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Nilkreuzfahrt, Sehenswürdigkeiten / Petrus, Ich, Doris und Bertl / Säulenhalle / Statue im Tempel Gleich am Morgen geht es los mit dem Ausflugsprogramm. Als erstes steht der Tempel von Karnak auf dem Programm. Dieser in der XIX. Dynastie errichtete Amun-Tempel beeindruckt vor allem durch seien Weitläufigkeit und den imposanten Säulensaal mit seinen 134, dreiundzwanzig Meter hohen, Säulen. Vor dem Tempel sehen wir eine Reihe von Sphingen, die sich früher bis zum Luxor Tempel gezogen haben soll. Dieser Tempel, den wir in wenigen Minuten Busfahrt erreichen, ist auch unser nächstes Ziel. Errichtet wurde diese Anlage unter den Pharaonen Amenophis II. und Ramses II. zu Ehren des Gottes Amun-Re. Auch hier bietet der Rundgang durch den Tempel beeindruckende An- und Aussichten. Zurück geht es dann zum Schiff, wo das Mittagessen eingenommen wird. Am Nachmittag nehmen wir dann an einer Kutschenfahrt durch Luxor teil, die uns sowohl in die Randgebiete als auch ins Zentrum, mit dem Basar, führt. Wieder zurück am Schiff verbringen wir den Nachmittag am Swimmingpool auf Deck. Aber nur zum Sonnen, das Wasser ist doch noch zu kalt um es zu testen. Den Abend verbringen wir dann wieder im Salon, wo wir einen herrlichen ägyptischen Rotwein verkosten - Gott sei Dank, all inklusive! Straßenszene in Luxor / Luxor-Tempel, Haupteingang / Statuen im Tempel Heute müssen wir schon früh aus den Federn, damit wir die Besichtigung des Tal der Könige noch vor Eintreffen des großen Touristenstromes beginnen können. Bereits auf der Hinfahrt machen wir einen Stop bei den Memnoskolossen. Diese beiden Statuen, je rund 18 m hoch, bewachten einst den heute völlig verschwundenen Totentempel des Amenophis III. und bieten im Sonnenaufgang einen imposanten Eindruck. Im Tal der Könige sind wir dann wirklich die ersten Touristen an diesem Tag und können den Rundgang in aller Ruhe beginnen. Im Eintrittspreis ist die Besichtigung von drei Gräbern enthalten. Wir besuchen die Gräber Ramses des IX., Ramses des IV. und, nach einer anstrengenden Kletterpartie, Tutmosis des III. Alle Gräber sind mit, noch sehr gut erhaltenen, farbenfrohen Felszeichnungen geschmückt. Mit der Bewunderung der Künste der alten Ägypter vergeht die Zeit wie im Fluge und wir müssen auch schon wieder aufbrechen. Das nächste Highlight des heutigen Tages ist der Tempel von Deir El-Bahari, bekannt als Hatschepsut-Tempel. Diese Anlage ist aufgrund seines revolutionären Konzeptes ein einzigartiges Beispiel der ägyptischen Baukunst. Hier merken wir dann auch den zweiten Grund warum wir schon so früh aufgebrochen sind: es herrscht eine fast unerträgliche Hitze! Nach der Besichtigung geht es zurück nach Luxor und kurz nachdem wir das Schiff betreten haben legen wir auch schon ab und starten zur eigentlichen Kreuzfahrt. Während der stromaufwärts führenden Fahrt ruhen wir uns an Deck aus und genießen die vorbeiziehende Landschaft. Gegen 22.00 erreichen wir die Schleuse von Esna, eine Engstelle am Nil, da immer nur zwei Schiffe gleichzeitig durchgeschleust werden können. Die dabei entstehende Wartezeit kann bis zu fünf Stunden betragen. Diese Zeit wird von fliegenden Händlern dazu benützt den Touristen allerhand Ramsch anzudrehen. Das besondere daran ist, dass die Händler von Booten aus handeln und die Waren hin und her geschossen werden. Bei dieser Gelegenheit hat wieder einmal Bertl sein Geschick beim Handeln gezeigt und für uns, sowie für die Hälfte der anderen Touristen an Bord, Galabeias zu einem äußerst günstigen Preis besorgt. Die Memnos-Kolosse / Im Tal der Könige / Hatschepsut-Tempel / Nillandschaft Als wir heute morgen aufwachen, hat unser Schiff bereits in Edfu angelegt. Nach dem Frühstück werden wir abgeholt und mit Pferdekutschen zum Horus Tempel gebracht. Dies ist einer der am besten erhaltenen Tempeln von Ägypten und, wie der Name schon sagt, dem falkenköpfigen Gott Horus geweiht. Nachdem wir hier einen Rundgang gemacht, und vor allem die gut erhaltenen Reliefe, die Säulenhalle und die aus schwarzem Granit gefertigte Statue des Gottes Horus bewundert haben, geht es zurück aufs Schiff. Sobald wieder alle an Bord sind geht die Fahrt weiter in Richtung Kom Ombo. Hier treffen wir gegen Abend ein und besichtigen den, auf einer kleinen Anhöhe über dem Nil stehenden, Tempel der zwei Gottheiten, dem falkenköpfigen Horus und Sobek, mit Krokodilskopf, geweiht war. Die Besonderheit daran ist, dass die beiden Tempel zu einem Gebäude vereinigt wurden. Hier bewundern wir auch den ältesten, über 365 Tage gehenden, Kalender, der ins Gemäuer eingemeißelt wurde. Außerdem sehen wir noch die Mumien der einbalsamierten heiligen Krokodile. Wieder zurück am Schiff gibt es im Salon einen sogenannten Galabeia-Abend. Bei Spielen, an denen wir natürlich alle gerne teilnehmen, und Spaß vergeht die Zeit viel zu schnell, und schon heißt es wieder ab zur Nachtruhe. Edfu-Tempel, Frontansicht / Edfu-Tempel, Horus-Statue / Tempel von Kom Ombo / Wir bei der Galabeia Party Während der Nacht hat das Schiff Assuan erreicht und so können wir gleich mit den Besichtigungen fortfahren. Am Programm steht zuerst der Tempel von Philae, der infolge des Baus des Assuan-Hochdamms abgetragen und auf einer höher liegenden Insel neu aufgebaut wurde. Mit einem Motorboot erreichen wir den, der Göttin Isis geweihten, Tempel der noch gut erhalten und wunderschön anzusehen ist. Weiter geht es dann auf den, 1970 fertiggestellten, Assuan-Hochstaudamm, der vor allem durch seine gewaltigen Ausmaße (111 m hoch, 3,6 km lang, an der Basis 1 km breit!) beeindruckt. Das nächste Ziel ist der unvollendete Obelisk der der größte Obelisk des ägyptischen Reichs geworden wäre, hätten sich nicht vor seiner Fertigstellung Risse im Gestein gebildet. So aber liegt er mit seiner vollen Länge von 42 m, fast fertig aus dem Stein gehauen, vor uns. Am Nachmittag steht dann noch eine Fahrt mit einem Motorboot in ein Nubier Dorf auf dem Programm. Hier werden wir durch das Dorf geführt und mit der Lebensweise dieses Volkes vertraut gemacht. Anschließend bietet sich uns dann die Möglichkeit Schmuck einzukaufen und eine Wasserpfeife zu rauchen. Vorbei an kleinen, idyllischen Inseln geht es dann wieder retour zur Coral 1. Am Abend machen wir noch einen Streifzug durch den Basar und genießen anschließend eine Bauchtanz- und Folklorevorführung an Bord unseres Schiffes. Tempel von Philae / Unvollendeter Obelisk / Scheich Bertl an der Wasserpfeife / Nillandschaft Tagwache heute ist um 4.00! Um 5.00 geht es zum Flughafen von Assuan und dann mit einem uralten Flugzeug, einer BAC one-eleven, nach Abu Simbel. Gott sei Dank ist es nur ein kurzer Flug! In Abu Simbel angekommen werden wir in einen Bus verfrachtet und zu den berühmten Tempeln gefahren. Dort kommen wir noch vor Sonnenaufgang, wieder als erste Touristengruppe, an und haben das Vergnügen die Tempel in der aufgehenden Sonne zu betrachten, was zu besonders schönen Lichteffekten führt. Auch diese Tempeln mussten im Zuge der Erbauung des Assuan Staudamms, Stein für Stein abgetragen und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Der Ausflug hierher ist der absolute Höhepunkt der Nilkreuzfahrt und sollte, trotz des hohen Preises, unbedingt unternommen werden. Nach einer ausgiebigen Führung durch die beiden Tempeln geht es, wieder mit unserem tollen Flugzeug, zurück nach Assuan. Hier steht nachmittags noch eine Felukken Fahrt zum Botanischen Garten Assuans auf dem Programm. Der Weg dorthin führt uns vorbei am Old Cataract Hotel, bekannt durch Agatha Christie´s Roman "Tod am Nil", und am Aga Khan Mausoleum. Der Botanische Garten selbst ist mit Liebe angelegt und sehr gepflegt. Zurück auf dem Schiff legt dieses auch sofort ab und es beginnt die Fahrt retour nach Luxor. Am Abend sitzen wir gemütlich im Salon beisammen und veranstalten eine kurze(?) Abschiedsfeier mit Bier und Wein - natürlich all inclusive! Die beiden Tempel von Abu Simbel / Old Cataract Hotel in Assuan So, damit ist auch schon wieder der letzte Tag angebrochen. Sobald wir in Luxor anlegen fahren wir noch mit einem Taxi auf den Basar um die letzten Souvenirs und Mitbringsel einzukaufen. Wieder zurück am Boot erfahren wir, dass sich der Transfer zum Flughafen, und damit auch der Rückflug, verspäten. Die dadurch entstandene Wartezeit verbringen wir an Deck, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen, bevor wir zurück in den europäischen Winter müssen. Nachdem wir dann doch am Flughafen angekommen und die Formalitäten erledigt sind, können wir mit einiger Verspätung die Boeing 777 der Lauda Air, mit Niki Lauda am Steuer, besteigen. Noch dazu können wir beim Rückflug in der Amadeus Class sitzen, da es die Reihe, für die wir eingecheckt wurden, nicht gibt. So hat fliegen jedenfalls einen Sinn! Gut erholt landen wir nach Mitternacht in Wien. Eindrücke von Land und Leuten
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