wehrturm


… ist quadratisch (5,6 m x 5,6m) und ist aus
Bruchstein erbaut. Er weist eine wenig sorgsam gearbeitete Eckarmierung und Mauerstärken von 0,95 m bis 1,15 m auf.
Das gewölbte Erdgeschoss war ursprünglich ohne seitlichen Zugang. Im Obergeschoss befinden sich die Eingangsöffnung und Schießscharten.
Es ist anzunehmen, dass der
Turm einst überdacht war.
Vor einigen Jahrzehnten wurde in den Turm, oberhalb des hochgelegten Einganges ein
Dach eingezogen, das die Niederschläge ableitet.

Heute ist das Bauwerk wieder in gutem Zustand. Dank einer unumgänglichen Renovierung im Jahr 1997. Die Kosten trugen jeweils zu gleichen Teilen das Bundesdenkmalamt, das Land Niederösterreich,
die Gemeinde Hundsheim und die Besitzer, die Familie Kammlander.

In Hundsheim gab es fünf Wehrtürme. Heute bestehen nur noch zwei, dieser (im Haus Nr. 57) und einer im Meierhof. Die restlichen wurden abgetragen, da sie nicht mehr gebraucht wurden. Beide noch erhaltenen Türme stehen unter Denkmalschutz. Die Türme sind nicht, wie fälschlicherweise oft gemeint wird, in der Römerzeit entstanden, sondern sind gotischen Ursprungs. Die Entstehung fällt also in die Zeit 1250 bis 1500.

Diese turmartigen Bauten waren in den Bauernhöfen nahe der Haustüre gelegen. Sie waren mit Schießscharten versehen und hatten einen hochgelegten Eingang, der nur über eine Leiter zugänglich war. Im Falle einer Gefahr wurde die Leiter von den Geflüchteten in den Turm gezogen. Die Türme dienten als Zufluchtsort bei räuberischen Angriffen. Sie konnten leicht verteidigt werden und gewährten gleichzeitig einen guten Ausblick.


Quelle: Hundsheim - Einst und Jetzt

 

www.kammlander.at