VENEZUELA (5. 12. - 20. 12. 2005)


Eigentlich hatte ich ja für Dezember eine Yucatan-Rundreise mit anschließendem Badeaufenthalt an der Playa del Carmen gebucht. Als aber Austrian Airlines, als Folge des Hurrikans "Wilma", alle Flüge nach Mexiko bis Mitte Dezember eingestellt hat, habe ich kurz entschlossen nach Venezuela umgebucht.

Am 5. Dezember starte ich zunächst mit Lufthansa von Wien nach Frankfurt. Das allerdings mit knapp einstündiger Verspätung wegen des dichten Nebels der über dem Flughafen liegt. Mit einer Boeing 767, von Condor, geht es von Frankfurt weiter nach Porlamar. Hier treffen wir, nach einem ruhigen Flug und einer Zwischenlandung auf Grenada, gegen 23 Uhr Ortszeit (4 Uhr MEZ) ein. Nach den schnellen und unkomplizierten Einreiseformalitäten bringt uns ein Bus in ein Hotel in Porlarmar. Bevor es allerdings zur Nachtruhe geht, erfolgt noch eine kurze Besprechung über die bevorstehende Rundreise. Dabei stellt sich heraus, dass meine Reisegruppe aus 10 Personen, unter Führung von Reiseleiter Roland, besteht und wir den Trip in umgekehrter Reihenfolge zum Neckermann Katalog durchführen. Zum Abschluss teilt uns Roland noch mit, dass bereits um 4.30 wieder Tagwache ist, so dass gerade noch Zeit für knapp vier Stunden Schlaf bleibt!

Noch etwas verschlafen treffen wir uns zum Frühstück und fahren, nachdem wir anscheinend gestern nicht genug geflogen sind, begleitet von tropischen Regenfällen zurück zum Flughafen Porlamar. Diesmal steht aber nur ein etwa zwanzigminütiger Flug, mit einer einmotorigen Maschine die gerade groß genug ist dass wir alle Platz finden, hinüber aufs Festland, nach Cumana, auf dem Programm. Vom Flughafen brechen wir auf in die Stadt, wo ein Bummel durch einen, allerdings nicht besonders aufregenden, Markt auf dem Programm steht. Dann verlassen wir die Stadt auch schon wieder in Richtung der Berge. Unterwegs dann der erste Stopp in Miraflores, einem kleinen Nest mitten im Nirgendwo! Hier nutzen wir die Zeit zu einer kurzen Wanderung zu einem kleinen bäuerlichen Anwesen mitten in den Wäldern. Dabei führt uns unser Weg meist entlang eines Flusses, den wir aber am Ende, in Ermangelung einer Brücke, auch durchwaten müssen. Wieder zurück beim Bus machen wir eine kurze Mittagspause, bevor wir zu unserem heutigen Tagesziel, Caripe, aufbrechen. Dort angelangt betätigen wir uns am späteren Nachmittag noch als Höhlenforscher. Auf den Spuren Alexander von Humboldts, der die Höhle im Jahre 1799 erforschte, durchstreifen wir die Cueva de los Cuacharos bis in eine Tiefe von etwa 1,2 km. Die Tropfsteinhöhle ist wahrscheinlich die größte Südamerikas, aber weniger wegen ihrer Stalagtiten und Stalagmiten berühmt als wegen der hier lebenden Fettschwalme (= Cuacharos). Aus dem Gefieder dieser laut kreischenden, nachtaktiven Vögel gewannen die Ureinwohner einst überlebenswichtiges Fett. Von der Höhle fahren wir, mit einem kurzen Halt zur Verkostung der in der Region produzierten Erdbeerprodukte, in unser heutiges Quartier, das Hotel Pueblo Pequeno. Angesichts der kurzen letzten Nacht kehrt schon bald nach dem Abendessen Ruhe ein.

Fischhändler am Markt von Cumana Flüsschen bei Miraflores Sylvia und Iris bei der Durchquerung des Flusses Ausgang der Cueva de los Cuacharos
Markt in Cumana / Fluss in Miraflores / Flussdurchquerung / Cueva de los Cuacharos

Am Morgen, bevor wir Caripe verlassen, besuchen wir noch eine kleine örtliche Kaffeerösterei, in der uns die Verarbeitung der Bohnen vorgeführt wird und wo es natürlich auch die Möglichkeit gibt die hier hergestellten Produkte käuflich zu erwerben! Danach führt uns unser Weg in Richtung Orinoco-Delta. Zunächst heraus aus den Bergen, dann durch Manturin und die endlosen Weiten der Llanos de Monagas bis zur kleinen Ortschaft Boca de Uracoa, wo wir vom Bus auf ein Motorboot wechseln. War uns bis hierhin das Wetter halbwegs wohlgesonnen und die Regengüsse kamen immer dann wenn wir im Bus unterwegs waren oder irgendwo im trockenen saßen, so erwischt es uns nun voll! Gerade als wir zur etwa einstündigen Bootsfahrt zu unserem Camp im Deltabereich aufbrechen öffnet der Himmel seine Schleusen. Doch zum Glück ist der Tropenregen bald vorüber, so dass wir bei Erreichen des Camp Mispalafitos, das uns für die nächsten zwei Nächte beherbergt, schon fast wieder trocken sind. Schnell werden die Hütten bezogen, geht es auch schon wieder hinaus auf den Fluss! Mitten auf dem Orinoco stoppen wir um den Sonnenuntergang zu betrachten und auch um ein kurzes Bad in den Fluten zu nehmen. Dazu noch zur Labung ein gutes "Cuba Libre", so kann man es hier ohne Probleme aushalten! Erst nach Einbruch der Dunkelheit erreichen wir wieder das Camp, wo wir nach dem Abendessen noch gemütlich bei ein paar Caipirinhas zusammensitzen, so dass dann einer geruhsamen Nachtruhe nichts mehr im Weg steht.

Camp Mispalafitos Blauer Ara im Camp Tukan im Camp Sonnenuntergang am Orinoco ORINOCO-DELTA: Camp Mispalafitos / Blauer Ara / Tukan / Sonnenuntergang

Der morgendliche Weckruf erfolgt heute durch das Gezwitscher der Vögel und den verschiedensten Geräuschen was weis ich welcher Tiere. Auch das Wetter passt vorerst: herrlicher Sonnenschein und von Minute zu Minute wird es heißer! Vormittags steht zunächst ein etwa einstündiger Spaziergang durch den Urwald auf dem Programm. Dazu werden wir in modisch elegante Gummistiefel gesteckt, die Damen in braun, die Herren in schwarz, dann geht es auch schon los. Dann fahren wir mit dem Motorboot ein Stück weg vom Camp, um unter Führung eines Indios, den Dschungel zu durchstreifen. Es werden uns die verschiedensten Bäume - und deren Nutzbarkeit - erklärt, sonst ist aber nicht sehr viel los. Lediglich einen schwarzer Skorpion und eine kleine Wasserschlange bekommen wir zu sehen! Erwähnenswert ist lediglich dass wir, auf dem sumpfigen Untergrund, teilweise bis zum Rand unserer Stiefel im Morast versinken. Wieder zurück beim Boot fahren wir noch weiter den Nebenfluss des Orinocos hinauf. Doch bereits nach wenigen Minuten beginnt es plötzlich extrem zu schütten und obwohl wir das Unternehmen sofort abbrechen um zum Camp zurückzukehren, sind wir total durchnässt bis wir dort anlangen! Nach einer kurzen Pause - und nachdem der Regen aufgehört hat - machen wir eine Ausfahrt mit einem Einbaum. Und es ist als ob sich der Himmel gegen uns verschworen hat: kaum sind wir gestartet, schon öffnet er wieder seine Pforten! Wir lassen uns allerdings davon nicht beeindrucken und unser "Chauffeur" paddelt uns eine gute Stunde durch einen kleinen Seitenarm. Aber auch hier das schon gewohnte Bild: das Delta wirkt wie ausgestorben; keine Spur von Vögeln oder vielleicht sogar einem Kaiman! Einziger Erfolg ist, dass wir wieder einmal bis auf die Haut durchnässt werden! Nach einer kurzen Mittagspause steht zunächst ein Besuch bei einer Familie der Warao-Indianer, die hier im Delta leben, auf dem Programm, bevor wir zum Highlight des heutigen Tages kommen: Piranha fischen! Es geht dabei an Bord recht lustig zu und dem Einen oder Anderen ist Petri sogar wohlgesonnen. Nach etwa einer Stunde geben dann auch die letzen Erfolglosen, darunter natürlich auch ich, auf und es geht weiter zum Besuch eines Indio Dorfes. Das Dorf ist aber nicht wirklich sehenswert, im Gegenteil, es erweist sich als einzige, riesige Müllhalde! Der Rückweg zum Camp entwickelt sich dann zu einem Wettlauf zwischen Boot und Regen. Diesmal bleiben wir aber Sieger, so dass es uns erspart bleibt neuerlich durchnässt zu werden! Nach dem Abendessen entwickelt sich ein recht lustiger Abend an der Bar, dessen Höhepunkt, zu fortgeschrittener Stunde, die Eintragung ins Gästebuch des Camps Mispalafitos ist. Also wenn Ihr einmal das Camp besucht, vergesst nicht den etwa zweiseitigen Gästebucheintrag vom 8. Dezember 2005 nachzulesen!

Ich habe Dich zum fressen gern! Indio mit Wasserschlange Indios Piranha Indiokinder
ORINOCO-DELTA: Kapuzineräffchen / Indio mit Wasserschlange / Indios /Piranha /Indiokinder beim Souvenirverkauf

Heute müssen wir das Orinoco-Delta auch schon wieder verlassen. Das Motorboot bringt uns zurück nach Boca de Uracoa. Unterwegs bietet sich uns noch die Möglichkeit, das Spiel der Flussdelphine in den Fluten betrachten. Weiter geht es dann wieder mit dem Bus. Bei Puerto Ordaz überqueren wir, da die nächste Brücke etwa 140 km entfernt ist, mit einer Aufofähre den Orinoco. Es herrscht hier ein reges Treiben und die Fähren legen, jede voll belegt, fast im Minutentakt an und ab. Nur wenige Minuten nach der Querung halten wir zur Mittagspause im Parque Cachamay. Direkt vor dem Restaurant liegen die Stromschnellen und Wasserfälle des Rio Caroni, die angesichts der vielen Niederschläge der letzten Tage ziemlich viel Wasser führen und so einen faszinierenden Anblick bieten. Es ist aber auch schön das Spiel der Kapuzineräffchen zu beobachten, die hier ihr Unwesen treiben und auch allerlei Kleinigkeiten (Gläser, Becher, etc.) aus dem Restaurant entwenden. Nachdem der Vormittag heute trocken verlief, kommt auf der Weiterfahrt wieder der große Regen! Da wir aber bis zu unserem Tagesziel El Calleo, das wir gegen 18.30 erreichen, sowieso nur noch im Bus sitzen stört es nicht besonders. Nach dem Beziehen der Zimmer treffen wir uns noch zum Abendessen, trinken ein paar der riesigen (0,2 l) einheimischen Biere und dann begebe ich mich auch schon bald zur Nachtruhe.

Doppelter Regenbogen über dem Orinoco Fähre über den Orinoco Wasserfall im Parque Cachamay Wasserfall im Parque Cachamay
Regenbogen über dem Orinoco / Orinoco-Autofähre / Wasserfälle des Rio Coroni im Parque Cachamay

Am Morgen machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch das Städtchen und besuchen am Bolivar-Platz eine richtig urige, alte Goldschmiedewerkstatt. Danach machen wir uns auf den Weg zum Camp Kaimoran in der Gran Sabana. Wir folgen der einzigen asphaltierten Straße die es hier gibt und deren Sperre, aus welchem Grund auch immer, einen Umweg von etwa 4000 km nach sich ziehen würde. Unterwegs machen wir einen kurzen Halt beim "berühmten" Kilometer 88; eigentlich ist das aber nur die letzte Tank- und Verpflegungsstelle vor der Auffahrt aufs Hochplateau der Gran Sabana! Hier holt uns auch wieder der Regen ein! Heftiger als je zuvor prasselt das Wasser vom Himmel und verfolgt uns bis knapp vor unser Tagesziel. Wir erreichen Camp Kaimoran gegen 16.30 und machen von hier aus noch einen kurzen Badeausflug zu den nicht weit entfernten Manakachi Wasserfällen. Nach dem Abendessen bleiben wir noch gemütlich bei dem ein oder anderen Cuba Libre sitzen und lassen den Tag ausklingen. Erst als uns Roland erklärt, dass in wenigen Minuten der Strom abgeschaltet wird, ziehen wir uns schön langsam auf unsere Zimmer zurück.

Kirche von El Calleo Obstverkäufer in El Calleo von Eiffel konstruierte Brücke Regen bei km 88 Manakachi Wasserfälle
Kirche in El Calleo / Obstverkäufer / Eiffel-Brücke / Regen bei km 88 / Manakachi Wasserfälle

Heute geht es weiter in den Südosten des Landes nach Santa Elena, der Grenzstadt zu Brasilien. Vor allem am Vormittag gibt es auch wieder so manchen Regenschauer, zum Glück aber immer dann wenn wir gerade im Bus sitzen. Ansonsten besichtigen wir heute jede Menge Wasserfälle (Kami, Kama Meru, Pacheco), von denen der Kama Meru, mit seiner Fallhöhe von 70 m der beeindruckendste ist. Am Rio Saro Wapo machen wir, ebenfalls bei einem Wasserfall, einen etwa einstündigen Badeaufenthalt. Auf der Weiterfahrt gibt es einen "Japanerstopp" (= aussteigen - fotografieren - einsteigen) auf der venezolanischen Golden Gate Bridge. Objekt der Begierde ist hier der Salto Rio Yurmani. Apropos Golden Gate Bridge: der Name kommt daher, dass die nächste Ortschaft San Francisco heißt! Hier machen wir auch unsere Mittagspause mit einem anschließendem Bummel durch einen kleinen Indianermarkt. Als nächstes Ziel steht am Nachmittag der Jaspe Wasserfall auf dem Programm. Dazu müssen wir allerdings eine kurze Wanderung einlegen. Der Wasserfall ist zwar nicht besonders hoch, zieht seine Wirkung aber aus dem roten, anscheinend erzhaltigen, Gestein das ihn umgibt. Auf der Weiterfahrt machen wir noch den ein oder anderen Fotostopp, doch leider bleibt uns der Blick auf die Tafelberge, für die die Gran Sabana berühmt ist, verwehrt, da sich diese hinter einer dichten Wolkendecke verbergen. Gegen Abend erreichen wir Santa Elena, durchqueren die Stadt aber nur und fahren gleich weiter über die Grenze nach Brasilien. Der Grenzübertritt ist total komplikationslos: statt dem Reisepass ist hier der internationale Impfpass (wegen der Gelbfieberimpfung) das einzig wichtige Reisedokument. Auf der brasilianischen Seite halten wir zum Einkaufsbummel. Angesichts dessen das heute Sonntag und auch die Zeit schon fortgeschritten ist, haben aber nur wenige Geschäfte geöffnet, so dass wir bald den Rückweg antreten und im Camp Banana in Santa Elena Quartier beziehen.

Salto Kami Salto Kama Meru (70 m hoch) Salto Rio Yurmani Salto Jaspe
WASSERFÄLLE: Salto Kami / Salto Kama Meru / Salto Rio Yurmani / Salto Jaspe

Damit bricht auch schon wieder der letzte Tag der Rundreise heran. Mit dem Bus fahren wir zurück, vorbei an Camp Kaimoran, bis zum Flugfeld von Luepa. Hier soll uns um 10.00 ein Flugzeug abholen. Wir sind zwar pünktlich da, aber dann heisst es warten, warten und wieder warten! Erst gegen 12.30 erscheint der Flieger und wir können nach Canaima aufbrechen. Wenn es das Wetter zulässt wird unterwegs der Salto Angel, mit 978 m der höchste Wasserfall der Welt, entdeckt im Jahr 1933 vom amerikanischen Buschpiloten James C. Angel, überflogen. Zunächst sieht es nicht danach aus als ob wir Glück haben, der Urwald liegt unter einer dichten Wolkendecke versteckt. Doch ausgerechnet über den Wasserfällen ist klare Sicht, so dass wir den Vorbeiflug machen können. Es ist dies ein ziemlich beeindruckender Ausblick! Es hat denn Anschein als ob sich das Wasser in der Luft total auflöst und den Boden gar nicht erreicht! Nur wenige Minuten darauf landen wir in Canaima. Durch die Verspätung des Flugzeuges wird die Zeit etwas knapp, so dass jetzt alles schnell gehen muss. Mittagessen, umziehen und dann ein kurzer Fußmarsch zur Lagune. Diese überqueren wir, vorbei an den gewaltigen Wasserfällen des Salto Hacha, der sich auf breiter Front in die Lagune ergießt, in einem Einbaum. Vom gegenüberliegenden Ufer ist es dann ein kurzer Spaziergang zum Salto Sapo, den man durchwandern kann. Das machen wir auch, allerdings wird mir die Sache kurz vor dem Ende etwas zu heftig, so dass ich umdrehe und darauf warte dass der Rest der Gruppe retour kommt. Im Eiltempo geht es dann zurück zum Flughafen, wo die Piloten schon ungeduldig auf uns warten und uns in knapp zweistündigen Flug zurück auf die Isla Margarita bringen. Von hier aus werden wir auf die gebuchten Hotels für den anschließenden Badeaufenthalt aufgeteilt.

der 978 m hohe Salto Angel Lagune von Canaima - Salto Hacha Salto Hacha in der Lagune von Canaima
Salto Angel / Canaima-Lagune mit Salto Hacha / Salto Hacha / Salto Sapo

In meinem Fall ist das das LTI Costa Caribe Beach, welches an der Nordküste der Insel, ein paar Kilometer außerhalb von Juan Griego, mitten in der Einsamkeit liegt. Die Anlage besteht aus zahlreichen, maximal zweistöckigen Gebäuden mit relativ geräumigen Zimmern, die zweckmäßig eingerichtet sind. Lediglich die Anzahl der Fernsehprogramme (1 spanischer Sender und die Deutsche Welle, die allerdings öfters an Störungen litt) lässt zu wünschen übrig. Die Verpflegung ist ausgezeichnet und auch sehr abwechslungsreich. Bei vollgebuchtem Hotel ist das Hauptrestaurant, speziell zwischen 19.30 und 20.30, ziemlich ausgelastet und es können sich Wartezeiten ergeben bis Plätze frei werden. Die beiden Spezialitätenrestaurants (italienisch und mexikanisch) habe ich nicht besucht, also kann ich dazu nicht viel sagen. Erwähnen muss ich aber dass im italienischen Restaurant Don Alfredo lange Hose und Hemd Pflicht sind. Die tropischen Gartenanlagen sind sehr gepflegt und tragen zum positiven Gesamteindruck der Anlage bei. Imme wieder stößt man in den Gärten auch auf Leguane, die sich in der Sonne aalen. Die Poollandschaft ist äußerst großzügig angelegt und es stehen sowohl hier als auch am schönen, palmenbepflanzten Sandstrand ausreichend Liegen zur Verfügung. Etwas störend ist lediglich die teilweise starke Brandung, die die Badefreuden im Meer doch etwas einschränkt.

LTI Costa Caribe Beach LTI Costa Caribe Beach Leguan Blauer und Roter Ara
Hotel LTI Costa Caribe Beach / Leguan / Blauer und Roter Ara

Die erholsamen Tage am Strand sind ausgefüllt mit sonnenbaden, lesen und Abends ein paar Cocktails an der schönen Poolbar. Unterbrochen lediglich durch einen halbtägigen Shoppingausflug nach Juan Griego. Die erholsamen Tage vergehen viel zu schnell und der 19. Dezember, der Tag der Rückreise, ist bald da. Gegen Mitternacht starten wir von Porlarmar aus nach Frankfurt. Der Flug verläuft größtenteils ruhig und dauert etwa 9 ½ Stunden. In Frankfurt muss ich dann noch knappe zwei Stunden auf meinen Anschluss nach Wien warten, wo ich um 17 Uhr Ortszeit eintreffe.

Strand vor dem Hotel Strand beim Hotel Strand oder Alm?
Strand vor dem LTI Costa Caribe Beach

Abschließend möchte ich zur Rundreise noch bemerken, dass die, gegenüber dem Katalog, umgekehrte Durchführung sicher ein Vorteil war, da dadurch die absoluten Höhepunkte , Angel Falls und Canaima, erst am letzten Tag stattfanden. Vom Orinoco Delta war ich persönlich doch etwas enttäuscht. Vor allem hat mich verwundert, dass nirgends Tiere zu sehen waren, und wenn doch dann nur in riesiger Entfernung. Hätte es nicht im Camp Mispalafitos, das mir sehr gut gefallen hat, ein paar Aras, Papageien, Tukane und Kapuzineräffchen gegeben, wäre es in dieser Beziehung eine totale Nullnummer gewesen. Dann möchte ich mich noch bei Reiseleiter Roland, der seine Sache sehr gut gemacht hat, bedanken und alle Mitglieder unserer tollen Reisegruppe recht herzlich grüßen.

HINWEIS: Diese und weitere Fotos aus Venezuela kann man unter dem link pervan.de in größerer Auflösung betrachten. Weiters besteht dort die Möglichkeit diese als Grußkarten zu versenden.

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