Da jetzt endlich wieder der Advent vor der Tür steht, ist wieder meine liebste Zeit für Fernreisen angebrochen. Diesmal verschlägt es mich
nach Mexiko und Guatemala. Beim
Reiseveranstalter Gulet habe ich eine einwöchige Rundreise durch Guatemala gebucht. Davor - und danach
- sind ein paar Badetage an der Playa del Carmen geplant. Am 28. November 2004 geht es los. Von Wien-Schwechat aus, mit einem Airbus von
Austrian Airlines direkt nach Cancun. Der Flug dauert an die zwölf Stunden und ich treffe am späteren Nachmittag an meinen Ziel ein. Nach
erfolgter Passkontrolle, die erstaunlich schnell vor sich geht, und Entgegennahme des Gepäcks erfolgt noch der etwa einstündige Transfer
in mein gebuchtes Hotel, das Reef Playacar. Vom Abend
habe ich dann allerdings nicht mehr viel, lediglich ein paar Drinks an der Poolbar, da mich der Jetlag bald ins Bett zwingt.
Nachdem es gestern, bei meiner Ankunft schon dunkel war, nutze ich den frühen Morgen zu einem Bummel durch die Anlage. Besonders gefällt
mir der weitläufige tropische Garten. Auch die beiden Pools sind in Ordnung, auch wenn sie relativ klein sind. Enttäuscht bin ich
lediglich vom Strand, der absolut nicht meinen Vorstellungen entspricht. Aber das Wetter ist toll, so nutze ich den Tag zum ausspannen
und eingewöhnen, da ja schon morgen meine Weiterreise auf dem Programm steht.
Heute beginnt also das Abenteuer Guatemala. Um 10.25 soll ich vom Hotel abgeholt werden. Wie gesagt soll! Als bis 10.45 kein Transfer-Bus
in Sicht ist, werde ich langsam nervös und kontaktiere die Reiseagentur. Eine halbe Stunde später der Rückruf: ich soll mir sofort ein
Taxi organisieren und zum Flughafen nach Cancun fahren, wo ich von einem Hrn. Gabriel erwartet werde, der auch das Taxi bezahlt. Bei
Ankunft am Airport, ist natürlich kein Hr. Gabriel zu finden. Auch der mehrmalige Versuch ihn ausrufen zu lassen und weitere Anrufe in
der Agentur bringen keinen Erfolg. Da ich weder ein Ticket in der Tasche habe, noch weis wann Abflug ist, werde ich schön langsam etwas
nervös – um ehrlich zu sein eigentlich schon hypernervös! Als ich um 13.00 Uhr endlich die Agentur erreiche teile ich mit, dass ich hier
an der Information warte und sich Hr. Gabriel herbewegen soll. Fünf Minuten später ist er dann da, erstattet mir das Geld für das Taxi
und teilt mir mit, dass er mich schon eingecheckt hat. Als wir noch den Koffer aufgeben wollen, ist es dafür schon zu spät, so dass ich
diesen als Handgepäck (!) mitnehmen muss. Nach dem absolvieren der Passkontrolle gehe ich ohne Aufenthalt bis ins Flugzeug, eine
ATR 42 von Aviateca, durch
und nur wenige Minuten später erfolgt der Abflug nach Flores. Der
eineinhalbstündige Flug verläuft ruhig und bei der Ankunft haben sich dann auch schon meine Nerven wieder beruhigt. Die Einreiseformalitäten
sind rasch erledigt und es geht weiter zum Hotel Villa Maya, in der Nähe der Stadt, das
für die ersten beiden Nächte mein Quartier ist. Das Hotel liegt idyllisch an einem See und ist umgeben von einem wahren Naturparadies.
Ein Bummel durch die Anlage mit ihren freifliegenden Roten Aras, die Beobachtung von diversen anderen Vögeln und von Brillenkaimanen, die
sich in der Sonne aalen, sowie ein traumhafter Sonnenuntergang über dem See lassen den Stress des Tages dann schnell in Vergessenheit
geraten.

Strand beim Reef Playacar / Villa Maya: Roter Ara / Stimmung an der Lagune Petenchel
Der erste Tag steht ganz im Zeichen der Besichtigung von Tikal, seit 1979 Weltkultur- und Weltnaturerbe
der UNESO. Nach einer etwa einstündiger Fahrt erreichen wir den Park und erhalten im Besucherzentrum, anhand eines Modells, einen ersten
Überblick, bevor wir zu einem ausgiebigen Rundgang starten. Erstes Ziel ist der Komplex Q. Das ist einer von sieben Zwillingspyramiden-Komplexen,
die wahrscheinlich jeweils für die rituellen Feierlichkeiten am Ende eines Katun´s, eine 20-jährige Periode im Maya-Kalender, errichtet
wurden. Ein Komplex besteht jeweils aus Pyramiden im Osten und Westen, sowie je einem rechteckigen Gebäude im Norden und Süden. Weiter
geht es dann zum Großen Platz, der von den Tempeln I (Tempel des großen Jaguars) und II, sowie der Nord- und der Zentralakropolis
eingerahmt wird und aus dem 7. Jh. n. Chr. stammt. Der Platz ist das spirituelle Zentrum von Tikal und speziell der Tempel des großen
Jaguars, der das Grab des Herrschers Ha Sawa Chaan K´awils enthält, galt bei den Mayas als Tor zur Unterwelt. Nächstes Ziel ist dann der
Tempel IV, der Tempel des doppelköpfigen Schlangengottes. Mit seinen 64 m ist er das höchste Gebäude Tikals – und der gesamten bislang
bekannten Maya-Welt. Von seiner Spitze hat man einen herrlichen Ausblick auf den tropischen Regenwald und die Tempel I bis III. Als
nächstes kommen wir zur „Verlorenen Welt“, einem Komplex, bestehend aus 38 Strukturen, der aus der Zeit um 250 n. Chr. stammt und somit
der älteste Teil Tikals ist. Vorbei am „Platz der sieben Tempel“, wo zur Zeit umfangreiche Ausgrabungen durchgeführt werden, und am Tempel
V, mit 59 m zweithöchster Tikals und wahrscheinlich Grabstätte eines unbekannten Herrschers, und der Gruppe G, ein Palast- und Wohnkomplex,
geht es dann wieder in Richtung Ausgang. Hier machen wir dann noch eine verspätete Mittagspause, bevor wir wieder zurück ins Hotel fahren.

Tikal: Tempel I (Großer Jaguar) / Teile der Nordakropolis / Tempel V / Am Rio Dulce
Bereits um 6.30 starten wir heute in Richtung Süden. Zunächst geht es durch den regenreichen
Peten, der sich heute – allerdings nur zu Beginn – von seiner schönsten Seite zeigt.
Einen ersten Halt legen wir dann am Rio Dulce ein, wobei wir allerdings schon von einem heftigen Tropenregen begleitet werden. Dann geht
es weiter nach Quirigua, wo wir – inzwischen zum Glück wieder bei
Schönwetter – die Ausgrabungsstätten, ein weiteres Weltkulturerbe der UNESCO, besichtigen. Umgeben von Bananenplantagen liegt der Zugang
zu den Stelen und Altären. Diese sind über und über mit Reliefs bedeckt, welche die Geschichte der Mayas und die Jahresdaten der
Entstehung darstellen. Die Anlage entstand, nach diesen Datierungen, gegen Ende des 8. Jh. n. Chr. Besonders bemerkenswert ist die Stele
E, die mit ihrer Höhe von 10,5 m und einem Gewicht von 65 Tonnen die grösste bislang entdeckte Mayastele ist. Nach ausgiebigen
durchstreifen der Anlage setzen wir unseren Weg fort. Schön langsam ändert sich die Klimazone und wir kommen in die regenärmeren
Bergregionen an der Grenze zu Honduras. Bei El Florido überqueren wir dann,
eigentlich ohne eine richtige Kontrolle, die Grenze und fahren weiter bis nach Copan Ruinas, unserem heutigen Tagesziel. Hier kommen wir
gegen 17.00 Uhr an und beziehen Quartier im Hotel Marina Copan, einem altherrschaftlichen Haus, mit tollen Innenhöfen, im Zentrum des
Ortes. Nach einem kurzen Spaziergang durch das „Zentrum der Stadt“ (eigentlich nur der Hauptplatz mit Kirche und eine kleine
Geschäftsstraße) trifft sich unsere Gruppe, über Empfehlung unseres ausgezeichneten Reiseleiters Peter, zum Abendessen in der Carnitas
Nia Lola. Spezialität des Hauses ist übrigens ein gemischter Spieß in enormer Größe, der ausgezeichnet geschmeckt hat und sich auch
preislich im Rahmen hielt (ca. 7 Euro). Dazu noch ein paar gute hondurianische Imperial-Biere und der Abend war auch schon wieder
gelaufen.
Der Vormittag ist heute der beeindruckenden Ausgrabungsstätte von Copan
gewidmet. Diese ist nur wenige Minuten vom Hotel entfernt. Copan war, neben Tikal und
Palenque (Mexiko) einer der herausragenden Stadtstaaten der Mayas. Entscheidend zum Aussehen der Stätten trugen der 13. und 15.
Herrscher bei. Der 13. Herrscher, „Achtzehn Kaninchen“ (Waxaklahun Ubah K'awil), versammelte die besten Bildhauer des Landes und ließ
sich auf 8 Stelen, in seinen verschiedensten Lebensabschnitten, darstellen. Bemerkenswert ist besonders Stele D: in Richtung Osten
(Sonnenaufgang = Geburt) zeigt sie den jungen Herrscher, in Richtung des „schwarzen“ Westen (Sonnenuntergang = Tod) blickt „Achtzehn
Kaninchen“ im Alter von über 80 Jahren. Rauch-Muschel, dem 15. Herrscher, verdanken wir die längste Inschrift die bislang im Maya Reich
gefunden wurde: die Hieroglyphen Treppe. Vor den Stufen, die zum Schutz vor Sonne und Regen mit einer Plane abgedeckt sind, steht eine
Stele die ihn selbst darstellt. Dahinter sind, auf etwa 2200 Steinen, die Krönung und der Tod sämtlicher Herrscher von Copan dargestellt.
Weiters findet man auf der Treppe sitzende (=tote?) Darstellungen seiner sechs Vorgänger. Allerdings fehlt die Statue von „Achtzehn
Kaninchen“, die sich in einem Museum befindet. Die Stelen auf den Ausgrabungsstätten sind größtenteils nur noch Nachbildungen. Die
Originale befinden sich im Museum am Hauptplatz von Copan Ruinas, das wir nach der Besichtigung noch besuchen. In der Stadt nehmen wir
dann auch noch das Mittagessen ein, bevor wir Honduras wieder den Rücken zukehren und es zurück geht nach Guatemala. Hier fahren wir
zunächst südlich, in Richtung Pazifik, und dann entlang der Panamericana nach Guatemala City. Wir streifen die Stadt südlich, was uns
einen ordentlichen Stau einbringt, und fahren dann weiter nach Antigua
(eigentlich La Antigua = Die Alte), wo wir nach 7 1/2 Stunden, so gegen 20.30, eintreffen. Hier beziehen wir für diese Nacht Quartier in
der Villa Colonial, einer Anlage im Kolonialstil.

Quirigua: Stele A / Stele C / Copan Ruinas: Plaza Mayor / "Lasten" werden am Kopf transportiert / Copan : Hieroglyphentreppe / Stele A
Bevor es weitergeht an den Atitlansee, verbringen
wir den Vormittag noch mit der Besichtigung von Antigua, bis 1773 Hauptstadt von Guatemala. Die Stadt liegt inmitten des Panchoy-Tales
auf einer Höhe von 1500 m, umgeben von drei Vulkanen, die fast auf die 4000 m zugehen. Zuerst besuchen wir das Franziskanerkloster San
Pedro, in dem 2002 die Heiligsprechung von San Hermano Pedro durch den Papst vorgenommen wurde. Danach steht ein Dominikanerkloster auf
dem Programm, das der erste Sitz der heiligen Inquisition durch die Spanier war, jetzt aber als Luxushotel genutzt wird. Zum Abschluss
besichtigen wir noch den Plaza Mayor, umrahmt von offiziellen Gebäuden und der Kathedrale. Von dieser sind zwar seit dem Erdbeben von
1773 nur noch die Fassade und ein notdürftig hergerichtetes Hauptschiff, in dem Messen abgehalten werden und das für Hochzeiten sehr
beliebt ist, erhalten. Von einer Seitenstraße aus kann man jedoch die erhaltenen Ruinen besichtigen, wobei man einen Eindruck davon
erhält welch enorme Ausmaße die Kathedrale einst hatte. Es bleibt mir dann gerade noch Zeit zu einem Spaziergang zur Kirche Santa
Catalina, mit dem berühmten Verbindungsbogen über die Straße, der zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist, dann starten wir auch schon in
Richtung des Sees. Obwohl es nur wenige km bis dahin sind, dauert die Anreise, inkl. Mittagspause, an die vier Stunden. Hauptgrund dafür
ist, dass es ein ewiges Auf und Ab ist. Einmal geht es sogar bis auf 2600 m hinauf, bevor es dann in engen Serpentinen hinunter geht nach
Panajachel, wo wir auf ein Schiff wechseln, dass uns in den Nebenort, Santa Catalina, bringt, wo wir Quartier in der gleichnamigen Villa
beziehen. Diesmal wieder für zwei Nächte. Nach dem beziehen der Zimmer geht es sich gerade noch aus, dass ich vom Seeufer den
Sonnenuntergang hinter dem Vulkan San Pedro beobachten kann.

Antigua: Kirche San Pedro / Kathedrale - Frontansicht und Ruinen des Hauptschiffes / Kirche Santa Catalina / Am Atitlansee
Am Morgen geht es mit dem Schiff wieder zurück nach Panajachel, von wo aus wir mit dem Bus nach
Chichicastenango, einem Ort der Quiche-Indianer, mit dem angeblich größten Indio Markt Mittelamerikas, fahren. Es sind nur 30 km, a
ber wieder geht es durch enge, steile und kurvenreiche Bergstraßen, so dass wir 90 Minuten unterwegs sind bis wir das Ziel erreichen.
Die Zeit in Chichicastenango nutze ich dann zum ausgiebigen durchstreifen des Marktes, natürlich verbunden mit Shopping, und für die
Besichtigung der Kirche Santo Thomas, die an einem Ende des Marktplatzes liegt. Der Markt selbst ist zwar ursprünglich für die Versorgung
der Einheimischen gedacht, immer mehr mischen sich aber typische Souvenirs für die Touristen ins Angebot. So ist vom billigen T-Shirt,
über Schnitzarbeiten bis zu typischen Stoffen alles erhältlich. Nach knapp drei Stunden machen wir uns dann wieder auf dem Rückweg nach
Santa Catalina, wo ich den Nachmittag zum ausspannen nutze.

Atitlansee mit Vulkan San Pedro / Abendstimmung am Atitlansee / Marktfrau in Chichicastenango / geschäftstüchtige Maya-Mädchen
Nach dem Frühstück geht es mit dem Boot quer über den See nach Santiago Atitlan, einem Ort der Tzutujil-Indianer. Bei einem Spaziergang
bietet sich uns, wie schon gestern in Chichicastenango, ein buntes Treiben. Die Frauen in ihren alten Trachten prägen das ganze Stadtbild
ebenso wie die vielen Geschäfte in denen es alle möglichen Souvenirs zu kaufen gibt. Weiter geht es dann, wieder über den See, zurück
nach Panajachel, wo wir noch eine Mittagspause einlegen, bevor es zurück geht nach Antigua. Ein letztes Mal die Bergstraße hinauf, durch
die engen Straßen von Solola und dann über die Panamericana zurück in die Stadt. Bevor wir zum Hotel fahren machen wir, kurz vor der
Abenddämmerung noch einen Stopp bei der Kirche La Merced. Diese wird geprägt von einer überreich verzierten Fassade. Die Überreste des a
ngrenzenden, gleichnamigen, Klosters werden heute als Musikschule benutzt. Im Innenhof findet man einen riesigen Zierbrunnen. Das war es
dann auch schon wieder. Wir fahren ins Hotel, wieder die Villa Colonial, beziehen die Zimmer und treffen uns noch zum gemeinsamen
Abendessen. Da aber die Nacht schon um 4.45 endet, ziehe ich mich bald zurück.
Um 6 Uhr starten wir bereits. Zuvor gibt es allerdings noch eine böse Überraschung: im gesamten Hotel ist das Wasser ausgefallen, so dass
es nichts mit einer erfrischenden Morgendusche wird. Aber was soll´s! Da zu dieser frühen Stunde noch relativ wenig Verkehr herrscht
erreichen wir schnell den Flughafen von Guatemala City und bereits kurz nach 7 Uhr hat die gesamte Gruppe eingecheckt. Da der Abflug erst
um 10.10 ist, bleibt noch mehr als genug Zeit übrig. Nachdem es hier – erstmals (!) in Guatemala – Briefmarken zu kaufen gibt, nutze ich
das dazu um meine Karten zu frankieren und zur Post zu geben. Nach einem Kaffee – und einigen Zigaretten – ist es dann endlich so weit
und es kann losgehen. Der Flug führt über Flores zurück nach Cancun und verläuft größtenteils ruhig. Lediglich beim An- und Abflug in
Flores sind die Luftstraßen anscheinend schlecht asphaltiert und es ist ein bisschen unruhig. Von Cancun aus werden wir dann zu den
gebuchten Hotels für den anschließenden Badeaufenthalt transferiert; das ist bei mir das
RIU Tequila, wo ich gegen 15.00 eintreffe. Schnell ist das Zimmer bezogen und dann sofort ab ans Pool und die restliche Zeit, bis zur
Dämmerung, zum Sonnenbaden nutzen. Einzelheiten zum Hotel folgen später. Die Guatemala Reise ist zwar damit zu Ende, doch bereits zuvor
habe ich noch zwei Tagesausflüge für die nächsten beiden Tage gebucht.
Als erster Ausflug steht Chichen Itza auf dem Programm. Um 7.30 geht
es los und, mit einem Zwischenstopp am Hauptplatz von Valladolid, direkt zu der berühmten Mayastätte. Dort angekommen folgt erst einmal
eine Mittagspause, bevor es um etwa 13 Uhr aufgeht zur Besichtigung. Vorbei an der Gruppe der 1000 Säulen erreichen wir auch bald die
Hauptattraktion, die Kukulkan-Pyramide, die ich natürlich auch besteigen muss. Der Anstieg erweist sich als fast einfacher als der
folgende Abstieg. Doch auch sonst hat Chichen Itza einiges zu bieten: das Grab des großen Priesters (kleine Pyramide), der Opferbrunnen,
die Sternwarte und das Nonnenkloster sind absolut sehenswert. Störend sind lediglich die Massen von Touristen die sich hier einfinden.
Aber da bin ich wahrscheinlich von den guatemaltekischen und honduraischen Mayastätten verwöhnt, wo wir uns fast alleine bewegt haben.
Nach einem ausführlichen Rundgang von etwa drei Stunden geht es dann jedenfalls direkt zurück ins Hotel. Wieder genieße ich die
Annehmlichkeiten des AI nicht zu lange, denn morgen steht der letzte Ausflug auf dem Programm: Ek Balam.

Santiago Atitlan: Einheimische in typischer Kleidung / Chichen Itza: Kukulkan-Pyramide
So, damit ist also der Tag der letzten Sightseeing-Tour angebrochen. Wieder geht es um 7.30 los, größtenteils die
gleiche Route wie gestern. Erst auf den letzten Kilometern nehmen wir eine andere Strecke und erreichen Ek Balam. Die Anlage kann mit
einigen Besonderheiten aufwarten: so das ovale Gebäude beim Zugang, dessen Form für Maya Bauten untypisch ist. Zentrum der Anlage ist die
Akropolis, 30 m hoch und 160 m lang. Treppen führen hinauf und auf etwa 2/3 der Höhe eröffnet sich dem Besucher eine Stuckfassade,
verziert mit Ornamenten und plastischen Figuren. Diese Figuren haben Flügel und ähneln der Abbildung von Engeln. Etwa eine Stunde dauert
die Besichtigung, dann brechen wir auf in Richtung Valladolid. Bevor wir die Stadt erreichen machen wir noch Halt bei einer
Tropfsteinhöhle. In einem kleinen See im Inneren haben wir die Möglichkeit kurz ins Wasser zu steigen. In Valladolid machen wir dann
Mittagspause im Restaurant El Meson del Marques, direkt am Hauptplatz, und anschließend gibt es Zeit zum Fotografieren. Da ich das aber
schon gestern erledigt habe nutze ich die Zeit zu einer Pause im Park. Auf dem Rückweg steht noch die Besichtigung eines Maya Dorfes,
Ticuzh, auf dem Programm. Beim durchstreifen des Ortes und eines bewohnten Hauses kommen mir die Worte von Peter, unseres Reiseleiters
in Guatemala, in den Sinn: „Bitte respektieren sie die Leute und bedenken sie dass Guatemala kein Menschenzoo ist!“. Doch Mexiko ist
anscheinend anders! Bei der Rückfahrt verdunkelt sich der Himmel und es beginnt teilweise zu regnen. Hoffentlich beruhigt sich das Wetter
bis morgen, denn an meinen beiden letzten Tagen hier möchte ich schon die Sonne genießen!

Ek Balam: ovale Struktur beim Eingang / Akropolis / Skulpturen mit Flügel / im Mayadorf
Jetzt bleiben mir also lediglich noch zwei Tage um zu entspannen. Am Morgen weckt mich strahlender Sonnenschein und so bleibt es auch,
unterbrochen durch einen kurzen Regenguss am Freitagabend, bis zur Abreise am Sonntag. Das Hotel macht einen tollen Eindruck: schöne,
geräumige Zimmer mit Minibar (alkoholfreie Getränke, Gin, Wodka, Tequila, Rum), tolles Pool und freundliches Personal überall wo man
hinkommt. Einziger Nachteil, der auch den günstigeren Preis gegenüber den anderen RIU Hotels hier erklärt, ist dass das RIU Tequila
nicht direkt am Meer liegt, sondern in der zweiten Reihe steht. So muss man etwa einen Kilometer gehen, oder sich mit dem zur Verfügung
stehenden Golfwagen fahren lassen, um den Strand zu erreichen. Der breite Sandstrand selbst liegt direkt vor dem RIU Yukatan, ist sehr
schön, zahlreiche Palmen, aber auch unzählige Liegstühle, stehen herum und da man alle Annehmlichkeiten des genannten Hotels mitbenützen
kann ist man stets in der Nähe von Getränken, Essen und sanitären Einrichtungen. Besonders empfehlenswert ist noch ein Abendessen im
Seafood Restaurant „Mediterrane“ wo, nach Anmeldung beim Frühstück, herrliche Meeresfrüchte serviert werden.

RIU Tequila: Rezeption / Pool / zugehöriger Strand
Leider gehen diese beiden Tage viel zu schnell vorbei. Am Sonntag heißt es dann schon wieder zum Flughafen fahren, und mit Lauda-Air, in einer Boeing 777 geht es im Direktflug zurück nach Wien. Der Flug verläuft teilweise etwas unruhig, die elf Stunden gehen aber relativ schnell vorbei. Montag Mittags, bei der Ankunft in Wien, ist es ziemlich kühl und bedeckt, so dass ich mich gleich darauf einstellen kann, was mich hier in den nächsten Wochen für ein Wetter erwartet!
HINWEIS: Diese und weitere Fotos aus Guatemala und Mexiko kann man unter den folgenden links pervan.de (Guatemala) und pervan.de (Mexiko) in größerer Auflösung betrachten. Weiters besteht dort die Möglichkeit diese als Grußkarten zu versenden.
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