geht es auf der Straße Nr. 83 zum Lago die Barrea. Im Ort Viletta Barrea gibt es direkt neben der Straße einen Pichnickplatz mit Bademöglichkeit und ein Stück weiter noch eine Zufahrt zu einem Strandplatz mit Bar. Ich bilde mir ein, erst am Südufer des Sees kurz vor dem weithin sichtbaren Ort Barrea ein Bad zu nehmen - aber am Südufer ist nur die Staumauer und keine weitere Zugangsmöglichkeit zum See. Also kein Bad - zum Zurückfahren kann ich mich auch nicht überwinden. |
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In weiten flachen Serpentinen geht es hoch zum nächsten Pass - dass man immerwährend schöne Ausblicke auf den See und die ihn umgebenden Berge - alle um die 2000 Meter hoch - hat, muss ich gar nicht mehr erwähnen. In
Alfedena (70 km), einer verschlafenen
Kleinstadt, gibt es ein Alimentari, einen Brunnen und einige im Schatten
liegende Steinbänke - ideale Voraussetzungen für die Mittagsrast. Aber jedes Mühsal hat einmal ein Ende und bei der Kreuzung mit der Straße Nr. 652 stellt sich ein logistisches Problem: laut Karte führt die Straße durch einen langen Tunnel - selbst wenn er beleuchtet wäre, nicht angenehm. Die Alternative ist die kleine Landstraße zum Ort Rocchetta, dort kann man auf einer noch kleineren, sehr steilen Asphaltstraße (die auf meiner Karte gar nicht eingezeichnet ist) zur Hauptstraße ins Tal bremsen und hat so den Tunnel umfahren. Leider ist jetzt in beiden Richtungen starker LKW-Verkehr (und kein Seitenstreifen!), Alternativen bieten sich nach der Karte aber auch nicht - da muss man halt durch. Mit jedem Kilometer geht das Hochgebirge immer mehr in eine Hügellandschaft über - erst ein paar Kilometer vor Venafro bietet die nach wie vor stark befahrene Straße einen Seitenstreifen und damit Entspannung.
Nach 147 km in Cassino gibt es gleich bei der Ortseinfahrt neben der Straße einen Mc Donalds - wieder einmal eine willkommene, wenn auch nicht besonders gesunde Abwechslung nach vielen Panninis, Pizzastücken und Teigwaren. Der Ort wurde im 2. Weltkrieg vollkommen zerstört und hat daher keinen alten Ortskern mehr - hoch über der Stadt sieht man die (nach den Zerstörungen nach Originalplänen wieder aufgebaute) Abtei des Montecassino. Eigentlich bin ich für heute ja schon genug geradelt - aber der Campingplatz gleich neben dem Bahnhof wirkt nicht besonders einladend, also weiter. Auf den paar Kilometern bis zur Autobahnauffahrt gibt es mehrere Hotels - in einem frage ich interessehalber - aber 42 Euro für Bett und Frühstück ist mir zu teuer. Kurz nach San Giorgio steht noch ein 3-Stern-Hotel neben der Straße - der vollkommen illusorische Preis von 70 Euro wird mir, als ich mich schon zum Weiterfahren wende, noch auf 50 Euro + 15 Euro für das Abendessen ermäßigt, kommt trotzdem nicht in Frage. Scheint so, als ob ich wegen der Nähe der Küste und der A 1 das relativ angemessene Preisniveau in den Abruzzen vergessen kann und bereite mich geistig wieder auf eine Nacht im Zelt vor. Dieser
Entschluss bedingt jedoch einen Campingplatz - und einen solchen gibt
es wohl nur an der Küste. Die ist dann trotz leichten Gegenwindes
recht rasch erreicht. Zwischen Hauptstraße, der Bahnlinie und dem
Meer erstrecken sich große Siedlungsgebiete mit Einfamilienhäusern
- mittendrin liegt ein kleiner Campingplatz mit bemühtem Besitzer.
Die Sanitäreinrichtungen sind wie gewohnt sehr bescheiden - dafür
ist das Abendessen in der Pizzeria in der Nähe sehr lecker. |
| FORMIA
- LIDO DI PINEA |
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Formia ist nicht besonders aufregend - wirklich schön ist aber gleich der Nachbarort Gaeta. Ich radle zwar mühsam zu der hoch auf der Halbinsel gelegenen Burg, diese ist aber vom Militär okkupiert und kann nicht näher besichtigt werden.
Wieder eine angenehme Straße mit ein paar Prozenten Steigung - vorbei an einer Abzweigung zu einem weithin sichtbaren Kloster (laut Hinweistafel auch mit Übernachtungsmöglichkeit) ist bald der höchste Punkt erreicht und es folgt eine Abfahrt durch ein Waldgebiet. Im kleinen Dorf La Taverna erwarte ich vergeblich einen Hinweis auf die Abzweigung nach Fondi, erst ein Stück weiter trifft man auf eine Kreuzung (scheint auch ein Fehler in meiner Karte zu sein). Egal, die bewaldeten Hügel ringsum sind recht nett (wenn auch nicht mit der spektakulären Gebirgslandschaft im Landesinneren vergleichbar) und nach Lenola kann ich das Rad auf guter breiter Straße endlich einmal wieder so richtig bergab laufen lassen.
Nach
der Badesaison sicher eine nette Straße, die auch jetzt von vielen
Rennradlern genutzt wird. Ortschaften passiert man keine - nur hin und
wieder trifft man auf eine Bar an der Straße. Erst in Lido die Piena befindet sich direkt neben der Straße ein riesiger Platz - mittlerweile wäre es wegen der hereinbrechenden Dunkelheit schon riskant, weiterzufahren.
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| LIDO DI PINEA - FIUMICINO - SCHWECHAT - WIEN |
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Ich
fahre noch bis in die Nähe der Tibermündung und dann geht es
schon Richtung Flughafen. Der Verkehr ist wie erwartet stark bis sehr
stark - für die Schnellstraße über den Tiber gibt es aber
keine Alternative - dafür kann ich ein paar Blicke auf die römischen
Ausgrabungen neben der Straße werfen. Nach 49 Radelkilometern schiebe ich das Rad in die Abfertigungshalle des Flughafens, suche mir ein ruhiges Plätzchen und verpacke das Rad - mittlerweile eine Routinetätigkeit. Nach ruhigem Flug kann ich das Rad in Wien - Schwechat wieder unversehrt in Empfang nehmen und die paar Kilometer bis Wien radeln - ein seltsames Gefühl, vollbepackt in sehr bekannter Gegend unterwegs zu sein.
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