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Chronik der Familienforschung

Der Grundstock dieser Familienchronik setzt sich aus unterschiedlichen Quellen zusammen, die von einzelnen Personen erfragt, erforscht und zusammengetragen wurden. Dieses geschah eher sicher aus dem Bedürfnis heraus den Nachfahren ein Stück Familiengeschichte zu überliefern, als selbst nach eigenem Verständnis als Forscher dazu beigetragen zu haben.

Die nachstehenden Informationen sind von Herrn Max Pörschmann (*1922) gesammelt, aufbereitet und systematisch dokumentiert worden. Sie stellen die Grundlage der “Genealogieseite Tittel“ dar. Ohne diese umfangreichen Arbeiten, wäre eine Präsentation der Tittel’schen Chronik, mit den überlieferten Zeugnissen, nicht möglich gewesen.

Das größte Fragment wurde ab 1948 durch mündliche und schriftliche Angaben erstellt, wobei insbesondere die Erzählungen von Moritz Pörschmann (1893-1966), der nach Rückkehr aus der sowjetischen Gefangenschaft, den Ausgangspunkt dieser Aufzeichnungen bildete. Moritz Pörschmann ist nicht nur der Vater von o.g. Max Pörschmann, sondern auch der Sohn von Wilhelmine Tittel (1864-1936), verh. Pörschmann. Ein weiterer Durchbruch konnte mit der Auffindung der Nachkommen, des in Leipzig ansässig gewesenen Hans Tittel, sen. (1877-1951) verzeichnet werden. Über die “Verwaltung Dr. med. Hans Tittel’s Erben“ in Leipzig, Nicolaistraße 55/IV, wurde das durch Frau Ruth Hentzschel, eine bis 1989 in Leipzig wohnende Dame, möglich. Ab 1969 trug im besonderen Maße Hans Tittel, jun. (1910-1972) aus Bremen, ein Sohn des gleichnamigen oben Erwähnten, und seine Tochter Inge Tittel (*1918), verh. Pflug bei.

Erweitert wurde die Familienchronik durch Else Anna Tittel, verh. Woyand (1893-1985) und deren langjährige Bekannte, Edelgard Friedrich, geb. Ploth, Pfarrerswitwe in Seifersdorf bei Dresden, deren Vater Otto Ploth, 1921 Pfarrer in Somsdorf war, dem “Stammsitz“ der Traugott Tittel’schen Familie. Frau Friedrich hatte Zugang zu Familien- und Pfarrbüchern, aus denen sie vor allem die Daten der beiden Ehen des Friedrich Traugott Tittel, jun. (1843-1910) mit den Ehefrauen Martha Sarah Baumgarten (1846-1884) und Anna Bertha Bürger (1859-1924) und deren gemeinsame Schar Kinder entnahm.

Zeugnis über das unermüdliche Gemeindeleben des Friedrich Traugott Tittel, jun., der als Kantor und Kirchschullehrer in Somsdorf tätig war, legt eine goldene Taschenuhr ab, die ihm aus Dank von der Gemeinde überreicht wurde. Der im Uhrendeckel eingravierte Text lautet: “Gewidmet von der Kirch- und Schulgemeinde Somsdorf, Coßmannsdorf und Lübau in dankbarer Anerkennung zum 25- jährigen Amtsjubiläum ihrem Cantor Friedrich Traugott Tittel, am 19. April 1901“.

Über Else Anna Woyand kam auch der Briefwechsel mit den Tittel-Nachkommen in den USA, nämlich zu Robert Pforte (1908-1997) und Elfriede Stümpel (1899-1986), verh. Kruse, zustande, die Max Pörschmann in den USA persönlich kennenlernte. Obwohl selbst nicht zur Tittel-Verwandtschaft gehörend, hat Käte Rönsch (1900-1944), verh. Jansen, eine Schwester von Margarethe Rönsch (1899-1990), verh. Pörschmann, in Dresden gewissermaßen “vor Ort“ die Verbindung zu den in Somsdorf lebenden, direkten aber mittlerweile verstorbenen Tittel’schen Abkömmlingen Blumentritt, Bammes und Woyand aufgenommen und über ihre Begegnungen und Erlebnisse aus-führlich und lebendig geschrieben.

Eine weitere Ergänzung ergab sich durch den im September 1989 zustande gekommenen Kontakt, der in Augsburg ansässigen Nachkommen der Gertrud Tittel (1873-1958), verh. Weber, insbesondere zu Ulrich Cotta (*1942).

Angaben bzw. Überlieferungen zu Johann Friedrich Tittel, jun. (1769-1858) stammen aus Urkunden, die für die Erstellung des Ahnenpasses erforderlich waren. Sie sind durch Details, die in den Familien als Gesprächsstoff kursierten, sowie durch andere Dokumente, ergänzt worden. Sowohl die Schmuckblätter des Johann Friedrich Tittel, anläßlich der Vermählung seiner Enkelin, Caroline Maria Auguste Tittel (*1835), verh. Lüders, als auch die Schnupftabakdose gingen in den Besitz von Carl Gottlieb Tittel (1805-1877) zu seinem Bruder Friedrich Traugott Tittel, sen. (1811-1887) über, der sie wiederum seinem Sohn Friedrich Traugott Tittel, jun. (1843-1910) vererbte. Sie gelangten so nach 1945 über seine Tochter Käthe Tittel (1890-1974), verh. Blumentritt, zu ihrem Neffen, Hans Tittel, jun. nach Bremen.

Die in der Familie kursierende Behauptung, daß Carl Gottlieb Tittel, Oberpolizeivogt in Hamburg, vom Zaren mit der erwähnten silbernen, emailliegeschmückten Schnupftabakdose belohnt worden sei, da er eine Verschwörung russischer Anarchisten aufdeckte, kann obgleich nicht aktenkundig, als wahr angenommen werden. Im Museum für Hamburgische Geschichte, stand in 60er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Wachsfigur, die Carl Gottlieb Tittel in seiner Uniform zeigte. Einen entscheidenden Beitrag zu den Angaben des Carl Gottlieb Tittel lieferten die Recherchen von Konrad Pörschmann (*1939) in den Jahren 1981/82 beim Stadtarchiv des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.

Die Angaben zu Carl Gotthelf Tittel (*1797) sind eher etwas spärlich. Ebenfalls in Familienbesitz ist eine Jubiläumstasse des “C. G. Tittel“ erhalten, auf deren Untertasse sich die Widmung: „Dem Freunde und Jubilar C. G. Tittel zur Erinnerung am 7. September 1856“ befindet. Es ist zur Zeit noch nicht bestimmt klar ob die Widmung dem Carl Gottlieb Tittel, Oberpolizeivogt in Hamburg, oder dem Carl Gotthelf Tittel zuzurechnen ist. Die Tasse selber ist mit der Kirche zu Johnsbach, dem Schulhaus und Pfarrgebäude verziert. Zur Zeit ist weder bekannt wer der Initiator dieses Jubiläumspräsents war, noch zu welchem Anlaß dieses Geschenk überreicht wurde.

Die überlieferten Angaben zur Familie des Otto Tittel (1849-1907) gehen auf Erzählungen seines Neffen Moritz Pörschmann, Sohn seiner jüngsten Schwester Wilhelmine Juliane Tittel (1864-1936), verh. Pörschmann, zurück.

Zu Ernst Tittel (1891-1968), dem Sohn vom Otto Tittel, unterhielt Moritz Pörschmann, über die verwandtschaftliche Bindung (Cousin) hinaus, in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg eine besonders freundschaftliche Beziehung, ehe es erst wieder nach 30 Jahren, im Herbst 1943 in Breslau zu einer weiteren Begegnung kam. Die Angaben wurden durch den Sohn von Ernst Tittel, Wilhelm Tittel (*1919), wesentlich ergänzt, zu dem Max Pörschmann über das Bundesarchiv in Kornelienmünster 1992 zunächst Briefkontakt unterhielt, ehe es dann im April 1985 zu einer persönlichen Begegnung kam.

Das unheilvolle Schicksal des Hans Ernst Tittel (1910-1938), konnte von Max Pörschmann recherchiert und mit großem persönlichen Einsatz, zur Zeit der politischen Wende in Rußland, im Jahr 1995 vollständig aufgedeckt und dokumentiert werden. Hilfreich waren dabei Informationen der Eheleuten Harald und Anni Pietzsch, die am Geburtsort des Hans Ernst Tittel, seine Eltern gut kannten. Das unglückliche Leben von Hans Ernst Tittel ist Bestandteil dieser Genealogieseite und in dem Kapitel Verschollen im GULAG Kolyma-Magadan nachlesbar.

Hier endet im wesentlich die aufgearbeitete und durch Familienzusammenhang überlieferte, dokumentierte Familienchronik. Nachfolgende Generationen können im besonderen Maße nicht mehr zu weiteren detaillierten Beiträgen beisteuern, so daß erst einmal mit dem Spitzenahnen Johann Friedrich Tittel, jun. über lange Jahre hinweg, eine breite Dokumentation der Familiengeschichte angelegt war.

Erst eine Anfrage, die im Juni 2000 an das evangelisch-lutherische Pfarramt, in Hennersdorf, gerichtet wurde, lieferte zum einen den Hinweis auf weitere damals noch nicht bekannte Geschwister des Johann Friedrich Tittel, jun., nämlich Johanna Christiana Tittel (*1766) und Anna Sophia Tittel (*1770) und zum anderen den alles entscheidenden Hinweis der namentlichen Nennung des Vaters Johann Friedrich Tit(t)el, sen., in Verbindung mit der Herkunft seiner Ehefrau Johanna Dorothea, geb. Böllmann aus Reichenau.

Ein weiterer Besuch im Pfarramt Frauenstein, der im September 2000 erfolgte, offenbarte wiederum den im Trauregister vorgefundenen Eintrag des Vaters von Johann Friedrich Titel, sen. (*1740), nämlich Johann Caspar Dietel (*1713) dessen Herkunft nach Seiffen verweist.
Mit den technischen Möglichkeiten des Internets, die Genealogieseite einem größeren Kreis von Familienforschern zugänglich zu machen, kam es zu nicht erwarteten Erweiterungen und Ergänzungen die sich, gestützt auf internetbasierten Genealogieforen, seit dem Jahre 2001 ergeben haben.

Der besonderen Arbeit von Christian Fischer, der ausgiebige Forschungen in Seiffen/Neuhausen betreibt, ist es zu verdanken, daß über Johann Caspar Dietel hinaus weitere Vorfahren ermittelt werden konnten. So über dessen Vater Caspar Tidel (1657-1729) hinaus, über dessen Vorfahr Hans Tidel (1625-1698), bis zu dem jetzigen Spitzenahn Caspar Tidel (1580-1626), von dem ebenfalls zwei Brüder, Gregor Tidel (1585-1632) und Peter Tidel (*1590) nachgewiesen werden konnten.

Des weiteren wurden bisher unbekannte Stamm- und Nachfolgelinien nach Caspar Tidel in Erfahrung gebracht. Im besonderen aber die vollständige Nachkommenschaft nach Rosina Dorethea Dietel (1711-1759), Tochter des Caspar Tidel aus der 3. Ehe mit Rosina Dorothea Ulbricht (1788-1732) und die Nachfahren ihrer Stiefschwester Maria Catharina Tittel (1687-1751), Tochter des Caspar Tidel aus der 2. Ehe mit Maria Zeitler (1659-1708).

Über eine wiederum eher zufällige Kontaktaufnahme durch Lutz Heinz Tittel (*1943), war es möglich, die Nachfahren des bisher unbekannten Traugott Leberecht Tittel (1845-1907), ein Sohn des Carl Gotthelf Tittel (*1797), zu erschließen und dem Stammbaum eine weitere, "1. Johnsbacher Linie" hinzuzufügen, die unter Familienstämme einsehbar ist. Durch seine Forschertätigkeit, in Verbindung mit der Hilfe von Hans-Peter Wessel, konnte der derzeitige Urahn, Urban Dietel (+ vor 1581) aus Clausnitz ermittelt werden.