Mein heuriger Urlaub in der Vorweihnachtszeit führt mich in Begleitung von Sonja und Karl, sowie von Renate und
Robert, die wir im Vorjahr in Mexiko kennen gelernt haben, nach längerer Zeit wieder einmal nach Asien. Zunächst
steht Singapur auf dem Programm, dann geht es weiter nach
Indonesien. Dort haben wir bei
TaiPan die Rundreise "Durch Java nach Bali" mit anschließendem Badeaufenthalt
gebucht.
Start ist am 28. 11.! Da wir - erstmals - den Vorabend Check-in genutzt haben, reicht es dass wir um 5 Uhr früh von
daheim wegfahren. Fast gleichzeitig mit Renate und Robert treffen wir am Flughafen Wien-Schwechat ein. Nach kurzer
Begrüßung bleibt gerade noch Zeit für einen Frühstückskaffee, dann ist es auch schon an der Zeit unseren Flieger,
einen Airbus A 321 von Austrian Airlines, nach Frankfurt zu besteigen. Um 7 Uhr heben wir, fast pünktlich, ab und
erreichen die Finanzmetropole gegen 8.30. Dort wechseln wir von Terminal A auf B, von wo unser Weiterflug nach
Singapur startet. Dann beginnt wieder einmal der Leidensweg der Raucher! Am ganzen Flughafen finden wir keine
Raucherzone! Also müssen wir nochmals zurück durch die Passkontrolle, damit wir wenigstens vor dem Gebäude unserem
Laster frönen können! Nach ein paar Zigaretten geht es dann wieder retour! Bei der neuerlichen Kontrolle des
Handgepäcks fallen anscheinend meine drei Kameras auf, so dass ich auf die Seite gewunken werde, wo eine
Sprengstoff- oder Drogenkontrolle durchgeführt wird. Aber das ist schon in Ordnung; schließlich dient es ja auch
unserer Sicherheit! Eigentlich sollte unser Weiterflug, mit einer Boeing 747-400 von Singapur Airlines, um 12 Uhr
starten, aber bis wir endlich abheben ist es schon fast 13 Uhr. Eine kurze Anmerkung zur Airline: ich habe im
Vorfeld eigentlich nur positives gehört, meine Erwartungen werden aber bei weitem übertroffen! Große Beinfreiheit
zwischen den Sitzreihen, hervorragendes Essen und ein tolles Service durch die freundlichen FlugbegleiterInnen. Der
Flug verläuft, abgesehen von zeitweise kleineren Turbulenzen, sehr ruhig. Kurz vor 7 Uhr Ortszeit (24 Uhr MEZ)
landen wir am Changi Airport. Die
Einreisekontrolle ist schnell absolviert und am Ausgang werden wir auch schon von einem Fahrer erwartet, der uns
ins gebuchte Gallery-Hotel bringt. Hier
sind unsere Zimmer so früh am Morgen natürlich noch nicht bezugsfertig, so dass wir gleich zu einer ersten
Stadtbesichtigung aufbrechen.
Eine Nachfrage bei der Rezeption ergibt, dass sich die nächstgelegene Station der MRT (Untergrundbahn) am Clarke
Quay befindet. Nachdem uns auch noch der Weg dahin erklärt wird brechen wir unverzüglich auf. Da wir trotzdem
öfters im Stadtplan nachsehen - und natürlich auch eine Rauchpause einlegen - benötigen wir etwa eine halbe Stunde
bis wir dort eintreffen. Nach kurzem Studium haben wir auch das System der Kartenautomaten durchschaut und besorgen
uns 5 Tickets zur Harbour Front, da wir uns für heute vorgenommen haben
Sentosa zu erkunden. Für die Überfahrt auf die
Insel nutzen wir die Cable Car; bis wir die allerdings finden irren wir einige Zeit ziemlich planlos in der Gegend
herum! Die Überfahrt selbst geht ziemlich rasch und es bietet sich uns eine phantastische Aussicht auf Stadt und
Insel. Der Preis, SD 18,90 pro Person, ist allerdings ziemlich überhöht! Als Folge der Zeitverschiebung, der
herrschenden Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit macht sich bei uns allmählich Müdigkeit bemerkbar, so dass wir
zunächst ziemlich lust- und planlos herumschlendern. Schließlich raffen wir uns auf und fahren zur Unterwasserwelt,
im westlichen Teil der Insel, um diese zu erkunden. Eigentlich ziemlich unspektakulär das Ganze! Es können zwar
ziemlich viele Fischarten von einem Tunnel aus, der durchs Aquarium führt, beobachtet werden, aber im Vergleich zu
Sea World in San Diego ist das nur ein billiger Abklatsch! Da das gelöste Ticket auch den Besuch der Delphin Show
beinhaltet, nehmen wir den nächsten Bus, die können übrigens auf der Insel gratis benützt werden, um zur
Dolphin-Lagoon zu fahren. Während wir auf den Beginn der Vorstellung warten, aber auch während der - schwachen -
Show, holt uns alle, den Einen mehr, den Anderen weniger, die Müdigkeit ein, so dass wir beschließen ins Hotel
zurück zu fahren um endlich zu duschen und ein wenig auszuruhen. Für den Rückweg nehmen wir die Monorail (ein
Tagesticket kostet 3 SD) und im Anschluss die Metro. Bis wir, gegen 15.30, beim Hotel ankommen sind wir alle
ziemlich geschlaucht. Da wir aber bereits Karten für die abendliche Show "Sounds of the Sea", auf Sentosa,
erstanden haben brechen wir bereits nach zwei Stunden wieder auf zur Insel. Wir benötigen für den Weg etwa eine
Stunde, aber es zahlt sich zumindest aus! Die Laser-, Light-, Wasser- und Feuershow, die etwa eine halbe Stunde
dauert, ist absolut sehens- und empfehlenswert! Nach deren Ende fahren wir wieder retour bis zur MRT Station Clarke
Quay und machen uns auf den Rückweg zum Hotel. Unterwegs machen wir noch Halt zum Abendessen in der
Winegarage, eines der bekanntesten Lokale des
Vergnügungsviertels am Quay. Das Essen ist preislich noch halbwegs im Rahmen, aber SD 15 - ohne Steuern und
Bedienungszuschlag - für einen halben Liter Bier finde ich doch etwas überzogen! Aber was soll´s! Es ist ja
schließlich Urlaub! Jedenfalls geht es nach dem Essen sofort ins Hotel, wo wir gegen 23.30 todmüde ins Bett fallen.

MRT Tickets lösen / SENTOSA: Merlion / Sounds of the Sea / Riverside Point
Für 8 Uhr habe ich den Wecker gestellt. Ohne diese Hilfe hätte ich wahrscheinlich schon noch
einige Zeit geschlafen! Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir zur Stadtbesichtigung. Unser Weg führt uns
entlang des Singapur Rivers, vorbei an den Lokalen des Clarke und des Boat Quay, sowie am Neuen Parlament, bis zur
Raffles Landing Site. Hier soll Sir Thomas Stamford Raffles, am 29. 1. 1819, erstmals den Boden Singapurs betreten
haben, woran auch eine Statue erinnert. Vorbei an der Victoria Concert Hall, am Singapore Cricket Club, wo die
Vorbereitungen für den am 2. 12. stattfindenden City-Marathon im vollen Gange sind, der City Hall und der St.
Andrews Cathedral setzen wir unseren Weg fort bis zum
Raffles Hotel.

Start zum Sightseeing / am Singapur River / St. Andrews Cathedral / Raffles Hotel
Eigentlich hatte ich vor von
hier aus weiter zur Esplanade zu gehen um noch den Merlion Park, Parlament, Rathaus und Obersten Gerichtshof zu
besichtigen. Aber hier ist genau der Moment an dem meine Mitreisenden streiken! Also gebe ich dem Willen der
Mehrheit nach und besteige gemeinsam mit ihnen einen Bus von "Hippo-Tours", einem Anbieter von Hop-on-Hop-off
Sightseeing Touren. Es ist das aber - vorerst - nur ein kurzes Vergnügen, da bereits der nächste Halt (Suntec Mall)
die Endstation ist! Erst nach etwa einer halben Stunde geht es von hier aus weiter. Wir wählen unter den beiden
angebotenen Rundfahrten die City-Tour. Zunächst führt uns der Weg meist entlang der Strecke die wir heute schon zu
Fuß zurückgelegt haben. Weiter geht es dann in den Osten der Stadt zum botanischen Garten. Hier machen wir einen
ersten Halt um diesen ein wenig zu durchstreifen und ein verspätetes Mittagessen zu uns zu nehmen. Nach etwa zwei
Stunden besteigen wir wieder den Bus um durch die Orchard Road zurück zum Ausgangspunkt zu fahren. Bemerkenswert
ist, dass nicht etwa wir Männer sondern Sonja und Renate eine Unterbrechung zum Bummel durch die
Haupteinkaufsstrasse der Stadt verweigern! Jedenfalls wechseln wir bei der Suntec Mall auf die Heritage Tour, die
durch die ethnischen Viertel der Stadt führt. Eine Unterbrechung in Indian Village überfordert unsere Ladys leicht,
so dass wir schon nach kurzem Spaziergang weiterfahren und auch auf einen Stopp in Chinatown verzichten. Jedenfalls
dämmert es nach Absolvierung dieser Runde bereits, so dass wir in Richtung unseres Hotels zurückfahren. Nach einem
Drink in einer kleinen Brauerei am Clarke Quay, wo das Bier übrigens schrecklich schmeckt, und dem Abendessen in
einer Pizzeria am Robertson Quay wird es wieder fast Mitternacht bis wir ins Bett kommen!

Konzerthalle / im botanischen Garten / Schildkröte / Little India
Heute heißt es schon früh raus aus den Federn! Pünktlich um 5.15 erscheint der angekündigte
Shuttlebus, der uns zum Flughafen bringt. Trotz der frühen Stunde herrscht dort schon reger Betrieb, so dass es
einige Zeit benötigt, bis wir für unseren Weiterflug nach
Surakarta, auf der indonesischen Insel Java,
eingecheckt haben. Mit etwas Verspätung starten wir gegen 8 Uhr in einem Airbus A 319 von Silk Air, einer
Tochtergesellschaft von Singapur Airlines. Wie der Flug selbst verläuft kann ich nicht sagen, da ich den größten
Teil der etwa 2 ½ Stunden dazu nütze um den versäumten Schlaf nachzuholen! Wir landen auf dem kleinen
Provinzflughafen von Surakarta, oder Solo wie die Stadt meist von den Einheimischen genannt wird, und obwohl sich
nur die Passagiere unseres Fluges den Einreiseformalitäten stellen müssen dauert es einige Zeit bis diese absolviert
sind und wir unser Gepäck in Empfang nehmen können. Vor dem Ausgang werden wir bereits von unserem Reiseleiter für
die Rundreise erwartet. Schnell sind unsere Koffer im bereitstehenden Auto verladen und dann geht es auch schon los.
Auf dem Weg nach Yogjakarta, wo sich unser Hotel
für die ersten beiden Nächte befindet, machen wir Halt zur Besichtigung der größten hinduistischen Tempelanlage
Indonesiens, dem Prambanan. Die Anlage wurde
etwa um 850 erbaut und soll ursprünglich aus etwa 240 Bauten bestanden haben. Viele davon wurden aber durch
zahlreiche Erdbeben praktisch dem Erdboden gleich gemacht! Auch beim letzten großen Beben im Mai 2006 wurde das
UNESCO Weltkulturerbe schwer getroffen, so dass zurzeit, wegen Einsturz- und Steinschlaggefahr, die Tempel nur von
außen besichtigt werden können. Es sind zwar umfangreiche Renovierungsarbeiten im Gang, wie lange es aber noch
dauert bis diese abgeschlossen sind steht in den Sternen! Trotz allem ist es eine sehr beeindruckende Anlage;
speziell der 47 m hohe zentrale Shiva Tempel! Nach ausgiebiger Besichtigung setzen wir unseren Weg nach Yogjakarta
fort. Zu unserem Leidwesen fällt beim Auto die Klimaanlage aus, so dass das bei der, auch hier, herrschenden Hitze
und Luftfeuchtigkeit wahrlich kein Vergnügen ist. Zum Glück ist der Weg aber nicht allzu weit! In der Stadt
angekommen besuchen wir zunächst eine Wechselstube, damit wir auch über einheimisches Geld verfügen und
anschließend die Batik-Schule eines international agierenden Künstlers dessen Name mir aber entfallen ist. Nach
einer kurzen Einführung in die Kunst der Batik-Malerei besteht hier natürlich auch die Möglichkeit eines - oder
mehrere - der vielen hier ausgestellten, zugegeben sehr schönen, Bilder käuflich zu erwerben. Von hier sind es nur
noch wenige Minuten Fahrt bis zu unserem ersten Hotel auf dieser Rundreise, dem
Melia
Purosani. Da wir doch alle ziemlich geschlaucht sind verzichten wir darauf am Nachmittag die Stadt zu erkunden
sondern relaxen lieber am schön gestalteten Hotelpool. Am Abend fahren wir noch in ein Lokal zu einem traditionellen
indonesischen, eigentlich javanerischen, Abendessen. Die Speisen sehen zwar teilweise komisch aus, schmecken aber
alle, egal ob Gemüse, Fleisch oder Fisch, ausgezeichnet. Nach dem Essen besuchen wir noch im angrenzenden Openair
Theater eine Vorstellung des indonesischen (eigentlich war ich immer der Meinung es sei das indische)
Ramayana Heldenepos. Obwohl wir schon im Vorfeld
die Handlung geschildert bekamen fällt es uns ziemlich schwer der Handlung zu folgen und die einzelnen Szenen der
Erklärung zuzuordnen! Erst nachdem uns der Reiseleiter auf der Rückfahrt ins Hotel nochmals die Kurzfassung erzählt
kommt etwas Licht ins Dunkel.

Prambanan / Shiva-Tempel / indonesisches Buffet / Szene aus dem Ramayana
Bereits am frühen Morgen geht es wieder los. Unser erstes Ziel heute ist
Borobodur. Die in Form einer Pyramide angelegte
buddhistische Tempelanlage ist etwas älter als Prambanan und wurde, nachdem sie jahrhundertelang mit einer dicken
Ascheschicht bedeckt war, erst im Jahr 1835 wieder entdeckt. Ausführlich bekommen wir von unserem Tourguide die
Anlage und, vor allem die Geschichten, die die Fresken an den Seitenwänden in einer Länge von etwa fünf Kilometern
erzählen, erklärt. Insgesamt ist die etwa neunzig minütige Führung sehr interessant und kurzweilig. Gegen Ende
werden wir immer wieder von Mitgliedern einer Reisegruppe gefragt ob wir etwas dagegen hätten mit ihnen für ein
Foto zu posieren. Wie sich dabei, nach Übersetzung durch unseren Reiseleiter, herausstellt stammen diese zwar von
der Insel Java, allerdings aus einer Gegend in die sich kaum ausländische Reisende verirren. Touristenwelt einmal
auf den Kopf gestellt! Auf der Rückfahrt in die Stadt machen wir noch einen kurzen Halt bei einem kleinen
buddhistischen Tempel, dessen Besonderheit es ist, dass in die Fresken auch hinduistische Elemente eingeflossen
sind (Figuren mit 4 bzw. 8 Armen!). In der Stadt gibt es noch Stopps beim, noch immer bewohnten, Sultanspalast, bei einer Silbermanufaktur und einer
Batikfabrik und, zum Abschluss, bei einem alten Wasserschloss, das aber nur noch in Überresten vorhanden ist. Gegen
14.30 kommen wir zurück zum Hotel. Nach einem gemütlichen Mittagessen entscheiden sich Renate und Sonja dafür sich
in der hauseigenen Beautyfarm verwöhnen zu lassen. Robert, Karl und ich machen uns dagegen auf zu einem
Einkaufsbummel in die Haupteinkaufsstraße der Stadt, die Malioboro Road, die nur wenige Schritte vom Hotel entfernt
liegt. Insgesamt etwa drei Stunden flanieren wir vorbei an den Verkaufsständen und durchstreifen die Geschäfte. Wir
erstehen natürlich auch das ein oder andere Stück und genießen den Nachmittag. Einziger - dafür aber enormer -
Minuspunkt ist, dass es an der ganzen Straße nirgends ein Lokal gibt in dem wir bei einem Getränk gemütlich rasten
und plaudern können! So erreichen wir gegen 18.30 wieder das Hotel und treffen an der Bar - natürlich - auf die
runderneuerten Mädels. Dort verbleiben wir noch einige Zeit, nehmen dann im Restaurant noch ein kleines Nachtmahl
ein und ziehen uns anschließend zur Nachtruhe zurück.

BOROBODUR: Tempelanlage / Sonja / zentrale Stupa / mit indonesischer Reisegruppe
Bevor wir Yogjakarta endgültig verlassen besuchen wir noch einen Betrieb, der auf die
Herstellung von traditionellen indonesischen Musikinstrumenten spezialisiert ist. Da dort jedoch nur auf Bestellung
produziert wird und anscheinend im Moment kein Bedarf besteht, steht die Produktion still. So können wir nur die
Lagerstücke ansehen und bekommen kurze Hörproben der verschiedenen Instrumente zu hören. Trotz diesem Manko ist der
Besuch hier aber sehr interessant! Danach verlassen wir die Stadt in Richtung Solo, wo wir einen kurzen Halt zur
Besichtigung des Mangkunegaran Sultanpalastes machen. Baulich nicht gerade interessant beherbergt er hauptsächlich
Erinnerungsstücke an die früheren Sultane, sowie (Familien-)Fotos und Geschenke die sie aus allen Teilen der Welt
erhalten haben, so dass es eigentlich mehr Museum ist als sonst etwas! Damit war es das dann auch schon für heute!
Der Rest des Tages ist nur noch eine Verbindungsetappe, die lediglich durch Rauch- und Mittagspause(n) unterbrochen
wird. Führt die Fahrt zunächst durch fast geschlossenes Siedlungsgebiet, nehmen später die landwirtschaftlichen
Flächen, meist Reisfelder, überhand. Leider setzen bald nach der Mittagspause und, nur wenig später, auch schon die
Dämmerung ein, was sehr schade ist, da wir gerade dann durch eine schöne Berglandschaft fahren, in der sich
Reisterrassen, Urwald und malerische Flusstäler abwechseln. Gegen 19 Uhr erreichen wir endlich unser heutiges
Tagesziel Malang. Hier beziehen wir Quartier im
Graha Cakra Hotel, einem
renovierten Herrenhaus aus der Kolonialzeit. Die Stadt selbst sieht bei der Durchfahrt sehr gepflegt aus und es
wäre sicher interessant gewesen noch einen kurzen Bummel durch das Zentrum zu machen. Da aber der Regen unvermindert
anhält verbringen wir den Abend lieber im Hotel.

Reisfeld und Arbeit am Reisfeld
Am 4. 12. können wir - erstmals - länger schlafen, da es erst um 9 Uhr weitergeht. Bevor wir aus der Stadt
hinausfahren machen wir noch Halt bei den Überresten eines Tempels aus der Zeit des Singosari-Königreichs. Hatten
wir uns darauf eingestellt eine ähnliche Anlage wie Prambanan oder Borobodur vorzufinden, so werden wir enttäuscht.
Es ist nur ein kleiner Tempel, der optisch nicht sehr viel hergibt. So halten wir den Aufenthalt auch relativ kurz
und setzen bald unseren Weg in Richtung der Berge Ostjavas fort. Unterwegs noch ein Halt bei einem chinesischen
Tempel der direkt an der Strecke liegt, dann verlassen wir bald die Hauptstraße und fahren auf Nebenstraßen direkt
hinauf in die Berge. Unser heutiges Tagesziel befindet sich schließlich auf etwa 1700 m Seehöhe. Nach ein paar
Fotostopps, unter anderem bei einem - noch sehr ursprünglichen - Markt, erreichen wir gegen 13 Uhr das Hotel Bromo.
Leider liegt das Quartier in der Einöde, so dass man hier praktisch nichts unternehmen kann! Die einzige Möglichkeit
wäre der hauseigene Golfplatz; da wir aber alle zusammen keine Golfspieler sind fällt auch das flach. So ziehen wir
uns nach dem Mittagessen zum Rasten auf unsere Zimmer zurück. Diese verlassen wir auch nur mehr zur abendlichen
Nahrungsaufnahme!
Bereits um 3.30 morgens ist heute Tagwache! Eine halbe Stunde später starten wir mit zwei Jeeps des Bromo Cottage
Hotels zu einem Aussichtspunkt auf dem Mt. Penanjakan, mitten im Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark. Die Fahrt
dorthin führt über steile und enge Strassen bis auf eine Seehöhe von etwa 2770 Metern. Hier treffen wir rechtzeitig
ein, so dass wir das Farbenspiel des Sonnenaufgangs beobachten können. Während im Tal noch die Nebelschleier hängen
wird vor allem der, noch aktive, Vulkan Bromo in
herrliches Licht getaucht. Das Tüpfchen auf dem i ist aber, dass im Hintergrund auch noch der
Semeru, der höchste Berg bzw. Vulkan der Insel, gerade
in diesem Moment seine Schwefelschwaden in den Morgenhimmel schickt.

MT. PENANJAKAN: Morgendämmerung / Gruppenfoto / Mt. Bromo und Semeru / Mt. Bromo, Semeru und Batok
Lange genießen wir den wunderbaren Ausblick, bevor wir wieder hinunter ins Tal, bis in die Nähe
des Mt. Bromo, aufbrechen. Dort verlassen wir wieder den Jeep. Zu Fuß geht es, teilweise durch tiefe Lavaasche, in
Richtung des Vulkans. Begleitet werden wir von Einheimischen, die uns überreden wollen - natürlich gegen gute
Bezahlung - den Weg auf den Rücken ihrer Pferde zu absolvieren. Unterweges lassen sich Karl und ich dazu überreden
und legen den Rest des Weges, bis zum Fuß des Vulkans, auf den Rössern zurück. Von dort führen noch 245 Stufen
hinauf bis an den Rand des Kraters - diese müssen wir allerdings aus eigener Kraft bewältigen! Die Anstrengung
zahlt sich aber aus! Der Ausblick von da oben, nicht nur in das Innere des Kraters sondern auch auf die Umgebung,
ist einfach beeindruckend! Nachdem wir die Stiegen wieder hinunter gestiegen sind reiten wir zurück zum Auto; dabei
nimmt auch Renate das Pferd, so dass nur Sonja und Robert den Weg per Pedes zurücklegen. Als wir wieder komplett
versammelt sind geht es zurück ins Hotel, wo wir ein verspätetes Frühstück zu uns nehmen und noch kurz Zeit zum
Frischmachen haben, bevor wir um 9.30 die Fahrt in den Osten Javas fortsetzen. Unterwegs machen wir einen
Zwischenstopp zur Besichtigung des Fischerhafens von Pasuran. Es sind aber lediglich Karl und ich dazu zu bewegen
einen kleinen Spaziergang zu unternehmen, so dass wir den Halt ziemlich kurz halten und unsere Tour bald wieder
fortsetzen. Begleitet werden wir von einer schönen, abwechslungsreichen Landschaft und nachmittags - leider - auch
wieder von heftigen Niederschlägen! Gegen 16.20 erreichen wir unser heutiges Nachtquartier, das Hotel
Margo Utomo in Kalibaru. Wie die meisten Hotels auf der
Rundreise ist auch dieses von einem wunderschönen, gepflegten Garten umgeben. Diesen durchstreifen wir ein wenig
bzw. benutzen Sonja, Renate und Robert auch den Swimmingpool. Das anschließende Abendmahl zieht sich, obwohl wir
allesamt ziemlich erledigt sind, bis etwa 21.30.

MT. BROMO: Blick auf den Mt. Bromo / Stiegen auf den Vulkan / Blick in den Krater / Blick hinunter ins Tal
Bevor wir das Hotel verlassen machen wir noch einen Spaziergang durch die angeschlossene
Plantage. Es scheint dies aber mehr eine Schauanlage zu sein, da es nur kleine Bestände der verschiedensten
Pflanzen gibt. Das Meiste (Kaffee, Papaya, Chili, etc.) habe ich aber schon anderswo gesehen; lediglich Kakao und
Pfeffer sind neu für mich. Trotzdem ist die Führung, die etwa eine Stunde dauert recht interessant. Gegen 9 Uhr
starten wir unsere Fahrt zum Hafen von Ketapang. Unterwegs halten wir einmal an um Erdnuss- und Maniokpflanzen,
samt den Früchten, aus der Nähe zu betrachten.

Pfeffer / Kakaofrucht / Erdnuss / Feldarbeit modern und traditionell
Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden. Bevor wir auf die Fähre fahren
können, erfolgt, wegen des zurzeit auf Bali - in Nusa Dua - stattfindenden Klimagipfels, eine ausführliche und
genaue Passkontrolle. Die ganzen Prozederen, mit Fähre beladen, durchqueren der ca. 4 km breiten Meerenge und
entladen, nehmen etwa 90 Minuten in Anspruch. Bei der Weiterfahrt merkt man sofort den Unterschied zwischen dem
islamischen Java und dem mehrheitlich hinduistischen Bali: alles wirkt hier viel gepflegter, fast vor jedem Haus
steht ein kleiner Tempel und auch der Verkehr ist hier nicht so dicht! Wir sind, inklusive Mittagspause, noch etwa
drei Stunden unterwegs, bis wir unser Ziel, den Badeort Lovina, an der nördlichen Küste, erreichen. Die letzte
Nacht der Rundreise verbringen wir hier im Hotel
Aneka. Die, anscheinend, erst vor kurzem renovierte Anlage verfügt über ein schönes Pool, an dem wir den
Nachmittag, übrigens heute erstmals ohne Regen, verbringen.

Patrollienboot / auf der Brücke / Segelboot / originelle Beiwagenmaschine
Damit bricht auch schon wieder der letzte Tag der Rundreise heran. Wir starten um 9 Uhr früh
quer durch die Insel hinunter in den Süden. Dazu müssen wir zunächst eine Bergkette durchqueren. Fast von der Küste
weg geht es hinein in die Berge. Begleitet werden wir von stetig wechselnder Vegetation: Laubwälder, Bananenstauden
und Gemüsefelder wechseln sich in unregelmäßigen Abständen ab. Einen ersten Halt machen wir beim
Pura Ulun Danu, eines der bekanntesten Heiligtümer Balis. Da unser Führer für Bali keine Lizenz besitzt darf er
nicht mit hinein um Erklärungen abzugeben. So erkunden wir die Anlage halt auf eigene Faust. Idyllisch liegt der
buddhistische Tempel am Ufer des Bratansees. Sind wir am Anfang noch fast alleine, ist es sehenswert wie rasch sich
die Anlage mit Gläubigen füllt, die massenweise Opfergaben anschleppen. Gleich in der Nähe besuchen wir auch noch
einen Markt. Es ist sofort erkennbar, dass dieser sehr oft von Touristen frequentiert wird. Einige der Händler
sprechen deutsch, manche davon im tiefsten bayrischen Dialekt. Es ist unterhaltsam wenn ein Uhrenverkäufer im
tiefsten Asien "musst du handeln, handeln macht Spaß", "ka Klumpert" und ähnliches von sich gibt! Insgesamt sind
die Preise hier aber, wie wir später noch feststellen müssen, trotz Handelns weit überhöht. Ansonsten machen wir
nur noch ein paar kurze Fotostopps bei Reisfeldern die wir passieren, so dass wir gegen 14 Uhr unser Urlaubsdomizil
für die nächste Woche, das Resor Seminyak in Seminyak,
erreichen.

PURA ULUN DANU: Elf-Tumpang-Meru / Drei-Tumpang-Meru / Gläubige bringen Opfergaben / Arbeit in den Reisfeldern
Hier noch ein paar kurze Anmerkungen zur Rundreise: eigentlich sind aus meiner Sicht lediglich
die beiden schönen Tempelanlagen Borobodur und Prambanan, der Besuch beim - und am - Vulkan Bromo und, mit
Abstrichen, der Ulun Danu Tempel wirklich eine Reise wert. Alles andere sind eigentlich nur Pausenfüller um etwas
Abwechslung in die teilweise langen Fahrten zu bringen. Natürlich ist auch die abwechslungsreiche Landschaft, mit
den schönen Reisfeldern und -terrassen, sehenswert. Beim genießen der Natur machen uns aber die heftigen, und
teilweise lange andauernden Niederschläge, einen Strich durch die Rechnung.
So, nun ein paar Worte zum Hotel Resor Seminyak: die relativ kleine Anlage wirkt sehr gepflegt, ist aber,
angesichts dessen dass jetzt Nebensaison ist, bei weitem nicht ausgebucht. Dadurch ist an den beiden kleinen
Swimmingpools auch immer genug Platz. Wie es allerdings bei vollem Hotel aussieht, daran will ich gar nicht denken!
Der tropische Garten ist sehr weitläufig angelegt und lädt dadurch auch zu kurzen Spaziergängen ein. Die Zimmer
sind sehr geräumig und einfach aber schön eingerichtet. Vor dem Hotel gibt es einen schönen, breiten Sandstrand.
Allerdings gibt es sehr heftigen Wellengang, so dass es fast unmöglich ist im Meer zu schwimmen. Außerdem sind die
Strandboys sehr lästig. Ständig ist einer da, der Uhren, Sonnenbrillen oder ähnliches an den Mann bringen will. So
verbringen wir die meiste Zeit am Pool und ab 15 Uhr (Happy Hour) teilweise an der Poolbar. Anmerken möchte ich
noch, dass wir gehört haben dass das Hotel im nächsten Jahr abgerissen und durch eine neue 5 Stern-Anlage ersetzt
werden soll.
Resor Seminyak
Strand vorm Resor Seminyak / "fliegender Holländer" / Sonnenuntergang
Im Laufe der Woche unternehmen wir eigentlich nichts, außer das wir an zwei Abenden mit dem
hoteleigenen Shuttle-Bus ins nur wenige Kilometer entfernte Legian fahren. Auf der langen
Haupteinkaufsstraße, die Legian mit Kuta verbindet, unternehmen wir ausgedehnte Spaziergänge und erstehen auch das
ein oder andere Souvenir. Ansonsten wollten wir zwar einen Ausflug mit Katamaran, Glasbodenboot, Schnorcheln, etc.
(all inclusive 70,-- Euro) buchen, da sind wir aber zu spät gekommen, so dass dieser schon ausgebucht war.
Trotz allem vergeht die Woche wie im Flug. Viel zu schnell ist der Heimreisetag, der 14. 12. gekommen. Um 10 Uhr
morgens starten wir zum Flughafen von Denpasar. Von dort geht es mit einer Boeing 777-200,
von Singapur Airlines, nach Singapur. Der Flug dauert etwa 2 ½ Stunden, so dass wir etwa gegen 15.30 am Changi
Airport eintreffen. Da wir hier einen Aufenthalt von über acht Stunden haben lassen wir es ganz langsam angehen.
Zuerst einmal eine Rauchpause auf der Sonnenblumenterrasse, erst dann suchen wir die Touristen Information, bei der
gratis Stadtrundfahrten angeboten werden. Aber kommen wir dort zu spät, da die letzte Tour für heute schon
abgefahren ist. So bleiben wir halt am Flughafen und verbringen die Wartezeit damit diesen zu durchstreifen und die
Angebote der zahlreichen Shops zu betrachten. Was mir dabei auffällt ist, dass elektronische Geräte etwa zum halben
Preis von daheim erhältlich sind. Irgendwann, langsam aber doch, ist es dann an der Zeit den Flieger nach Frankfurt,
wie beim Herflug eine Boeing 747-400, zu besteigen. Gegen Mitternacht Ortszeit heben wir ab und erreichen Frankfurt
am frühen Morgen. Wieder ist warten angesagt, bis wir unseren Anschlussflug nach Wien besteigen können. Als wir um
9.30 dort ankommen sind wir insgesamt schon fast 31 Stunden unterwegs, so dass wir dankbar feststellen dass uns
unser Taxi schon erwartet und auf dem schnellsten Weg nach Hause bringt!
LEGIAN: Mahnmal an die Terroranschläge / Wechselkurse / am Flughafen Denpasar / Airbus A 380
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