2. September 1999, 6 Uhr: Treffpunkt mit Ursi, Birgit und Mike am Flughafen Wien-Schwechat. Um 8.05 geht es dann los! Mit British Airways, via London, nach Los Angeles, wo wir nach einer problemlosen Reise gegen 16 Uhr eintreffen. Schnell ist die Passkontrolle passiert, der Mietwagen, ein geräumiger Chevrolet Lumina, ausgefasst und schon kann es los gehen in Richtung Stadt, wo wir unser Quartier für die ersten vier Nächte, das Beverly Terrace Hotel, beziehen. Das Hotel liegt direkt an der Grenze von Beverly Hills und West Hollywood, so können wir am Abend noch einen kleinen Bummel über den Santa Monica Boulevard machen, bevor uns der Jetleg in die Knie zwingt.
Am nächsten Morgen springen wir schon früh aus den Federn, um den Weg durch die große Stadt nach Hollywood zu suchen, wo wir als erstes Highlight die Universal Studios besuchen. Hier besuchen wir verschiedene Stunt-Shows (Wild-Wild-West, Waterworld, Beetlejuice - Rockin` Graveyard Revue) und absolvieren tolle 3D-rides. Zum Abschluss machen wir dann noch eine 2-stündige Trolleytour durch die Backlots, wo unter anderem eine Begegnung mit King Kong und dem weißen Hai, sowie ein Erdbeben der Stärke 8,3 auf dem Programm stehen. Damit ist der erste Tag auch schon wieder vorbei.
Heute steht ein Stadtbummel auf dem Programm. Dazu geht es zuerst zum Mann`s Chinese Theater. Dieses wurde 1927 von Sid Grauman im Stil eines chinesischen Tempels gegründet und entwickelte sich durch Filmpremieren mit viel Prominenz rasch zu einer der Sehenswürdigkeiten Los Angeles. Bekannt wurde es jedoch vor allem durch die, in Beton gegossenen, Fuß- und Handabdrücke der großen Hollywood Stars. Als nächstes schlendern wir dann den Walk of Fame entlang, wo im Gehsteig Sterne mit den Namen aller großen Stars eingegossen sind, bevor wir dann noch versuchen möglichst nahe an das weltberühmte Hollywood-Zeichen heranzukommen, was allerdings kläglich scheitert. Zum Abschluss des Tages geht es dann noch kreuz und quer durch die Nobelviertel zur Besichtigung der tollen Villen der Prominenz.

Ich, Ursi, Birgit und Mike / Universal Studios / Mann´s Chinese Theater / Hollywood
Der nächste Tag steht ganz im Zeichen der berühmten Strände der Stadt. Wir fahren raus nach Santa Monica und schlendern vom Santa Monica Pier bis zum Venice Pier den Strand entlang. Zurück geht es dann über den berühmten Muscle Beach, wo jede Art von Sportlern ihrem Hobby nachgehen, sowie in Ramschgeschäften jede nur erdenkliche Art von Souvenirs angeboten werden. Als nächster Punkt steht dann der Hancock Park auf dem Programm, wo u. a. die Fossilien von Säbelzahntigern gefunden wurden. Zum Abschluss geht es dann noch ins Zentrum von Beverly Hills, rund um den Rodeo Drive, wo die Nobelgeschäfte von Gucci, Cartier, Chanel, etc. beheimatet sind. Aber wohlgemerkt: nur zum Schauen!
Heute steht der nächste Themenpark auf dem Programm: Disneyland! Dies ist der berühmteste Themenpark Kaliforniens. Seit 1955 geöffnet, wird er täglich von rund 60.000 Besuchern frequentiert. Highlights sind die zahlreichen Hochschaubahnen (Matterhorn, Splash Mountain, Big Thunder Mountain Railroad) sowie diverse Shows und Vorführungen. Der Tag hier vergeht wie im Flug, und nachdem wir uns am Abend noch die Mulan-Parade angesehen haben, verlassen wir den Park in Richtung San Diego, wo wir gegen Mitternacht eintreffen und Quartier in einem Motel 6 nehmen.
Am 7. 9. steht ein Besuch von Sea World auf dem Programm. Dieser Themenpark bietet interessante Einblicke in die Welt des Meeres. Besonders sehenswert sind die Killerwal (Orca)-Show, sowie eine toll gemachte Vorstellung mit Seehunden und Seelöwen. Dazu gibt es natürlich, die in Amerika unerlässlichen, 3D-Rides und die Möglichkeit zu einer Fahrt in einem künstlichen Wasserkanal, den Shipwreck Rapids Ride (bei dem man allerdings durch und durch nass wird wenn, wie bei uns, die Technik versagt!). Natürlich wird auch hier ein Tag fast zu kurz, und so ist es natürlich schon wieder Abend bis wir
den Park verlassen. So steht nur noch ein kurzer Besuch im Planet Hollywood auf dem Programm, bevor wir uns zurück ins Motel begeben.
Der nächste Tag steht im Zeichen der Stadtbesichtigung von San Diego. Dazu geht es zuerst nach Old Town San Diego. Hier findet man die ältesten Holzhütten und Adobebauten der Stadt; teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammend sind diese sehr sehenswert. Nachdem die Besichtigung fast den ganzen Vormittag dauert, geht es weiter nach Downtown sowie zu einem kleinen Spaziergang durch den Hafen, in dem drei historische Segelschiffe, darunter die Star of India zu besichtigen sind. Am Nachmittag geht es dann auf die andere Seite der San Diego Bay, nach Coronado, besonders bekannt durch das Hotel del Coronado, einem Holzbau aus dem 19. Jahrhundert, berühmt aus dem Film "Manche mögen´s heiß" mit Marilyn Monroe und
Tony Curtis. Weiters befindet sich hier der größte Stützpunkt der US-Armee für Atom-Unterseeboote. Zum Abschluss besuchen wir noch das Gaslamp Quarter, ein Stadtteil, in dem die alte viktorianische Baukultur größtenteils erhalten wurde. Allerdings ist das eine Enttäuschung, da hier alles schmuddelig und verkommen wirkt.

Cindarelas Schloß / Nass vom Shipwreck Rapids / Hotel del Coronado / Balboa Park
Heute Vormittag steht noch ein Besuch im Balboa Park auf dem Programm. Hier befinden sich der berühmte San Diego Zoo sowie einige, im maurischen und spanischen Stil erbaute, Museen. Diese haben wir, natürlich aus Zeitmangel, nicht besucht,
dennoch ist ein kurzer Spaziergang durch den Park absolut empfehlenswert. Mittags verlassen wir dann die Stadt in Richtung Las Vegas. Auf dem Weg dahin besichtigen wir noch Calico Ghost Town, eine, zu 50% dem Original nachgebaute, zu 50% jedoch aus Hollywood-Phantasien entsprungene, Geisterstadt aus der Zeit des Silberbergbaues.
Mit Einbruch der Dunkelheit erreichen wir dann die Welthauptstadt des Glücksspiels: Las Vegas, Nevada. Hier haben wir eigentlich ein Zimmer direkt am Strip, im Harrah´s vorbestellt, da die aber überbucht sind, werden wir in die Embassy Suites ausquartiert. Die haben zwar den Nachteil nicht direkt am Strip zu liegen, dafür sind sie aber ein Top-Hotel mit tollem Ambiente und einer tollen Poolanlage. Wir beziehen unser Zimmer und dann lassen wir uns sofort mit dem Gratisshuttle auf den Las Vegas Boulevard zurückbringen. Hier werden wir beim Venetian abgesetzt und schlendern dann vorbei an den ganzen berühmten Casino-Hotels, wie Treasure Island, Stardust, Circus Circus und Sahara, bis zum Stratosphere Tower. Natürlich ist es nur mit schlendern nicht getan! Wir besichtigen auch die Anlagen und versuchen da und dort unser Glück an den einarmigen Banditen. Am Stratosphere Tower fahren wir auf die Aussichtsplattform, um aus einer Höhe von 400 Metern einen Überblick auf das nächtliche Las Vegas zu bekommen. Hier, in schwindelnder Höhe, kann man auch eine Fahrt mit der Hochschaubahn machen. Zurück auf sicheren Boden marschieren wir wieder zurück und besichtigen noch das Paris und das Caesars Palace, bevor wir beim Bellagio das wunderbare Spiel der Wasserfontänen zu den Klängen moderner Musik bewundern. Da es inzwischen spät geworden ist, suchen wir uns ein Taxi um zum Hotel zurückzufahren.
Nachdem wir jetzt doch schon eine gute Woche jeden Tag mit Besichtigungen verbracht haben ist für heute relaxen am Hotel-Pool angesagt. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 40° belegen wir gleich nach dem Frühstück die Liegestühle und verbringen den Tag am und im Wasser. Während die Mädels sich anschließend für den abendlichen Ausgang in die City zurecht machen, testen Mike und ich das Freibier an der Hotelbar. Dieses wird in sogenannten "Pitchers", das ist eigentlich nichts anderes als gewöhnliche 1-Liter Krüge, ausgeschenkt und ist fast ungenießbar. Aber was soll´s, umsonst ist umsonst! Am Strip setzen wir unseren Casino-Rundgang dann fort wo wir am Vortag geendet haben: Hard Rock Hotel, MGM-Grand-Hotel, New York und Excalibur stehen noch am Programm. Da wir kein Glück im Spiel haben, und uns morgen ein anstrengender Tag bevor steht, geht es relativ früh zurück ins Hotel.
Calico Ghost Town / Bellagio-Wasserspiele / Paris Las Vegas / Embassy Suites Hotel
Heute steht ein Ausflug zum Grand Canyon auf dem Programm. Dazu heißt es schon früh raus aus den Federn und rein ins Auto. Zunächst geht es zum Hoover Dam. Hier machen wir eine kurze Pause und machen einen Spaziergang über die Dammkrone, in deren Mitte die Grenze zwischen Nevada und Arizona verläuft. Der Ausblick hier ist auf jeden Fall gigantisch; sowohl zum aufgestauten Lake Mead als auch auf den tief in die Schlucht eingegrabenen Colorado River. Weiter geht es dann über Kingman und den Interstate 40 bis zum Grand Canyon. Die Aussicht, am von uns angesteuerten Havasupai Point war zwar recht nett, aber nicht unbedingt dass, was man sich unter dem Grand Canyon vorstellt. Da jedoch keine Zeit mehr blieb, um zum South Rim weiterzufahren, mussten wir uns mit dem was wir sahen zufrieden geben und nach einer Stunde machten wir uns auf den Rückweg. Jedenfalls haben wir festgestellt, dass die Entfernung von Las Vegas für einen Tagesausflug mit dem Auto zu weit ist. Man sollte dafür mindestens zwei Tage veranschlagen. Als wir endlich wieder in Vegas eintreffen, ist es schon spät Abends, und da wir von über 10 Stunden Autofahrt ziemlich geschlaucht sind, begeben wir uns auch bald zur Nachtruhe.
Nachdem wir den gestrigen Tag fast nur im Auto verbracht haben, steht heute auch noch eine sogenannte Verbindungsetappe auf dem Programm! Wir verlassen Las Vegas um möglichst nahe an den Yosemite National Park heranzukommen. Unterbrochen wird die Fahrt nur um im Death Valley die Aussicht vom Zabriskie Point zu genießen, um die Furnace Creek Ranch zu erkunden und um Mike die Möglichkeit zu geben Klapperschlangen zu suchen (was jedoch glücklicherweise erfolglos blieb!). Vorbei an den Sanddünen von Stovepipe Wells erreichen wir dann die Ausläufer der Rocky Mountains, wo uns der Sequoia National Park den direkten Weg durch die Berge versperrt, weshalb wir diesen in Richtung Süden umfahren um über den Walker Pass auf die andere Seite zu gelangen. Bei Bakersfield erreichen wir dann den Interstate 99 auf dem wir noch nordwärts bis Fresno fahren. Als wir hier am späten Abend eintreffen, haben wir fast 800 km hinter uns gebracht. Dafür sind wir jedoch nur mehr etwa 50 km von National Park entfernt.

Hoover Dam / Havasupai Point / Zabriskie Point
Gleich in der früh starten wir zum Mariposa Grove, dem Südeingang zum Yosemite National Park. Als erstes wollen wir die riesigen Mammutbäume - die sogenannten Sequoias - besichtigen. Auf einer ca. einstündigen Wanderung, immer bergan, kommen wir an den Musterexemplaren dieser Gattung vorbei, darunter der Grizzly Giant, einer der weltweit größten seiner Art, sowie den California Tunnel Tree, durch dessen Stamm, wie der Name schon sagt, ein Tunnel führt, so groß, dass jeder PKW ohne Probleme durchfahren könnte. Wieder zurück beim Wagen fahren wir weiter zum Glacier Point, einem der berühmtesten Aussichtspunkte des Parks. Hier genießen wir das herrliche Panorama: von den Nevada Falls, über Half Dome, das Yosemite Valley, bis zum El Capitan. Als nächstes Ziel steht noch das Yosemite Village auf dem Programm. Doch obwohl wir es genau vor uns sehen, nur durch 1000 Höhenmeter getrennt, liegt wieder eine Fahrt von mehr als einer Stunde vor uns. Als wir es dann endlich erreichen neigt sich der Tag schon dem Ende zu und wir können nur noch einen kleinen Rundgang durchs Dorf machen. Jetzt rächt sich, dass wir nur einen Tag für den Park eingeplant haben, so dass wir uns schon bald auf die Weiterreise machen müssen. Als wir bei El Portal den Park verlassen wird uns das Benzin schon ziemlich knapp und wir erreichen gerade noch mit dem letzten Tropfen eine Tankstelle. Wir setzen unsere Reise noch bis Merced fort, wo wir uns für diese Nacht einquartieren.

Unser Auto / Ursi im Tunnelbaum / Half Dome / El Capitan
Gleich am Morgen starten wir zu unserem nächsten Ziel: San Francisco. Wir erreichen die Stadt über Oakland und fahren dann über die Bay Bridge ins Zentrum, wo wir ein Hotel reserviert haben. Und zwar das St. Moritz, das zwar einen noblen Namen trägt aber, wie wir feststellen müssen, eine Absteige der untersten Kategorie ist. Es verfügt über "indische" Toiletten und Duschen (jenseits des Ganges!) und die Zimmer sind schäbig. Was für das Hotel spricht ist die zentrale Lage und, da wir ja nicht anspruchsvoll sind, so beziehen wir halt unsere Zimmer. Den Rest des Tages verbringen wir mit einem Spaziergang durch die Umgebung des Hotels. Dieser führt uns nach China Town, und über die Columbus Avenue noch ins Hafenviertel wo mit der Cannery, der Fishermans Wharf und dem Pier 39 ein Einkaufs- und Vergnügungsviertel geschaffen wurde. Dort verbringen wir auch den Abend um anschließend mit einem der berühmten Cable Cars zu unserem Hotel zurückzufahren.
Heute ist der 15. September und wir beginnen mit der eigentlichen Erkundung der Stadt. Vom Hotel schlendern wir über die Market Street zur City Hall, dem Rathaus San Franciscos, zur Oper und dann weiter Richtung Alamo Square. Auf dem Weg dahin bietet uns ein älterer Herr die Möglichkeit sein viktorianisches Haus zu besichtigen, was wir natürlich gerne ausnutzen. Der Alamo Square selbst ist bekannt als einziger Platz der Stadt, wo man die berühmten viktorianischen Bauten San Franciscos vor der Skyline des modernen Financial Districts sehen kann. Weiter geht es dann zur berühmten Lombard Street, der wohl kurvenreichsten Straße der Welt, bevor wir en Finanzdistrikt, in dem mit der Transamerica Pyramide auch das höchste Gebäude der Stadt steht, durchstreifen wir als nächstes. Anschließend holen wir unser Auto aus der Garage um zur Fishermans Wharf zu fahren. Hier besorgen wir uns Karten für die Überfahrt nach Alcatraz, um das, 1963 geschlossene, ehemals sicherste und berüchtigste Gefängnis der USA zu besuchen. Die Führung dort ist sehr interessant und man bekommt, aufgrund authentischer Tondokumente, einen Einblick wie das Leben in dieser Haftanstalt einst ablief. Wieder zurück am Festland nutzen wir die Zeit noch zu einen kleinen Einkaufsbummel, bevor wir den Abend in einem netten Lokal, mit Countrymusik, ausklingen lassen.

Wahrzeichen von Fishermans Wharf / Cable Car / Alamo Square mit Financial District / Lombard Street
Diesen Tag beginnen wir mit einem Ausflug in den Golden Gate Park. Hier besuchen wir den Japanese Tea Garden, der voll ist mit traditionellen japanischen Bauten und natürlich wachsen hier auch verschiedene Arten von Bonsai Bäumen. Nach einem Spaziergang fahren wir durch den Presidio, einem 1992 aufgelassenen Armee Stützpunkt der jetzt zu den teuersten Büro- und Wohngebieten San Franciscos zählt. Als nächstes Ziel steht die berühmte Golden Gate Bridge auf dem Programm. Einige Daten zu dieser Brücke: eröffnet 1937, Länge (inklusive Zufahrten) 11 km, frei hängender Teil 2320 m; Höhe der Pfeiler 228 m; Fahrbahnhöhe über dem Wasser 67 m; 520 000 m2 Beton, 100 000 Tonnen Stahl und 127 700 km Kabel wurden verbaut! Leider ist es, wie meist in der Bay, recht nebelig, so dass wir nur den Unterbau der Brücke sehen. Danach fahren wir wieder zurück ins Zentrum, wo wir einen kleinen Einkaufsbummel starten. Gegen Abend besteigen wir dann ein Cable Car und fahren hinüber in die Cannery, wo wir einen netten Abend bei "Jacks" verbringen. Ziemlich spät, und auch ein bisschen angeheitert, kehren wir dann ins Hotel zurück.
Der Morgen beginnt mit einem Schock: offensichtlich hat Mike seinen Rucksack bei "Jacks" oder im Cable Car vergessen. So jagen wir am frühen Morgen durch die Stadt, um in der Bar nachzufragen, aber dort ist kein Fundstück übriggeblieben. So müssen wir uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass die Flugtickets von Mike und mir, Mikes Pass, meine
Travellerschecks sowie einiges an Bargeld weg sind. Damit wird es heute nichts mit dem geplanten Ausflug ins Napa Valley. Als erstes suchen wir einen Polizisten, um die Verlustanzeige zu machen. Das spielt sich genau so ab wie man es aus diversen Krimis kennt: wir stehen am Gehsteig und der Officer zückt seinen Notizblock um alles aufzunehmen. Dann gibt er uns eine Nummer, die unsere Anzeigebestätigung ist. Als nächstes stehen die Wege zur Wiederbeschaffung der verlorenen Dokumente auf dem Programm: Österreichisches Konsulat wegen dem Pass, British Airways zur Neuausstellung der Tickets. Da das alles schneller geht als erwartet, beschließen wir noch über die Golden Gate Bridge raus nach Sausalito, der selbsternannten Nuklearfreien Zone, zu fahren. Hier haben wir dann eigentlich recht viel Spaß und der Tag neigt sich schnell dem Ende zu. Auf dem Heimweg beschließen wir noch mal bei "Jacks" vorbeizufahren um nochmals wegen dem Rucksack nachzufragen. Und wirklich haben wir Glück. Ein nettes Mädel vom Personal hat diesen mitgenommen, da ihr die Aufbewahrung bei den Fundsachen, angesichts des Inhalts, nicht als sicher genug erschien. Nachdem sie uns alles ausgehändigt hat muss das alles natürlich noch gefeiert werden.

Transamerica Pyramide / Alcatraz / Golden Gate Bridge / Sausalito / Mike mit ehrlicher Finderin
Heute ist Samstag der 18. September und wir starten zum letzten Abschnitt unserer Reise zurück nach Los Angeles, und zwar auf knapp 500 km immer entlang des berühmten Highway Nr. 1. Zunächst geht es bis nach Carmel, die Stadt in der Clint Eastwood Bürgermeister war. Hier machen wir einen kleinen Stadtbummel und besichtigen die, 1771 von Junipero Serra gegründete, Carmel Mission, bevor wir noch eine Rundfahrt um den Seventeen Miles Drive, vorbei an der Lone Pine Cypress, machen. Danach besichtigen wir, bereits in der Abenddämmerung, Monterey, ein malerisches Künstlerdorf am Pazifik, wo wir auch für diese Nacht unser Quartier aufschlagen.
Weiter geht es Richtung Süden, entlang an der Big Sur, einem zwar rauen, aber landschaftlich schönen Küstenabschnitt, bis nach San Simeon, wo die Besichtigung von Hearst Castle auf dem Programm steht. Dieses wurde vom Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst
im Jahr 1921 in Auftrag gegeben, und war selbst bei seinem Tod im Jahr 1951 noch nicht vollendet. Es ist wohl das grandioseste und prächtigste Denkmal, welches sich je eine Privatperson gesetzt hat. Leider bekommen wir nur noch Karten für die Tour 4, durch die Gartenanlagen, aber auch die ist absolut sehenswert. Nach der Besichtigung fahren wir noch bis San Luis Obispo, wo wir uns für die Nacht einquartieren.
Am morgen nehmen wir dann das letzte Stück in Richtung Los Angeles in Angriff. Dabei geht es weiterhin immer den Highway 1 entlang. In Santa Barbara machen wir noch einen Stop um auch diesen bekannten Strand zu besichtigen. Nach einem Spaziergang machen wir ein bisschen Rast in der Sonne und beobachten die Surfer bei der Ausübung ihres Sports. In Los Angeles angekommen, fahren wir zum Hollywood Boulevard, wo wir uns in einer Seitenstraße, im Motel 6 Hollywood, für unser zwei letzten Nächte einquartieren. Anschließend gehen Ursi und Birgit ins Kino, während Mike und ich ein nettes Lokal besuchen und ein paar Bier zu uns nehmen.
Dienstag verbringen wir mit einer Führung durch die Paramount Pictures Studios, dem Besuch des Hollywood Cementary und einem Bummel über den Hollywood Boulevard. Am Mittwoch verlassen wir am Morgen das Hotel und fahren noch raus nach Santa Monica, bevor wir uns zum Flughafen begeben, unseren Mietwagen retournieren und auf den Heimflug warten. Relativ pünktlich begeben wir uns dann an Bord der Maschine von British Airways und treten den Flug nach London und in weiterer Folge nach Wien an. Dort treffen wir am 23. September gegen Abend ein.

Carmel Mission / Hearst Castle, Hauptgebäude / Hearst Castle, Swimmingpool
Auf diesem Weg möchte ich mich nochmals bei Ursi bedanken, die die undankbare Aufgabe übernommen hatte diese Rundreise zu organisieren und dies ganz ausgezeichnet gelöst hat.
HINWEIS: Diese und weitere Fotos aus Kalifornien kann man unter dem link pervan.de in größerer Auflösung betrachten. Weiters besteht dort die Möglichkeit diese als Grußkarten zu versenden.
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