CHINA (7. 4. - 22. 4. 2002)


Am 7. 4. 2002 Abends starten wir mit einem Airbus 340 der Austrian Airlines zu unserer, bei TaiPan gebuchten, China Rundreise nach Peking. Nach 9 ½ Stunden Flug erreichen wir unser Ziel zu Mittag des nächsten Tages. Das Wetter hier ist ziemlich kühl, und zusätzlich wird die Stadt auch gerade von einem Sandsturm heimgesucht. In Anbetracht des ziemlich gedrängten Programms starten wir auch gleich mit der Besichtigung des Tien An Men Platzes, angeblich der größte der Welt. Dieser wird umrahmt vom Geschichts- und Revolutionsmuseum, wo wir auch das Mittagessen einnehmen, dem Mao Mausoleum, der Großen Halle des Volkes und im Norden durch das Tor des himmlischen Friedens. Durch dieses erreichen wir auch den ehemaligen Kaiserpalast, die verbotene Stadt, die Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut wurde. Der Palast ist, mit seinen gewaltigen Thron- und Audienzhallen, sowie zahlreichen Nebengebäuden prächtig anzusehen. Etwa zwei Stunden streifen wir durch die Anlage bevor es weitergeht zum Himmelstempel. Von Süden aus kämpfen wir uns über die Opferterrassen bis zur Halle des Ernteopfers vor, welche fälschlicherweise oft als Himmelstempel bezeichnet wird. Diese liegt dann, auf einen Sockel erbaut, majestätisch vor uns. Zum Abschluss des Tages steht dann noch Peking Ente-Essen auf dem Programm, bevor wir im Hotel Asia Vision unsere Zimmer beziehen.

Tor des himmlischen Friedens Bertl in der verbotenen Stadt Chinesischer Wachposten Halle des Ernteopfers
Peking: Tor des himmlischen Friedens / In der Verbotenen Stadt ... / ...wird man stets gut bewacht! / Himmelstempel (Halle des Ernteopfers)

Bereits in aller Früh geht es heute hinaus zur Chinesischen Mauer. Unterwegs sticht uns immer wieder die, meist sehr gelungene, moderne Architektur Pekings ins Auge. An der Mauer, beim Badaling Pass, angekommen sind wir dann so ziemlich die ersten Besucher des heutigen Tages. Wir erklimmen die südliche Seite, die zwar die steilere ist, aber den besseren Ausblick ermöglichen soll. Nach dem Aufstieg können wir uns tatsächlich an einem tollen Panorama erfreuen. Noch dazu ist das Wetter heute viel freundlicher, da der Wind nachgelassen hat und die Sonne vom Himmel strahlt. Als wir dann die Mauer wieder verlassen ist diese bereits total von Touristen überrannt. Als nächstes steht, wie es bei Gruppenreisen halt leider so üblich ist, der Besuch einer Verkaufsveranstaltung auf dem Programm. Wir besuchen eine Süßwasserperlenaufzucht, bevor es weitergeht zum Mittagessen. Am Nachmittag steht der Besuch des Sommerpalastes auf dem Programm. Prunkstücke hier sind die Audienzhalle, der Wandelgang entlang des Kunming-Sees, und ganz besonders das Marmorschiff, dessen Intarsien mich etwas an das Taj Mahal erinnern. Damit ist dann unser Peking Aufenthalt leider auch schon wieder zu Ende. Wir fahren von hier direkt zum Bahnhof, von wo aus wir den Nachtzug nach Xi´an nehmen.

Renovierter Teil der Mauer ... und so sieht sie im Originalzusatnd aus Die Duftpagode im Sommerpalast Marmorschiff
Große Mauer am Badaling Pass; renoviert ... / ... und im Originalzustand / Sommerpalast: Duftpagode und ... / ... Marmorschiff

Nach einer fast schlaflosen Nacht erreichen wir am Morgen des 10. 4. unser Ziel. Wir beziehen unsere Zimmer im Xi´an Hotel und nach einem ausgiebigen Frühstück geht es gleich weiter zur Terrakotta-Armee. Die Ausgrabungen sind in drei Hallen ausgestellt, für deren Besichtigung wir an die drei Stunden benötigen. Der Besuch dieser beeindruckenden Ausgrabungen sollte ein absolutes Muss jeder China Reise sein. Danach steht die heutige Werbeveranstaltung, der Besuch einer Jadeschleiferei, auf dem Programm. Als nächstes besichtigen wir die Große Wildganspagode, bevor wir uns am Abend die Vorstellung der Tang-Dynasty Palace Music and Dances, ein absolut sehenswertes Programm traditioneller chinesischer Tänze, ansehen. Zum Abschluss nehmen wir in unserem Hotel noch ein "gute Nacht" Bier zu uns, was sich allerdings auch bis nach Mitternacht hinauszieht.

Terrakottaarmee Einzelner Krieger Große Wildganspagode Im Garten der Pagode Im Tang-Dynasty Theater
Xi´an: Terrakottaarmee / Krieger / Große Wildganspagode / Im Garten der Pagode / Szene im Tang Dynasty Theater

Nachdem wir am Vormittag die Stadtmauer, angeblich die längste und am besten erhaltene der Welt, besichtigen und einen kleinen Bummel durch die Altstadt, mit Glocken- und Trommelturm, machen müssen wir Xi´an auch schon wieder verlassen. Wir fahren zum Flughafen und fliegen mit Xiamen Airways, in ca. einstündigem Flug, nach Wuhan. Von hier geht es 4 Stunden mit dem Bus nach Yichang, wo wir Quartier auf der MS Pinghu beziehen. Am Abend gibt es dann noch eine kurze Information über das Schiff und das Programm unserer Yangtse Kreuzfahrt. Den Tag lassen wir dann noch in geselliger Runde an der Schiffsbar ausklingen.

Bevor wir ablegen machen wir noch ein Ausflug zum Drei Schluchten Damm. Anhand eines Modells wird uns das Projekt vorgestellt, bevor wir von einer Anhöhe aus die gigantische Baustelle überblicken können. Wieder zurück am Schiff geht dann die Fahrt los, und nach etwa 2 Stunden erreichen wir die Xiling-Xia, mit knapp 70 km die Längste der drei Schluchten. Am Nachmittag genießen wir an Deck die Sonne, bevor wir dann gegen 16.30 die etwa 40 km lange Wu-Xia, die Hexenschlucht, erreichen. Nach deren Durchfahrt gehen wir für die Nacht in Wushan vor Anker.

Modell des Drei Schluchten Dammes Baustelle des Drei Schluchten Dammes In der Xiling Schlucht Sonnenuntergang
Yangtse: Drei Schluchten Damm; Modell und ... / ... Baustelle / Xiling-Schlucht / Sonnenuntergang in der Wu-Schlucht

Heute müssen wir schon wieder früh aus den Federn, da eine Fahrt mit Motorbooten zu den kleinen 3 Schluchten auf dem Programm steht. Aus Zeitmangel, die MS Pinghu legt bereits um 11 Uhr ab, müssen wir allerdings bereits kurz nach Beginn der 2. Schlucht wieder umdrehen. Dennoch muss ich sagen, dass mir persönlich die kleinen Schluchten optisch viel besser gefallen haben als die Großen. Zurück am Schiff geht die Fahrt auch gleich weiter, so dass wir am frühen Nachmittag die Qutang-Xia, die 3. Schlucht, erreichen. Diese ist zwar die Kürzeste, jedoch auch die schönste. Damit ist der Tag dann auch schon wieder gelaufen. Bemerkenswert ist nur noch, dass wir es am Abend geschafft haben die Schiffsbar trocken zu legen, zumindest was das Bier anbelangt.

Da an diesem Tag erst gegen Abend ein Ausflug auf dem Programm steht, verbringen wir den Vormittag damit uns von unserem Reiseleiter Huang Bin, genannt Ping, das chinesische Nationalspiel Mahjong beibringen zu lassen. Das stellt sich als nicht allzu schwierig heraus, und so verbringen wir die Zeit bis zum Anlegen mit diesem Spiel, einer Mischung aus Domino und Jolly. Gleich danach starten wir zu unserem Landgang in Fengdu um die Hexenstadt zu besichtigen. In dieser Tempelanlage sind der Himmel und die 18 Höllen des Buddhismus recht anschaulich dargestellt. Eigentlich hat mir dieser Ausflug am Besten von der ganzen Yangtse Kreuzfahrt gefallen. Anschließend durchstreifen wir noch die Stadt. Bevor wir Abend unser Gepäck für die morgige Weiterreise herrichten setzen wir uns wieder zum Mahjong-Tisch und spielen einige Partien.

Spaziergang beim Ausflug in die kleinen Schluchten 4 Langnasen beim Mahjong-Spiel In der Hexenstadt Einer der bösen Geister In der Hexenstadt
Yangtse: In der kleinen Schlucht / Mahjong / Fengdu: In der Hexenstadt / Einer der bösen Geister / Tempel

Heute steht eine reine Verbindungsetappe auf dem Programm. Mit dem Bus geht es, immer entlang des Flusses und von Reisfeldern, nach Chongqing, der größten Stadt der Welt mit 30 Mio. Einwohnern. Hier machen wir einen kurzen Zwischenstop, bevor es weitergeht zum Flughafen. Nach knapp zweistündigen Flug, mit Sichuan Air, erreichen wir dann Shanghai. Dort beziehen wir das Jiulong Hotel, nahe dem Stadtzentrum. Am Abend unternehmen wir noch eine Ausfahrt um die Beleuchtung der Nanjing Lu, der berühmtesten Einkaufsstraße der Stadt, sowie die berühmte Skyline von Pudong, mit dem Oriental Pearl Tower , zu besichtigen. Und wirklich, die Ansichten die sich uns bieten sind ganz toll, und erinnern ein bisschen an Las Vegas. Anschließend nehmen wir noch ein schnelles Bierchen zu uns, bevor es aufgeht zur Nachtruhe.

Einkaufsstraße Nanjing Lu Fernsehturm Skyline von Pudong, fotografiert vom Bund Gebäude am Bund
Shanghai bei Nacht: Nanjing Lu / Orient Paarl Tower / Pudong-Skyline / Am Bund

Gleich am Vormittag besuchen wir die Altstadt Shanghais, mit der berühmten Zick-Zack Brücke und dem Yuyuan Garten, bevor wir einen ausgiebigen Einkaufsbummel durch den angrenzenden Basar machen. Weiter geht es dann mit der, fast schon überfälligen, Verkaufsveranstaltung. Diesmal ist es der Besuch einer Seidenmanufaktur. Der Nachmittag vergeht dann mit der Besichtigung des, erst 1882 erbauten, Jadebuddhatempels und einem Spaziergang über den Bund und die Nanjing Lu, wobei ich feststellen muss, dass die Ansicht bei weitem nicht so beeindruckend ist wie in der Nacht. Am Abend besuchen wir dann eine absolut beeindruckende Akrobatik Show. Anschließend geht es dann bald ins Bett, da für morgen schon wieder um 6 Uhr Tagwache angesagt ist.

Der 17. 4. ist eigentlich ein Tag zum vergessen. Zuerst fliegen wir mit China Eastern nach Guilin, wo wir ein Zimmer im Fubu Hotel beziehen. Dann geht es zum Elefantenrüsselberg , dem Wahrzeichen der Stadt, der aber eigentlich optisch überhaupt nichts hergibt. Anschließend werden wir wieder mal zum Einkaufen gebracht, zur Abwechslung wieder mal in eine Perlenfabrik. Zu allem Überfluss beginnt es dann auch noch zu regnen. Trotzdem brechen wir am Abend zu einen Bummel durch die Stadt auf. Das ist aber auch schon das Einzige was an diesem Tag in Ordnung ist. Noch dazu ist der Regen inzwischen zu einem gewaltigen Wolkenbruch ausgeartet.

Altstadt Zick-Zack-Brücke Pudong-Skyline Mönch im Jadebuddhatempel Elefantenrüsselberg
Shanghai: Basar / Zick-Zack-Brücke / Pudong-Skyline / Mönch / Guilin: Elefantenrüsselberg

Den heutigen Vormittag verbringen wir auf einem Ausflugsboot auf dem Li-Fluss. Entlang der wunderschönen Landschaft Guilins geht es, vorbei an den berühmten Karstfelsen bis nach Yangshuo. Trotz, oder gerade wegen, des leichten Regens sind die Berge sehr idyllisch anzusehen. Den Nachmittag verbringen wir dann, im Paradise-Hotel, wieder mal mit einem Mahjong Spiel, bevor wir am Abend in den TaiPan-Biergarten aufbrechen, wo für uns heute Freibier angesagt ist. Dazu probieren wir eine Portion Schlangenfleisch, wozu als Spezialität das Blut und die Galle der Schlange, in Schnaps verdünnt, gereicht werden. Diesen Genuss verweigern wir allerdings. Das Fleisch selbst ist vom Geschmack nicht aufregend und eher zäh.

Nach dem Frühstück mieten wir uns ein Tuk Tuk um die Umgebung Yangshuos kennen zu lernen. Es geht hinaus zum Grossen Banyan Baum, wo wir eine kleine Floßfahrt vor dem ruhigen und idyllischen Hintergrund der Berge und des Baumes machen. Dann noch ein kurzer Abstecher zum Mondberg, bevor es in die Stadt zurück geht zu einem kleinen Bummel. Dann müssen wir auch schon wieder aufbrechen. Unser Ziel ist der Flughafen von Guilin, von wo aus wir mit einer Maschine der China Southern nach Hongkong fliegen. Zuvor jedoch müssen wir uns noch von unserem Reiseleiter Ping verabschieden, bei dem ich mich an dieser Stelle nochmals recht herzlich für die nette Reisebegleitung und die vielfältigen Informationen die er uns zukommen ließ bedanken möchte. Hat uns Guilin mit Regen und Kälte verabschiedet, so begrüßen uns in Hongkong 25° C. Vom Flughafen fahren wir ins Kowloon Hotel, am Südende des gleichnamigen Stadtteils, wo wir unsere Zimmer beziehen. Bevor wir uns zur Nachruhe begeben machen wir noch einen kleinen Bummel zur Kowloon Promenade um die nächtliche Skyline von Hongkong Island zu bewundern.

Karstberge Karstberge Kormoranfischer Hongkong Skyline
Karstberge am Li-Fluss / Kormoranfischer / Hongkong Skyline

Am Vormittag steht eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Dabei besuchen wir den Victoria Peak, den bekanntesten Aussichtspunkt der Stadt, wo sich allerdings die trübe Wetterlage als störend erweist, die Repulse Bay, Hongkongs Badestrand, und machen in Aberdeen eine Bootsfahrt durch den Hafen, vorbei am schwimmenden Riesenrestaurant Jumbo und den Behausungen der letzten "Boatpeople". Natürlich darf auch hier eine Verkaufsveranstaltung nicht fehlen. Wir besuchen eine Edelsteinfabrikation. Am Nachmittag haben wir dann Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkundigen. Zunächst geht es mit der Star Ferry hinüber nach Hongkong Island, dann weiter mit der doppelstöckigen Straßenbahn zur, laut Reiseführer, mit 800 m längsten außenliegenden Rolltreppe der Welt. Diese ist allerdings eher eine Enttäuschung, da sie eigentlich aus lauter kurzen Abschnitten besteht. Dann bummeln wir noch durch die Altstadt, rund um die Hollywood Road, bevor wir mit der U-Bahn zum Hotel zurückfahren. Den Abend verbringen wir mit einem Spaziergang zum Temple Street Night Market, wo wir auch ein ausgezeichnetes Seafood-Abendessen in einer der typischen Garküchen zu uns nehmen.

Den letzten Tag unserer Rundreise verbringen wir mit einem Bootsauflug nach Cheung Chau. Mit der Fähre dauert es etwa eine Stunde bis wir die Insel erreichen. Da es heute extrem heiß (32° C) ist, machen wir nur einen kurzen Bummel durch das idyllische Städtchen, dass sich seinen ländlichen Charakter erhalten hat, und genießen dann ein Bierchen, bevor es wieder zurück nach Kowloon geht. Hier ist dann erst mal Entspannung angesagt. Den Abend verbringen wir wieder am Night Market, wo wir auch die letzten Souvenirs einkaufen. Gegen Mitternacht geht es dann wieder retour ins Hotel.

Skyline vom Victoria Peak Schwimmendes Restaurant Jumbo Dschunke im Hafenbecken Doppelstöckige Strassenbahn auf Hongkong Island Bank of China (links)
Hongkong: Blick vom Victoria Peak / Schwimmendes Restaurant / Dschunke /Strassenbahn / Bank of China

So, damit ist auch schon wieder der Tag der Heimreise angebrochen. Vom Hongkong Airport starten wir mit einer Maschine der Lufthansa starten wir zum zwölfstündigen, teilweise sehr unruhigen, Flug nach Frankfurt, von wo es mit Austrian Airlines weitergeht nach Wien.

Abschließend kann ich sagen dass es eine tolle Reise war, bei der wir viel gesehen haben und uns viel geboten wurde. Negativ zu bemerken sind allerdings die zu vielen Werbeveranstaltungen. Hier sollte sich der Veranstalter TaiPan doch etwas einfallen lassen, da diese viel Zeit beanspruchen, die anders sicher besser genützt werden könnte.

HINWEIS: Diese und weitere Fotos aus China kann man unter dem link pervan.de in größerer Auflösung betrachten. Weiters besteht dort die Möglichkeit diese als Grußkarten zu versenden.


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