Jonathan Postel
"Gott des Internet" wurde er gern genannt, nicht nur seiner wehenden Haarpracht wegen. Postel war einer der Computernarren, die in den sechziger Jahren anfingen, ein weltweites Datennetz zu knüpfen. Und wenn es heute, mit Abermillionen angeschlossenen Rechnern, noch immer funktioniert, ist das zu einem guten Teil Jonathan Postel zu danken.
Der zurückhaltende Mann, der am liebsten in Sandalen herumschlappte, war Herr über das ausgeklügelte Adreßsystem des Internet. Er vergab und verwaltete die Internet-Adressen. Und er tat das so effizient, daß dem Netz, selbst als es immer schneller wuchs, das drohende Chaos erspart blieb. Weil soviel von ihm abhing, galt er als einer der mächtigsten Männer der Netzwelt, aber auch als einer, dem man vertrauen konnte. Jonathan Postel starb am 2001 in Santa Monica, Kalifornien, an den Folgen einer Herzoperation.
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