Rad - Reiseberichte Neuseeland


R e i s e b e s c h r e i b u n g :

1. Tag:
AUCKLAND - THAMES
135 km, 780 hm

2. Tag:

THAMES - WHANGAMATA

172 km, 1.943 hm

3. Tag:

WHANGAMATA - Mt. MAUNGANUI

110 km, 948 hm

4. Tag:

Mt. MAUNGANUI - WHAKETANE

156 km, 1.300 hm

5. Tag:

WHAKETANE - WAIHAU BAY

148 km, 1.305 hm

6. Tag:

WAIHAU BAY - TOKUMARU BAY

136 km, 1.550 hm

7. Tag:

TOKUMARU BAY - GISBORNE

94 km, 780 hm

8. Tag:

GISBORNE - LAKE WAIKAREMOANA

139 km, 1.684 hm

9. Tag:

LAKE WAIKAREMOANA - GOLDEN SPRINGS

164 km, 2.147 hm

10. Tag:

GOLDEN SPRINGS - TAUMARUNUI

158 km, 1.448 hm

11. Tag:

TAUMARUNUI - STRATFORT

146 km, 1.695 hm

12. Tag

STRATFORT - NEW PLYMOUTH (Flughafen)

64 km, 219 hm


Ein einsamer Koffer dreht auf dem Gepäckband noch die Runde - von meinem in einem Karton verpackten Bike keine Spur. Die freundlichen Damen von dem Gepäckschalter stellen fest, dass dieses in Sidney geblieben ist (soll öfter vorkommen...), notieren sich die Adresse meiner Unterkunft (so gesehen war es von Vorteil, diese schon vorher bestellt zu haben) und sagen zu, den Karton bis zum Abend zu liefern.

Mit nur einer (schweren) Radtasche als Handgepäck (die 23 kg Freigepäck bei British Airways habe ich mit dem Rad und der zweiten Radtasche sowie dem Karton schon ausgereizt) stelle ich mich noch der Einreisekontrolle im Hinblick auf biologische Schädlinge - drei verpackte Müsliriegel und ein original verpackter Sack Isostar-Pulver werden nicht beanstandet.

Der mich vom Airport abholende Inhaber von der "Skyway-Lodge" ist nicht weiter verwundert, dass ich ohne Rad aufkreuze, die Bikes seiner Kunden sollten öfter in Sidney hängen bleiben... Im Hostel angekommen, gebe ich meinem Schlafbedürfnis (Jet-lag und so) nicht nach - sondern möchte gleich mit dem nächsten Bus nach Auckland-City fahren. Der Busfahrer ignoriert den brav bei dem Wartehäuschen stehenden Mitteleuropäer leider völlig und fährt weiter, sodass ich erst mit dem nächsten Bus (den ich dann auf Tip eines Passanten mit deutlich sichtbarem Handzeichen anhalte - wieder was gelernt) ins Zentrum komme.

Die Busfahrt dauert fast eine Stunde (mit 1 x Umsteigen im Niemandsland) und ich kämpfe weiter mit meinem Schlafbedürfnis. Ein paar Stunden in Auckland spazieren gehen (das Zentrum ist wirklich nicht groß), eine Kleinigkeit in einem Takeaway essen und dann wieder zurück und mit der Hoffnung ins Bett fallen, dass mein Rad wenigstens im Laufe des nächsten Tages ankommt.

Der Morgen beginnt mit schönem Wetter und einer guten Nachricht: der Karton wurde während der Nacht (!) - sehr zur Freude des Inhabers, der rausgeläutet wurde - vom Flughafen geliefert. Außer ein paar Lackkratzern am Unterrohr ist das Rad unbeschädigt und schnell zusammengebaut, den Karton mit dem Verpackungsmaterial kann ich im Quartier lassen, das auf die Aufbewahrung dieser Dinge eingerichtet ist.

B e s c h r e i b u n g    d e r    T a g e s e t a p p e n :


AUCKLAND - THAMES:

Bedingt durch den Linksverkehr etwas unsicher durchquere ich einmal eine gute Stunde lang die immer gleich aussehenden Vorstadtsiedlungen von Auckland - wenigstens bin ich bei meinen Abbiege- und Kreisverkehrmanövern nicht durch Sehenswürdigkeiten abgelenkt. Irgendwann taucht endlich ein Wegweiser nach Whitford auf und ich lasse das verbaute Gebiet endlich hinter mir. Der Verkehr wird gleich erträglicher und die ersten kräftigen Steigungen (und Abfahrten) machen mich gleich mit der neuseeländischen Topografie bekannt. Mit schönen Ausblicken auf die "Tamaki Strait" und die der Küste vorgelagerten Inseln ist bald der "Pacific Coast Highway" und Maraetai erreicht. Da dieser Ort auf meiner Landkarte fettgedruckt ist und darüber hinaus direkt am Meer liegt, gehe ich davon aus, hier mehrere Lokale zur Auswahl zwecks einem zweiten Frühstück vorzufinden, werde jedoch schnell mit der Realität konfrontiert: die Infrastruktur reduziert sich auf ein kleines Lebensmittelgeschäft, eine Tankstelle und ein Schnellimbiss am Strand - nicht wirklich mit den Badeorten am Mittelmeer vergleichbar. Immerhin gibt es Kaffee und die auf dem Nebentisch sitzenden Pensionistinnen, die mich sofort ansprechen, sind von meiner geplanten Tour ganz angetan.

Eine wunderschöne Strecke - vorbei an menschenleeren Stränden - führt nach ein paar Kilometern wieder etwas ins Landesinnere, wo die Strasse gleich wieder über ein paar Hügel führt - nicht dramatisch, aber die kurzen Anstiege unterbrechen immer wieder den Rhythmus.

Nach Überqueren eines Höhenrückens ist bald wieder
die Küste - wegen der vielen Vögel "Seabird-coast"
genannt - erreicht und langsam würde ich gerne etwas essen. Das rettende Lebensmittel-geschäft finde ich aber erst nach 89 km in Kaiaua.

Rad abstellen, Helm abnehmen und einmal schauen, was es hier so zum Essen gibt. Ich will schon zu dem wenig einladend aussehenden Sandwich in Zellophanverpackung greifen, bis mir noch ein Wärmeschrank auffällt, wo in Papier verpackte Dinger gelagert werden. Es handelt sich hierbei um Blätterteig mit verschiedenen Füllungen (manchmal auch vegetarisch) - das ganze ist, auch weil warm, eigentlich eine ganz gute Sportverpflegung. Dazu noch ein blau gefärbtes Getränk und einen Nussriegel als Nachspeise und das Mittagessen ist perfekt.

Der starke Wind aus Nordwesten treibt mich rasch durch das Naturschutzgebiet vorwärts und bald ist die von Auckland kommende Hauptstraße Nr. 25 und damit landschaftlich weniger attraktives Radlergebiet erreicht.

Immerhin hat diese stark befahrene Straße (wie auch die meisten anderen Hauptstraßen) einen breiten Seitenstreifen, auf dem es sich vom Verkehr relativ unbehelligt gut fahren lässt.

Der hochwasserführende Piako-River (ich habe erst im Internet von den gleichzeitig im Süden der Nordinsel stattfindenden Überschwemmungen gelesen) wird auf einer einspurigen Brücke mit Ampelregelung überquert. Noch 5 km bei Gegenwind und ich befinde mich schon in Thames, der ersten größeren Stadt nach Auckland.

Die Hauptstraße erinnert etwas an eine solche aus Wildwest-Filmen, aber der jetzt einsetzende heftige Regenschauer erleichtert die Entscheidung, hier zu übernachten und erst morgen weiter Richtung Coromandel weiterzufahren.

Die verlorenen Kalorien werden in dem Restaurant "The Goldmine" (eine Empfehlung aus dem Reiseführer, das Essen war wirklich reichlich und gut) wieder aufgefüllt. Der Name ist Programm, weil auf der ganzen Coromandel-Halbinsel nach Gold geschürft wurde (und in eingeschränktem Umfang noch wird), auch ist am nördlichen Ortsende vom Thames ein kleines Museum und ein Schaubergwerk.

Was waren die markantesten Eindrücke vom ersten Radtag in Neuseeland? Viel Grün, satte Farben, starke Sonneneinstrahlung (auch bei bedecktem Himmel), kräftiger (Rücken-)Wind und (entgegen der Wahrnehmungen anderer RadlerInnen) recht angenehme Verkehrsteilnehmer.

THAMES - WHANGAMATA

Die ersten 30 km Richtung Norden sind zum Einfahren optimal - noch geht kein ernstzunehmender Wind, die Strasse führt direkt der Küste entlang, links die Bucht von Thames, rechts üppige Vegetation, kaum Verkehr und nur einzelne Siedlungen - sicherlich eine der schönsten Küstenstrassen, die ich bisher gefahren bin. Die kaum befahrene Strasse zweigt dann ins Landesinnere ab und eine kräftige Steigung fordert das kleine Kettenblatt.

Bis zum Ort Coromandel fährt man durch teils sumpfige Heidelandschaft, die dann in die seichten Meeresbuchten übergeht.


Das Dorf (Städtchen wäre übertrieben) bietet eine gute Kaffeekonditorei (so würden wir das bezeichnen), Capuccino und Beerentorte sind ein leckeres zweites Frühstück.

Auf der folgenden Steigung Richtung Te Rerenga geht es so richtig zur Sache: grober Asphalt und 14% auf drei Kilometern (höchster Punkt 364 Meter). Man kann auch 3 km vor Coromandel auf eine nicht asphaltierte Nebenstrasse direkt nach Whitianga abzweigen und erspart sich so viele Kilometer, im Hinblick auf die tolle Landschaft habe ich aber die längere - durchgehend asphaltierte - Strecke gewählt. Bis auf Kuoatuno, wo die Strasse die Küste wieder verlässt, gibt es keine nennenswerten Siedlungen, dafür schöne Ausblicke und Ansichten, weil die Kombination mit Nadelwäldern bewachsene Hügel, die in die flachen Buchten auslaufen, für mich exotisch wirkt.

Kurz vor Whitianga, sehr schön an der Mercury Bay gelegen, führt die Strasse wieder direkt der Küste entlang um nach ein paar Kilometern wieder einmal eine Hügelkette zu erklimmen. Obwohl bisher nur ein längerer Anstieg (eben der kleine Pass kurz nach Coromandel) zu bewältigen war, sammelt man mit dem ewigen up und down kräftig

Höhenmeter und nach 135 km in Tairua gibt's noch einmal eine Stärkung für die verbleibenden 35 km bis Whangamata, auf einer Art Halbinsel gelegen und von Norden kommend über eine Brücke zu erreichen. Eine überdurchschnittlich nette Unterkunft (Garden Tourist Lodge) und ein durchschnittliches Abendessen (Fish and chips in dem einzigen zu Fuß erreichbaren Takeaway) ist mir in Erinnerung geblieben.

WHANGAMATA - Mt. MAUNGANUI


Gleich bei der ersten Steigung am Ortsende von Whangamata spüre ich die gestrige Königsetappe mit 172 km und fast 2000 Höhenmetern noch kräftig in den Beinen und es dauert einige Kilometer, bis ich wieder im runden Tritt bin.

In der Kleinstadt Waihi wird heute noch Gold abgebaut und es gibt auch ein paar Kilometer Schienenstrang aus der Goldgräberzeit um 1900, auf der eine Museumseisenbahn fährt. Leider trifft man in Waihi auch auf die Hauptstraße Nr. 2 die direkt von Auckland in die Bay of Plenty führt und damit ist es mit dem geruhsamen Genussradeln vorerst vorbei.

Wenigstens kann man dem starken (LKW-)Verkehr auf dem breiten Seitenstreifen ausweichen. Auch die landschaftlichen Höhepunkte halten sich im Grenzen, es geht durch sanft hügeliges Agrarland.

Bei einem der zahlreichen Obstverkaufsstände suche ich mir ein paar Früchte zur Stärkung aus - der Verkäufer will von mir kein Geld und ich kriege sie mit Wünschen für eine gute Weiterfahrt geschenkt!

Kurz vor Tauranga erblickt man schon den Vulkankegel des Mt. Mauganui - nur dauert es ziemlich lange, bis man Tauranga umfahren und das große Industriegebiet am Hafen (mit entsprechendem LKW-Verkehr) durchquert hat.


Da das Wetter ziemlich gut ist (und ich bis dato noch nie im Pazifik gebadet habe) beziehe ich in einem Bed & Breakfast schon früh am Nachmittag Quartier, Badehose ist schnell angezogen und in wenigen Minuten ist der (menschenleere, kilometerlange) Sandstrand erreicht. Das Bad selbst gestaltet sich angesichts der Wassertemperatur (lt. dem Zimmervermieter 17 Grad, dürfte stimmen) sehr kurz - dafür gibt's einen ausgedehnten Spaziergang rund um den Vulkankegel.

Am Rückweg zum Quartier quer durch den - für neuseeländische Verhältnisse ziemlich touristischen - Ort bestelle ich noch in einem Takeaway eine "Seafood-Basket" für 10 NZ-Dollar und erhalte eine (in Zeitungspapier eingewickelte) Tagesration für eine vierköpfige Familie, sodass sich auch die Söhne des Zimmervermieters an den vielen Fisch- und Krabbenstücken und dem Berg Pommes laben können.

Mt. MAUNGANUI - WHAKETANE

Schon während dem ausgiebigem Frühstück muss ich feststellen, dass der Nordwestwind noch zugelegt hat - für die Fahrt ins Landesinnere Richtung Roturura nicht unbedingt ein Nachteil. Vorerst muss aber wieder die kilometerlange Hafen- und Industriezone durchquert werden, bis ich das am Kai von Tauranga ausgestellte Kriegskanu der Maori besichtigen kann. Durch die üblichen Vororte geht es leicht ansteigend bis zur Hauptstraße, wo sich (auch nach meiner Strassenkarte) zwei Alternativen für den Weg Richtung Roturua anbieten (lt. Karte beide nur teilweise asphaltiert: entweder über Pyes Pa oder Oropi).

Die Abzweigung in den letztgenannten Ort erreiche ich als erstes und die Straße schaut wirklich gut aus. Es geht leicht ansteigend kilometerlang dahin, bis mich ein kurzer, aber kräftiger Schauer trifft. Bis ich die Regenjacke hervorgeholt habe, ist er aber auch schon vorbei und weiter geht´s. Überall Landwirtschaft, Wein- und Obstbau, dazwischen die üblichen Schafweiden.

Den nächsten Schauer (der noch kräftiger und auch etwas länger ausfällt) überstehe ich im Schutz eines überdachten Bus-Wartehäuschens. Der Ort Oropi wäre mir - wenn dort nicht eine Schule stünde - gar nicht weiter aufgefallen. Beim letzten Haus endet auch der Asphalt und 2 "gravel-roads" stehen zur Auswahl: da die linke mit "Te Puke" beschildert ist, nehme ich die unbeschilderte rechte, die (zu meiner Überraschung) bald steil in ein Flusstal abfällt, um nach einer Brücke ebenso steil wieder den nächsten Höhenzug zu erklimmen. Weder das Bergab- noch das Bergauffahren ist auf der mit Schotter bedeckten, ausgewaschenen und vom vorigen Regenguss noch feuchten Naturstraße ein Vergnügen, außerdem bin ich mir nicht sicher, auf dem richtigen Weg zu sein.

In der Hoffnung, irgendwann einmal jemanden zu treffen, den man nach dem Weg fragen könnte, geht es noch einige Kilometer eben dahin, bis ich bei einer T-Kreuzung auf eine makellose neu asphaltierte Strasse treffe, die von Pyes Pa heraufführt. So hat man sich also entschlossen, diese Straße zur Hauptstraße auszubauen und zu asphaltieren! Daher für alle, die von Tauranga nach Roturua wollen und nicht mit dem MTB unterwegs sind: besser über Te Ranga/Pyes Pa fahren!

Ich bin von der Asphaltstraße so begeistert, dass ich beim Linksabbiegen gleich auf der falsche Fahrbahn weiterfahre - bis mich ein entgegenkommendes Auto anblinkt und ich daran erinnert werde, dass man in den ersten Tagen im Linksverkehr konzentriert sein soll...

Die Straße quert ausgedehnte Waldgebiete, steigt noch gemächlich auf 500 Meter an um dann zum Lake Roturua abzufallen. In Ngongotaha, 4 km vor Roturua, erwischt mich der nächste Regenguss, sodass ich gleich meine Mittagsrast einschiebe.

Vorbei an einem Berg mit Seilbahn (dort soll es auch Downhill-Pisten geben) fahre ich gleich ins Whakarewarewa Thermal Valley, wo die Geysire und heißen Quellen eine entsprechende touristische Infrastruktur hervorgerufen haben.

Die Geysire im "Whakarewarewa Thermal Reserve" konkurrieren mit dem "Maori Village of Whakarewarewa", beide werden von - angeblich rivalisierenden - Maori-Gruppen verwaltet.

Angesichts er im Westen drohenden Haufenwolken und des Problems, das vollbepackte Rad abstellen zu müssen, verzichte ich aber auf einen Besuch und beschließe, den starken Wind für raschen Vorwärtskommen zu nutzen.

Am Südostufer das Sees geht es flott dahin bis mich (glücklicherweise) direkt bei dem Geothermalfeld "Hells Gates" der nächste Schauer einholt, den ich in dem angeschlossenen kleinen Cafe aussitze. Dieses füllt sich binnen weniger Minuten mit schon völlig durchnässten Besuchern - aber nach 15 Minuten scheint schon wieder die Sonne.

Nachdem ich an dem Südufer dreier netter kleiner Seen abgeradelt habe, werde ich ein letztes Mal an diesem Tag von einem weiteren Regenguss in einem Waldgebiet während der langen Abfahrt zur Küste bei Whakatane eingeholt - Unterstell-möglichkeiten gibt es keine, so bin ich froh, dass dieser weniger intensiv als die vorigen Regenschauer ausfällt und auch gleich wieder vorbei ist.


Gleich bei der Ortseinfahrt in Whaketane fällt das gemütliche Karibu Backpackers auf. Die Zimmer sind schon besetzt, aber was ist eine NZ-Reise, ohne einmal in einem Dorm übernachtet zu haben?

Waschmaschine gibt es auch, also starke Argumente, gleich hier zu bleiben. Abendessen wird wie üblich um die Ecke bei einem Takeaway besorgt und dann verbringe ich noch einen netten Abend in Gesellschaft eines Psychiaters aus dem Mittelwesten der USA, der von seinen Ersparnissen eine ewig andauernde Weltreise finanziert.

Der Wind hat die Wäsche schnell getrocknet, sodass ich diese, ohne meine Mitschläfer geruchsmäßig zu belästigen, in den Schlafsaal nehmen kann. Das Rad muss aus Platzgründen (nur mit einem leichten Billig-Schloss, das schon vom Anschauen aufspringt, gesichert), hinter dem Dormitory stehen, die Sache geht aber gut.

WHAKETANE - WAIHAU BAY

Zum Aufwärmen gibt's gleich einmal nach der Ortseinfahrt eine kurze Steigung, dann geht's längere Zeit der hinter dem Ort Ohope ziemlich zerklüfteten Küste entlang.

Wäre die Austernfarm mit angeschlossenem Verkaufsstand geöffnet, hätte es eine Gourmet-Stärkung gegeben.

Schon nach 46 km ist Opotiki erreicht, der letzte größere Ort vor der East-Cape-Umrundung. Also noch einmal den Bauch vollgeschlagen - wer weiß, wann und in welcher Art es wieder Kaloriennachschub gibt. Während ich auf einer Bank in der Sonne sitze, erkundigen sich zwei Schulkinder nach meiner weiteren Strecke und auch ein fast zahnloser Alter, einen Fahrradreifen in der Hand, nützt die Gelegenheit, seine Lebensgeschichte zu erzählen (ich verstehe kein Wort, das Wiener Schulenglisch ist mit dem Kiwi-Dialekt nicht kompatibel).

Der Rückenwind bläst mich die Küste entlang, nur vereinzelt stehen ein paar Häuser, die Strände, an denen sich große Wellen brechen, sind voll mit angeschwemmten Treibholz und - wie gewohnt - menschenleer, das Wetter lädt aber auch nicht zum Baden ein. Immerhin regnet es rotz dunkler Wolken nicht. Bei einer kurzen Steigung am Ende einer Bucht bleibe ich kurz stehen, weil neben der Strasse ein interessanten "Wohnmobil" auf einem Rasenstück geparkt ist.

 
Zufällig kommt gerade der Besitzer mit einem alten BMW angefahren und lädt mich sogleich auf einen Kaffee ein. Der Typ sieht aus, wie wenn er gerade von Woodstock käme - lange Haare, Bart, Lederhut... Ich sitze in seiner selbstgebauten Hütte auf dem Fahrgestell eines während des 2. Weltkrieges in Indien gebauten Bedford-Lastwagens, höre Jefferson-Airplane und versuche mich (so gut das wegen dem Slang meines Gesprächspartners geht) zu unterhalten. Auf dem Grundstück wohnt in einem alten Bus noch eine andere Familie, drei weitere Bedford-Wracks, ein Hühner- und Schweinestall und Gemüsebeete ergeben so eine richtige Hippie-Idylle.

Bevor ich weiterfahren muss, bietet er mir noch an, die Güte der Blätter seiner selbstangebauten landwirtschaftlichen Produkte zu testen. Das muss ich aber im Hinblick auf die noch zu bewältigende Strecke und die Fahrsicherheit auf derselben ausschlagen...

Kurz vor Whitianga schwenkt die Straße in ein Flusstal. Bei der Überquerung des Flusses wartet ein Speedboot-Verleih auf Kundschaft, angesichts der Frequenz an potentiellen Kunden ein hoffnungsloses Unterfangen, habe ich doch schon seit 2 Stunden bestenfalls 10 Autos getroffen.

Die in meiner Karte eingezeichneten Orte bestehen manchmal tatsächlich nur aus drei Häusern, erst Te Kaha, nach 110 km erreicht, bietet wieder ein Lebensmittelgeschäft und ein einem Motel angeschlossenes Restaurant.
Nach der Kaffeepause lasse ich es nach weiteren knapp 40 km in der Waihau Bay gut sein, weil mir dort ein kleiner Laden und ein Hotel mit Restaurant neben dem Bootshafen ins Auge sticht - wer weiß, wann sich die nächste Übernachtungsmöglichkeit ergibt (mittlerweile habe ich schon dazugelernt).

Durch die enge Treppe wird das Rad auf mein Zimmer (immerhin mit Dusche und WC, keine Selbstverständlichkeit!) getragen - sowohl die Übernachtung als auch das sofort zu bestellende Abendessen muss sofort bezahlt werden - andere Sitten...

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nur selten nach einer Speisekarte - wie gewohnt - aussucht, oft gibt es nur zwei Gerichte zur Auswahl und die werden in der genau bestellten Anzahl zur ausgemachten Uhrzeit serviert, auch das Frühstück muss extra angemeldet (und bezahlt) werden.

Auch weil Samstagabend ist, geht es in der kleinen Bar rund um den Billardtisch hoch her - die Gäste sind - wohl auch wegen des permanenten Biergenusses - bester Laune, dazu irgendwelche US-Country-Schnulzen, ergibt eine beachtliche Geräuschkulisse. Egal, mein gutes Steak passt da irgendwie dazu.


WAIHAU BAY - TOKUMARU BAY

Das aufgebaute bescheidene Frühstücksbuffet eröffnet mir die Gelegenheit, mal wieder so etwas wie Müsli zu essen. Cornflakes und Haferflocken werden etwas in Milch eingeweicht und dann mit Kompott verzehrt - als Ergänzung gibt es noch warmen Toast mit Käse und Schinken.

So gestärkt werden noch die restlichen Buchten des nordöstlichen Zipfels der Nordinsel abgefahren, bis die Strasse bei Whangaparaoa von der Küste abzweigt und diese (mit vielen ups und downs dazwischen) erst bei der Hicks Bay wieder erreicht, dort jedoch gleich wieder kräftig ansteigt. Immerhin gibt es so tolle Ausblicke auf den Strand. Die nächste Bucht, nach kurzer Abfahrt auf holpriger Strasse erreicht, ist noch größer und an deren südlichem Ende befindet sich der etwas ausgestorben wirkende Ort Te Aaroa Immerhin gibt es ein Takeaway und damit schon nach 55 km Mittagspause.

 

Das Wetter hat sich gegenüber den letzten Tagen gebessert und ich spüre sofort wieder die starke Sonneneinstrahlung auf der Haut, sodass ich wieder eine Schicht 45er Sonnencreme auftragen muss.
Obwohl die Küste jetzt lange Zeit nicht zu sehen ist, bietet die Fahrt ausreichend landschaftliche Reize. Auf der de facto verkehrsfreier Strasse geht es durch fast menschenleeres Weideland manchmal sogar einige Kilometer eben dahin - von den erklommenen Hügeln bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf das bergige und unbesiedelte Innere der Halbinsel.

Tikitiki, obwohl auf der Karte fettgedruckt und so z.B. dem wesentlich größeren Mt. Maunganui oder Opotiki gleichgestellt, besteht eigentlich nur aus einer markanten 180 Grad-Rechtskurve um eine Kirche und ein paar verfallenden Häusern. Auf den weiteren Kilometern Richtung Süden habe ich schon mit Trinkwassermangel zu kämpfen - die wenigen Häuser am Straßenrand sind entweder in verschiedenen Stadien des Verfalls oder am Sonntagnachmittag unbewohnt. Erst bei einer Maori-Familie, die sich im überfüllten Wohnzimmer dem Fernsehgenuss hingibt, kann ich die Trinkflaschen auffüllen.

In Te Pula Springs findet sich plötzlich wieder eine kleine Tankstelle mit angeschlossenem Dairy, sodass ich mich mit Wasser und Nuss-Riegeln versorgen kann. Die Maoris in ihrem Auto können es gar nicht fassen, dass ich heute schon 125 km geradelt bin und wünschen mir weiterhin gute Fahrt.

Diese ist dann nur mehr relativ kurz, weil ich in der wunderschönen Tokomaru Bay übernachten möchte, auch weil das "House of the Rising Sun" so einladend wirkt. Das Backpacker wird derzeit von einer Japanerin (deren Akzent erleichtert nicht gerade die Verständigung) geführt, ist allerdings (wie so vieles in NZ) derzeit "for sale"...

Mein Zimmer hat einen offenen Kamin (den ich angesichts der Außentemperaturen nicht benötige, wichtiger sind da schon die Insektennetze vor den Fenstern) und darüber ein großes Bild der Rolling Stones, ca. aus den 70er Jahren - die restliche Einrichtung scheint noch älter zu sein.

Beim Einkaufen treffe ich ein Paar aus Kanada, ebenfalls mit dem Reiserennrad unterwegs, sie nächtigen allerdings auf dem Campingplatz. Der wolkenlose Abendhimmel verheißt für den nächsten Tag gutes Wetter und so schlafe ich - mit Blick auf die Rolling Stones - sorgenfrei ein.

TOKUMARU BAY - GISBORNE

Obwohl ich wegen der kurzen Etappe bis Gisborne bummeln kann, habe ich schon nach 30 km die KollegInnen aus Kanada, die schwerer bepackt sind und überhaupt etwas gemächlicher fahren, eingeholt - bis zum nächsten Anstieg ist noch Gelegenheit, Raderfahrungen auszutauschen. Auch wenn die beiden am Rad langsamer sind, waren sie doch gestern längere Zeit im Meer schwimmen (und fanden die Wassertemperatur auch noch recht angenehm) - meine Anerkennung nach meinem Badeerlebnis ist ihnen gewiss.

Die Ortschaft Tolaga Bay wäre weiter nicht erwähnenswert, gäbe es dort nicht guten Kaffee und einen 500 Meter ins Meer ragenden Betonkai (aus besseren Zeiten, wo der Ort noch wirtschaftliche Bedeutung hatte), der Anblick lohnt den kurzen Umweg am südlichen Ende der Bucht.

15 km vor Gisborne führt die Strasse wieder direkt der Küste entlang - links das Meer (mit schönen, wie immer menschenleeren Stränden), rechts die üblichen grünen Hügel mit Schafen drauf. Ein letzter kurzer Anstieg und schon ist Gisborne erreicht, wo ich das Haus einer dort lebenden Bekannten rasch ausfindig mache und ich mein Rad, meine Wäsche und mich in Ruhe waschen und pflegen kann.

Nach einem Ruhetag lädt das schöne Wetter doch gleich wieder zum Fahren ein, diesmal will ich die Umgebung mit dem MTB erkunden, dazu folgende Story:

Ich zuerst zur Touristeninfo (die gibt es fast überall und sind auch freundlich-bemüht) von wegen Bike-Möglichkeiten und Verleih von Bikes. Ich bekomme zwei fotokopierte Zettel, in Gebiet "Langford Fallon Reserve" ist das Biken gratis, im anderen (fast danebenliegenden) Revier kostet es 7 Dollar/Tag (knappe 4 Euro - hoffentlich liest das niemand von den Bundesforsten, sonst kommen sie noch auf blöde Gedanken...). Wegen dem Ausborgen werde ich auf die zwei in Gisborne befindlichen Bikeshops verwiesen.

Im 1. Bikeshop gibt es keinen Verleih, im 2. (steht groß "Specialized" drauf, hab mich schon auf eine Runde mit den neuestem Epic-Modell - zu früh - gefreut) gibt es zwar Bikes zum Ausborgen, aber nicht für "off-road-use", was auch verständlich ist, weil die Verleihbikes solche bei uns um 199 Euro in Baumärkten erhältliche Geräte sind...


Also kein Verleihbike, sondern das alte MTB vom Sohn des Lebensgefährten meiner Freundin schnell umadaptiert (Sattel gerade gestellt, meine SPD-Pedale montiert, Bremse und Schaltung neu eingestellt). Das MTB ist ca. BJ 1990, gemuffter Stahlrahmen, vorne und hinten Shimano-U-Brakes, Lowrider und Gepäckträger, Deore II-Ausstattung mit Biopace-Kettenblättern und Daumenschaltern.

Also auf gehts, zur Touristeninfo um die 7 Dollar zu bezahlen. Es folgen mehrere Telefonate (offenbar mit dem Grundeigentümern), bis mir freundlich erklärt wird, dass Biken heute nicht möglich ist, wegen "sheep-movement". Also zum anderen Revier - schnell ist der am Stadtrand liegende "Langford Fallon Reserve" gefunden - das Bike muss über ein Gatter gehoben werden und dann weisen fix montierte orange Plastikdreiecke auf die zu fahrende Strecke. Die Steigung ist mit dem Ding gerade noch zu schaffen, nach ca. 150 Hohenmetern gibt es einen netten Ausblick auf die Stadt und das Meer und dann geht es auch schon wieder bergab, wobei diesen komischen U-Brakes überhaupt nicht bremsen. Nach ca. 15 Minuten bin ich wieder am Ausgangspunkt.

Man kann dann noch eine andere Strecke rauf- und runterfahren, mit so künstlich gebauten Anlegern, ganz nett, aber nach einer Stunde ist das ca. 1 km im Quadrat große Gebiet restlos ausgereizt. Nicht weit von dort beginnt bei einer Farm ein (lt. Tafel) 5,5 km langer Wanderweg, auf dem Hunde und Bikes verboten sind. Hätte mich nicht weiter gestört, aber der Zugang zu dem Weg ist nur durch so eine Art Schleuse möglich, durch die ich das Bike nie durchbekommen hätte.

Nach diesem nicht gerade umwerfend tollen Offroad-Erlebnis fahre ich am übernächsten Tag eine längere Runde mit dem Rennrad (einmal ohne Gepäck, ein ganz neues Fahrgefühl) auf einer verkehrsfreien Nebenstrasse Richtung Rere (kennt zu Recht kein Mensch) in der ausgedehnten Hügellandschaft südwestlich der Küstenebene von Gisborne. Es geht munter die grünen Hügel rauf und runter und so ganz hab ich mich noch nicht damit abgefunden, dass in der prinzipiell geeigneten Landschaft nicht auch MTB-Touren möglich sein sollen, aber alle Abzweigungen sind durch Gatter versperrt - also offenbar Privatbesitz, manchmal steht sogar ein Schild daneben "not trespassing".


Irgendwann geht dann die Asphaltstraße in eine "gravel-road" über und damit hab ich auch mein off-road-Erlebnis (mit dem Rennrad allerdings weniger vergnüglich, einen Schlauch habe ich auch recht bald zu flicken). Die auf meiner Karte eingezeichneten zwei Ortschaften sind für mich nicht wahrnehmbar (von einem Geschäft oder so ganz zu schweigen), erst nach Erreichen einer etwas größeren Straße treffe ich auf die übliche Kombination: Schule/Tankstelle mit angeschlossenem Dairy. Rasant geht es wieder zur Küste hinab und kurz vor dem Ortsanfang von Gisborne treffe ich noch auf das "East Coast Museum of Technology".

Der etwas hochtrabende Name korrespondiert nicht ganz mit dem Zustand der Exponate - rostige Bahnwaggons, altes Kriegsgerät, alle erdenklichen Fahrzeuge (auch Räder und Bestandteile) - manches davon würde sich auch auf einem Schrottplatz gut machen, trotzdem irgendwie sehenswert.


Da der Wetterbericht für die kommenden Tage das Eintreffen einer massiven Schlechtwetterfront ankündigt (die sich dann letztendlich nur mit einem halben Tag Dauerregen bemerkbar macht), verzögert sich die Weiterreise und ich muss im Hinblick auf die schon drohende Zeitknappheit Prioritäten setzen. Da die Gegend südlich von Napier mit Ausnahme von Wellington und Umgebung nicht zu den absoluten landschaftlichen Highlights der Nordinsel gehört, beschließe ich, quer durch die Insel (auf ausgesucht schönen Strecken) nach New Plymouth an die Westküste zu fahren und von dort nach Auckland zurückzufliegen (so erspare ich mir die ebenfalls landschaftlich nicht so attraktive Anreise in den Großraum Auckland von Süden her). Ein günstiger Flug ist schnell gebucht, Radmitnahme kein Problem - bleibt nur zu hoffen, dass mir die üblicherweise von Westen wehenden Winde den Zeitplan nicht durcheinander bringen, da die verbleibenden Tagesetappen doch recht weit sind.

GISBORNE - LAKE WAIKAREMOANA


Für die Fahrt Richtung Wairoa wähle ich (auch beeinflusst von einem Tip im Forum der Bikefreaks) nicht die Hauptstraße Nr. 2 sondern die durch die Hügel verlaufende, kilometermäßig gleich lange Nebenstraße über Tiniroto. Auf anfangs schon bekannter Strecke geht es zuerst 20 km flach durch die Bucht von Gisborne, bis die Hügelkette, die mir noch vor ein paar Tagen eine rasante Abfahrt beschert hat, erklommen werden muss. Im Dairy in Waerengaokuri werden die Wasserflaschen aufgefüllt, denn bis Tiniroto ist mit keinen weiteren menschlichen Ansiedlungen zu rechnen.





Ein wunderschöner Tag und eine wunderschöne Strecke auf gewohnt verkehrsarmer bis -freier Strasse, die sich im ewigen Auf und Ab durch die unzähligen Hügel mäandert führt mich bis Tiniroto (mit dem einzigen Gastgewerbebetrieb auf dieser Strecke, wo ich auch gleich Mittagsrast mache) zusätzlich sorgen weite Ausblicke auf die Berge im Inneren der Insel für eine angenehme Fahrt.

Nach Marumaru (der Ort fällt eigentlich nur durch ein Schulgebäude auf) steigt die Strasse vorläufig zum letzten Mal an, um dann entlang eines Flusstales nach 96 km Frasertown zu erreichen. Der Namensbestandteil "town" ist absolut unverdient, aber es gibt ein Lebensmittelgeschäft und ich begehe ein letztes Mal den Fehler, meine noch halbvollen Flaschen in der Erwartung weiterer Gelegenheiten in auf meiner Karte verzeichneten Ortschaften nicht nachzufüllen.

Die weiteren Ortschaften sind entweder gar nicht wahrnehmbar oder bestehen nur aus ein paar auf den umliegenden Hügeln verstreuten, zum Teil schon verlassenen Farmen, sodass ich mir mit bald leeren Flaschen eingestehen muss, mich wieder einmal verspekuliert zu haben. Zudem geht die Straße zu meiner Überraschung (und entgegen der Eintragung in der Karte) auch noch bald größtenteils unasphaltiert weiter und steigt zuerst langsam, dann immer stärker an.

Ein etwas unterhalb der Strasse liegendes Schulgebäude löst einmal das Durstproblem - als ich wieder auf die Hauptstrasse einbiegen möchte, fragt mich ein zufällig vorbeifahrender Polizist in einem Pickup, ob er mich mitnehmen soll. Das verbietet zwar meine Radler-Ehre, sein Ansinnen ist aber trotzdem nett (und in Europa wohl nicht denkbar...).

Schon 3 km später ist der "Big Bush Holiday Park" erreicht, wo ich (entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten) bereits telefonisch ein Zimmer reserviert habe. Wäre nicht nötig gewesen, denn ich war zusammen mit einer deutschen Trekkerin der einzige Gast, aber der Betrieb hat eine gewisse Monopolstellung, auch wenn der See Waikaremoana noch nicht zu erblicken ist.

Abendessen und Frühstück muss bestellt werden, Abendessen (die Auswahl beschränkt sich auf das übliche Steak) klappt, sogar Bier darf ausgeschenkt werden. Beim Rückweg in der völligen Dunkelheit zu dem Gebäude, in dem sich die (übrigens sehr netten und billigen) Zimmer befinden, muss man höllisch aufpassen, nicht in eine der zahlreichen Kuhfladen zu latschen, weil das ganze Gelände (wie der Name sagt, könnte man auch campen) so eine Art Freigehege für Kühe ist.

LAKE WAIKAREMOANA - GOLDEN SPRINGS


Der beginnt einmal mit einer Enttäuschung, weil das um 8 Uhr bestellte Frühstück nicht stattfindet - ich rüttle an verschlossenen Türen. Rettung findet sich in Gestalt der Trekkerin, die verständnisvoll ihr Müsli mit mir teilt.

Bis der Lake Waikaremoana in Sichtweite kommt, sind noch 100 Höhenmeter zurückzulegen. Dann führt die Schotterstrasse fast direkt am Ufer entlang, immer wieder sind kleine Steigungen zu überwinden, schöne Ausblicke auf den wirklich toll gelegenen See bieten sich nach fast jeder Kurve.

Rückblickend betrachtet wäre das am Nordostzipfel des Sees gelegene "Waikaremoana Motor Camp" die landschaftlich schöner gelegene Unterkunft gewesen, aber ich konnte von Gisborne aus nicht in Erfahrung bringen, ob es dort auch etwas zu Essen gibt...

Kurz nach dem Camp taucht noch ein "Visitor Center" auf, das für die rund um den See angelegten Wanderpfade Informationsmaterial bereithält und dann wird die Zivilisation endgültig verlassen.

(Das Bild rechts zeigt die empfohlene Reifenbreite für die kommenden Kilometer!)


Die Strasse - mittlerweile kaum breiter als eine Fortstrasse in den Alpen, was aber egal ist, da außer mir sowieso niemand fährt - führt in unzähligen Kurven um die vielen Buchten des Sees, der vollständig von dichten Wäldern umgeben ist, hie und da kreuzen noch beschilderte Wanderpfade die Strasse.


Nach dem Erreichen des nordöstlichen Zipfel des Sees steigt die Strasse kontinuierlich entlang eines Flusses an - sonst gibt es nur rechts und links undurchdringliches Dickicht. Ein paar Straßenarbeiter, die die gravel-road ausbessern, erinnern daran, dass man nicht vollständig allein auf dieser Welt ist...


Der Gebirgszug wird auf einem 900 Meter hohen Pass überquert - die folgende Abfahrt muss auf der Schotterstraße sehr behutsam gefahren werden. In weiten Kurven geht es zuerst zu den paar Häusern von Te Waiiti, bis ein paar Kilometer weiter in Ruatahuna eine Tankstelle mit angeschlossenem Lebensmittelgeschäft zur Mittagsrast einlädt.



Die Auswahl ist zwar beschränkt (einsame Fischdosen stehen neben Gummistiefeln und Spülmitteln, das Warenangebot im Laden wirkt wie im Ostblock der 70er Jahre), aber es gibt einen Imbiss und kalte Getränke - was will man in dieser verlassenen Gegend mehr?




Ein kurzes Stück kann man sogar auf Asphalt fahren, dann ist man wieder mit der Schotterstraße und dem Wald alleine. Stimmt nicht ganz, weil sich seit der Ortschaft das Verkehrsaufkommen auf der Straße verdoppelt hat - auf den nächsten 30 km kommen mir statt 2 schon 4 Autos entgegen. Das hinter einer Haarnadelkurve ein paar Pferde auf der Fahrbahn stehen, ist auch nicht weiter verwunderlich. Noch ein weiterer, 740 Meter hoher Pass ist zu überwinden, bis man in Te Whaiti endlich wieder den Asphalt erreicht - insgesamt sind damit 110 km gravel-road bewältigt.

Diese Strecke sollte man wirklich nur bei guten Wetterbedingungen und mit ausreichend Zeitreserven zurücklegen, bei einer ev. nicht selbst behebbaren Panne müsste man sich auf stundenlange Wartezeiten bis zum Eintreffen eines anderen Verkehrsteilnehmers gefasst machen.

Murupara ist recht flott erreicht - hier kann wieder einmal Wasser und ein paar Nussriegel nachgefasst werden. Da der natürliche Windschutz des Gebirges wegfällt und die Straße Nr. 38 lt. meiner Karte vollkommen unbesiedeltes Gebiet quert, sehe ich den nächsten Kilometern mit gemischten Gefühlen entgegen.

Tatsächlich führt die (sehr breite, mit gut radelbarem Randstreifen ausgestattete) Strasse leicht ansteigend und schnurgerade durch endlose Nadelwälder, die zufriedenstellenden Windschutz bieten.

In den riesigen Aufforstungsgebieten wird intensiv Holzwirtschaft betrieben, zumindest treten die bisher nur vereinzelt vorkommenden und in Radfahrkreisen berüchtigten Holztransporter jetzt gehäuft auf - dank dem Randstreifen aber kein Problem. Nach endlos anmutenden 35 Kilometern ohne jede Abwechslung erreiche ich endlich die Kreuzung mit der Straße Nr. 5, biege Richtung Süden ab und kann so den Nordwestwind nützen.
Dieser bringt aber leider auch Schauerwolken - noch hoffe ich, ihnen auf der abfallenden Straße, auf der ich ein ordentliches Tempo fahren kann, zu entkommen und heute noch Taupo erreichen zu können.

Genau bei dem Camping-Platz "Golden Springs", direkt neben der Strasse gelegen, beginnt es heftig zu regnen und damit ist meine Tagesetappe beendet. Auf das Dach der billigen, aber auch kleinen und armselig ausgestattete Miethütte prasselt heftiger Regen, sodass ich wenig Lust verspüre, die paar Schritte zu dem Becken mit dem heißen Wasser zurückzulegen.

Das Restaurant des Campingplatzes hat nicht geöffnet, so gibt es ein (entgegen meinen ursprünglichen Absichten, denn ich wollte mich für die vielen Höhenmeter heute belohnen) karges Abendessen mit den bekannten gefüllten Teigtaschen vom Dairy neben dem Platz.

Hätte trotzdem weitaus schlimmer kommen können - dieser Regen auf der Schotterstraße in den Bergen...

GOLDEN SPRINGS - TAUMARUNUI

Es regnet die ganze Nacht durch, aber pünktlich mit dem Morgengrauen kommt wieder die Sonne hervor.

Als ich die restlichen Kilometer nach Taupo zurücklege, ist die Strasse wieder vollständig aufgetrocknet.


Der erste Umweg zu den "Aratiatia Rapids" ist noch nicht wirklich lohnend, da sich das Wasser, das die Stromschnellen durchfließen soll, in einem angrenzenden Staubecken befindet (und nur 3-4 x täglich zwecks Touristenbelustigung abgelassen wird) und es früh am Morgen noch nichts zu sehen gibt, der zweite Umweg zu den "Huka Falls" ist allerdings ein absolutes "Must" - ist wirklich nett anzusehen, wie sich das Wasser durch den engen Felskanal zwängt.

Vor der Ortseinfahrt von Taupo fällt noch das große Geothermal-Kraftwerk und die beträchtliche Anzahl an Rennradfahrern auf - hängt mit der am kommenden Wochenende hier stattfindenden Meisterschaft im Ultra-Triathlon zusammen. Entlang der Promenade in der Tapuaeharuru Bay wimmelt es von Läufern und Radfahrern, einige Verwegene steigen auch (im Neoprenanzug) ins Wasser. Die Stadt selbst bietet nach langer Zeit wieder einmal so Annehmlichkeiten wie nette Cafes und Restaurants und eine große Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten.

Leider befinde ich mich jetzt für die nächsten 50 Kilometer auf der Nationalstraße Nr. 1, der Nord-Süd-Achse der Nordinsel mit entsprechendem Verkehrsaufkommen.

Wo es das Gelände zulässt, kann man aber wieder auf dem Seitenstreifen radeln, nur der Abschnitt Hatepe-Oruatua ist wegen der schmalen Straße unangenehm zu fahren (aber landschaftlich sehr schön!).

In Turangi nach 91 Kilometern wird einmal ausgiebig Rast gemacht - dabei fällt mein Blick zufällig auf den Hinterradreifen - dieser ist fast komplett bis auf das Gewebe abgefahren (obwohl ich vor der Abreise einen neuen Reifen aufgezogen habe!). Blöd, dass mir das in Taupo noch nicht aufgefallen ist, in Turangi gibt es zwar Angelzubehör (die Gegend ist für das Forellenfischen berühmt), aber kein Radgeschäft.


In der Hoffnung, dass der Reifen hält, radle ich wieder weiter - diesmal ein Stück nach Norden. Die Straße verlässt bald das Seeufer und steigt (mit den schon gewohnt schönen Ausblicken auf den See und die Berge des südlich gelegenen Nationalparks) an. Allerdings steigt sie weiterhin (wenn auch moderat) an - der Höhenmesser am Computer zeigt 500 Meter, 600 Meter, 700 Meter - wie hoch geht denn das noch? Meiner Karte ist der Umstand, dass ein ernsthafter Gebirgszug überquert werden muss, wieder einmal nur mit viel Phantasie zu entnehmen. Bei 830 Höhenmetern ist eine Passhöhe erreicht, bei der Abfahrt gibt es tolle Blicke auf den heute wolkenfreien Mt. Ruapehu - sogar ein paar Schneeflecken sind zu erkennen. Mehrere Kilometer führt die Straße fast direkt auf dem Kamm eines Höhenrückens und bietet daher Ausblicke nach Osten und Westen - bedingt durch die klare Luft kann man weit in das Hügel- und Bergland sehen.

Der Reifen hält bis Taumarunui, wo es auf der Hauptstraße einen Bikeshop (sogar mit gewisser Auswahl) gibt, da der Chef nicht da ist, werde ich gleich in der Früh (die Neuseeländer sind Frühaufsteher und -öffner, dafür ist meistens schon um 17 Uhr tote Hose) das mit dem Reifen erledigen. Ein preiswertes Motel ist rasch gefunden, das Frühstück wird (abgepackt) schon am Abend serviert (Wasserkocher, Kaffee und Tee gibt es immer am Zimmer, Kühlschrank meistens auch) und was gibt es zum Abendessen? Erraten - Fish and Chips vom nahen Takeaway (die Cafes auf der Hauptstraße schließen spätestens um 18 Uhr).

TAUMARUNUI - STRATFORT


Der Chef lässt es sich nicht nehmen, mir den erworbenen Vorderreifen persönlich (und kostenfrei) zu montieren und wünscht mir noch eine gute Reise. Heute soll es über den "Stratford Heritage Trail" an die Westküste zum Mt. Taranaki gehen.

Gleich an der Ortsausfahrt begrüßen mich 2 Schilder: das erste teilt mit, dass hier der "Forgotten World Highway" beginnt, das zweite, dass die Straße Nr. 43 (also meine Route) gesperrt sei. Zufällig kommt ein Rennradler entgegen, aber er weiß über den Straßenzustand auch nicht so wirklich Bescheid. Ausweichroute gibt es nach meiner Karte nur eine über Ohura und die wirkt nicht wirklich einladend - also weiterfahren und einmal schauen, was kommt.
Nach 10 Kilometern kommt zu meiner Überraschung zuerst einmal ein Cafe in einem Farmhaus mitten in der Einöde (leider wissen sie da auch nichts genaues über den Straßenzustand) und dann lange Kilometer gar nichts, bis auf sehr viele Hügel - ich sammle wieder einmal kräftig Höhenmeter.

Irgendwo stehen vor einem Lagerhaus ein paar Farmer, die meinen, dass die Straße nur auf einem kurzen Stück im Tangarakau Scenic Reservat, bedingt durch die Schäden während der Unwetter vor zwei Wochen, unterbrochen sei - mit den Fahrrad kommt man aber problemlos durch.
So ermuntert bleibe ich auf dem "Forgotten World Highway", der seinen Namen vollkommen zu Recht trägt. Nach einem kräftigen Anstieg fällt die Straße in ein Flusstal ab und hier endet auch der Asphalt. Die gravel-road wird immer schlechter (die Unwetter müssen hier ziemlich gewütet haben), die Landschaft dafür immer interessanter. Statt der Grashügel mit Schafen drauf umgibt mich plötzlich üppigste, fast urwaldwartige Vegetation. Bald ist auch die Baustelle erreicht, wegen der die Straße für KFZ unpassierbar ist - ich muss mein Rad nur kurz um einen Bagger herumtragen, dann geht es schon weiter.


Nach einer kleinen einspurigen Brücke weist ein Schild auf des Grab des Landvermessers Joshua Morgan, 60 Meter im Wald gelegen, hin. In dieser Gegend kann ich es locker riskieren, mein Rad kurz unbeaufsichtigt stehen zu lassen, und die paar Meter zu dem mitten im dichten Wald gelegenen Grab zu gehen.

Die Schotterstraße durch die Kalksteinschlucht muss ich mir nur mit einem LKW teilen, der Material zur Baustelle bringt - da er aber sehr rücksichtsvoll fährt, ist die Staubwolke erträglich.

Sehr viele Kurven später führt die - jetzt wieder asphaltierte - Strasse aus dem Tal heraus auf einen Höhenzug, der dann vom "Moki-Tunnel" (unangenehm zu fahren, da klarerweise unbeleuchtet!) durchschnitten wird. Entlang einer alten Bahnstrecke geht es mehrere Kilometer flach dahin (für neuseeländische Begriffe), bis die nächste Hügelkette erklommen werden muss. Das wunderschöne Wetter bietet einen prachtvollen Ausblick über die unzähligen grünen Hügel hinweg bis zum Mt. Taurangi.

Am höchsten Punkt befindet sich zu meiner Überraschung ein Gastgewerbebetrieb (zwar - wie sollte es anders sein - "for sale") und so kann ich bei fish & chips (mehr gibt die Küche nicht her, aber schon das übertrifft alle meine Erwartungen) die Umgebung genießen. Gestärkt und mit vollen Trinkflaschen muss ich in Whangamomona, der einzig ernstzunehmenden Ortschaft auf der Strecke, bietet sie doch ein kleines Hotel und ein Kaffeehaus, nicht anhalten.



Ein paar Tritte später bin ich mit den Hügeln wieder alleine und muss mich auf den vorgegebenen Rhythmus einstellen: 2-300 Höhenmeter rauf, dann runter, ein paar Kilometer flach dahin und dann das gleiche wieder... Trotzdem sind die knapp 150 Kilometer (1700 Höhenmeter sind auch dabei) bis Stratford wohl eine der interessantesten Radstrecken, die ich jemals gefahren bin!

Der Mt. Taranaki, schon seit vielen Kilometern zu sehen (was angeblich nicht immer der Fall sein soll, da sich der Gipfel meistens unter einer dicken Wolkendecke verbirgt) rückt immer näher und kurz vor Stratford erläutert eine große Tafel noch einmal alle Sehenswürdigkeiten und den Verlauf des "Stratford Heritage Trails".

Da das Hotel an der Hauptstraße nicht besonders einladend wirkt, beziehe ich im etwas abseits gelegenen "Top 10 Holiday Park" eine Miethütte und stärke mich in einem "All-you-can-eat-Buffet" in einem China-Restaurant.

STRATFORT - NEW PLYMOUTH (Flughafen)


Nach einer kalten Nacht (mein dünner Schlafsack ist dem beginnenden neuseeländischen Frühherbst offenbar nicht mehr gewachsen) begrüßt mich wieder ein wunderschöner Tag - die heutige Etappe ist, verglichen mit den in den letzten Tagen zurückgelegten Strecken, ein gemütliches Ausradeln, obwohl auf der Straße Nr. 3 Richtung Norden starker Verkehr herrscht.

Der Seitenstreifen muss aber nur vor Brücken und Kreuzungen verlassen werden - so kann ich immer wieder einen Blick auf den von der Vormittagssonne angestrahlten Mt. Taranaki werfen.

In Inglewood, 25 km nach Stratford, bin ich den Schwerverkehr losgeworden und kann ohne Hektik nach New Plymouth hinabrollen und habe somit die Tasmanische See und die Westküste erreicht.

Die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, die vom neuseeländischen Künstler Len Lye konzipierte "Wind Wand" - ein 45 hohes Karbonfaserrohr mit einer Kugel obendrauf, dass sich im Wind wiegen soll - kommt mangels Wind nicht wirklich zur Geltung. Auf der Uferpromenade kann man direkt am Meer entlang gut radeln.

Meine Hoffnung, auf ein Cafe oder auf sonst irgendeinen Gastgewerbebetrieb zu treffen, in dem ich mit Meeresblick Essen kann, erfüllt sich leider nicht (vielleicht sollte die hiesige Gastro-Szene mal Nachhilfe in Italien oder Frankreich nehmen...).

Nach ein paar Umwegen durch die üblichen Vorstadtviertel erreiche ich ein Einkaufszentrum - im dortigen Cafe lässt es sich lecker speisen, auch wenn ich lieber auf die Tasmanische See als auf den Parkplatz geschaut hätte...

Die restlichen paar Kilometer bis zum Flughafen sind schnell abgeradelt. Die Mitnahme des Fahrrades gestaltet sich unproblematisch, ich muss nur die Pedale abschrauben (keine Ahnung, warum das immer verlangt wird, mein Lenker ist ja viel breiter und der muss bei diesem Flug nicht quergestellt werden) und die Kette mit Nylon (wird mir zur Verfügung gestellt) abdecken. Das Bodenpersonal des Flughafens besteht aus einer einzigen Person, die für das Reisegepäck, fürs Auftanken und auch für den Check und die Einweisung der Flugzeuge zuständig ist - vertrauensvoll lege ich das Schicksal meines nicht wirklich verpackten Rades in seine Hände.

Nach 50 Minuten ist der Inlandsflughafen von Auckland erreicht (die Alternative wäre eine 6-7stündige Busfahrt gewesen, stand für mich nicht wirklich zur Diskussion) - das Rad wird unbeschädigt ausgefolgt, nur ein Stift meines Helmvisiers ist abgebrochen (war doch keine gute Idee, den Helm auf den Sattel zwecks dessen Schonung zu binden).

In der "Skyway Lodge" ist ein ganzer Lagerraum für die Schachteln der Radreisenden reserviert, es dauert einige Zeit, bis ich meinen Transportkarton finde. Das Rad ist schnell flugfertig verpackt und dann verbringe ich noch einen netten Abend mit zwei deutschen Radlern, mit einem hatte ich schon über das "bikefreaks-forum" Kontakt. Leider wurde er - während ich 200 km weiter westlich bei strahlend schönem Wetter die Insel durchquert habe - auf der Ostküste von Dauerregen gepeinigt, sodass er entgegen seinen ursprünglichen Absichten den Neuseeland-Urlaub abgebrochen hat und nach Australien flüchten will. Also habe ich wettermäßig großes Glück gehabt.