FC SCHWARZ - WEISS - AUGUSTIN
COACHING
ZONE 39 - Launenhaft
Nach dem sympathischen, auch aus sportlicher Sicht erfreulichen Auftritt
der Augustin-Fußballer auf dem Sportklubplatz (ausführlicher Bericht
in der vorigen Ausgabe) wurde unsere Mannschaft vom Präsidenten des Gehörlosen-Sportverbands,
Herbert Grill, zu einem Trainingslager eingeladen. Danke im Nachhinein bzw.
im Voraus: Die Zeitungsverkäufer freuen sich schon sehr auf einen gemeinsamen
Ausflug.
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Anfang Mai gewann Schwarz-Augustin ein Turnier des Anton-Proksch-Instituts.
Weil unsere Spieler als verschworene Einheit auftraten. Ende Mai gefielen
sie sich wiederum bei einem Turnier des Karwan-Hauses mehr in der Rolle des
zerstrittenen Haufens. Ergebnis am Ende des Tages: Fünfter von acht Mannschaften.
Das Bild am Ende des Monats: Der Augustin, ein launenhaftes Wesen. Die Lehre
daraus: Die Werkself wird in Hinkunft nicht mehr coachlos durch die Gegend
laufen.
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Nächster Auftritt der Launenhaften: Am Samstag, dem 25. Juni (ab 10 Uhr),
im Franz-Horr-Stadion in Wien-Favoriten. Bei einem Turnier des Vereins „Fair
und sensibel – Polizei und AfrikanerInnen“ in Kooperation mit
der Wiener Austria. Mögliche Gegenspieler: Die Europacup-Starter Rabiu
Afolabi und Tosin Dosumnu, der FC Sans Papiers und ein bis zwei Kieberer-Mannschaften.
Ziel des Turniers ist laut Organisatorin Brigitt Albrecht „ein friedliches
sportliches Miteinander“.
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Ein besseres Team als Schwarz-Weiß Augustin kann es bei so einem Turnier
gar nicht geben. Egal ob launenhaft oder nicht: Die Straches und Haiders in
diesem Land bekommen von unseren kickenden Kolporteuren schon lange den Laufpass.
Wehe, Gegenspieler oder Zuschauer werden gegen die Afrikaner beim Augustin
ausfällig: So schnell können Coach und Sozialarbeiter gar nicht
schauen, werden die Attackierten von ihren Mitspielern in Schutz genommen.
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P. S.: Schwarz-Weiß Augustin ist ganz nebenbei auch ein finanzieller
Erfolg. Vielleicht erinnert sich noch wer an die Augustin-Fußball-Sonderausgabe.
Diese wurde im April des Vorjahrs 10.000 Mal gedruckt und seither 10.000 Mal
auf der Straße verkauft. Sie ist praktisch ausverkauft.