Vera auf Weltreise

 

Mitte August 2005

Vera ist gesund und munter wieder im Ländle eingetroffen. Ihre Reiseberichte werden uns direkt fehlen.

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23. Reisebericht vom 8. August

hallo ihr lieben!

jetzt muss ich mir mal schnell den frust von der seele schreiben! bin immer noch in antigua! wir sind am morgen frueh aufgestanden, damit wir den shuttelbus zum flughafen um viertel vor fuenf bekommen, er kam dann auch um zwanzig nach!

am flughafen wollten wir einchecken, air cubana hat nicht mal computer am schalter, sondern eine liste. leider standen wir nicht drauf! sie meinten, dass das reisebuero den flug zwar eingebucht hat, aber nicht bestaetigt! aber vielleicht, ist ja platz, .................. so, drei stunden spaeter,  nein, leider!!!!

so, wir sind wieder zurueck, voller aerger, wie ihr euch vorstellen koennt, nur leider ist heute sonntag und das reisebuero hat zu!!! jetzt haben wir schon einen plan ausgeheckt, wie wir morgen das geld wieder zurueckbekommen, glaub zwar nicht wirklich dran, aber :)

danke fuers zuhoeren! und bis bald! wenn sich was aussergewoehnliches ereignet, halt ich euch auf dem laufenden!

vera

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22. Reisebericht vom 5. August

hallo meine lieben!

so, wir sind wieder zurueck in guatemala und werden uns in den naechsten tagen langsam auf den rueckweg nach hause machen!

hier haben wir echt ein kleines paradies entdeckt, ein vulkanischer see, mitten in den guatemalischen bergen. nette guesthaeuser, super essen, schwimmen am morgen, karten spielen, lesen, .... fuehl mich wie im urlaub, kann ich euch sagen.

aber leider heisst es wieder abschied nehmen und in zwei tagen steigen wir ins flugzeug nach - kuba! ja, das hat sich nett ergeben, und so werden wir uns ein paar tage havanna und vielleicht auch ein bisschen das hinterland ansehen.

dann geht es nach mexico city und kurz darauf nach zuerich!

und dann seh ich euch wieder!!!!

freu mich schon sehr darauf!
vera

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21. Reisebericht vom 12. Juli

hallo ihr lieben!

habe euch versprochen, vom rodeo zu berichten, also stellt euch die dornbirner herbstmesse vor: mit lauter kleinen campesinos mit cowboy hueten, frauen und kinder, ueberall stinkt es nach verbranntem fleisch, es werden aber wie daheim moebel und milchprodukte verkauft, aber habe auch einen stand mit waffen gesehen!

eine grosse austellung mit kuehen (auch unsere kleinen braunen haben sie hier), und eine grosse flaeche fuer den peruanischen passo pferde wettkampf.

unter dem motto, wer wirft seine beinchen am schoensten in die hoehe!

so, und das rodeo war in einer grossen halle, die armen, riesigen bullen warteten schon, auf was auch immer kommen wird. nach einem saenger mit schwarzem anzug und riesen sombrero, der zur begeisterung aller eine schnulze nach der anderen traellerte ging es dann los.

damit die bullen wild sind, wird ihnen ein strick um die weichteile gezogen und jemand wirft auch einen rauhen strick um ihren hals und "ripst" auf und ab - naja, das alles wuerde sogar mich richtig wild machen, so sind die meisten nicht wirklich lange auf dem ruecken geblieben. aber es war eine tolle atmosphaere und ich habe mich ein paar mal beim aufspringen und mitjubeln erwischt :)

als tierschuetzer muss man alle augen zudruecken, aber es war eine tolle erfahrung! als die meute immer mehr bier intus hatte, begannen sie immer haeufiger sich gegenseitig mit ebendiesem zu bewerfen! da haben wir dann einstimmig beschlossen, dass es sicher klug ist, das ganze noch vor sonnenuntergang zu verlassen und uns richtung hotel aufzumachen. in manchen staedten hier (vor allem die untouristischen) bin ich recht froh, dass ich nicht alleine reise, denn ich koennte nach sonnenuntergang nicht mehr beruhigt auf die strasse. aber zu zweit ist es ok und wir sind noch nie in eine wirklich bloede situation gekommen. :)

heute ist mein letzter tag auf utila, eine der bay inseln an der nordkueste von honduras. hier oben ist es ganz anders! schon an der kueste hatte ich das gefuehl, in der karibik gelandet zu sein! schwarze, grosse menschen, laute musik, bunte haeuser und palmen und warmes meer!

die letzten vier tage war ich mit tauchen beschaeftigt! habe einen advanced kurs gemacht, das heisst, ich darf jetzt bis auf dreissig meter tauchen und einen nachttauchgang haben wir auch gemacht!

viele korallen und fische und einmal sind wir vom boot ins tiefe wasser und haben einen riesigen walhai gesehen!!!! zwar nur ein paar sekunden, und dann ist er abgetaucht, aber genial kann ich euch sagen.

leider hatte ich auch ein wenig pech und nach dem wirklich problemlosen nachttauchgang und dem sicherheitsstopp fehlten nur noch fuenf meter zur oberflaeche. ich war auf selber hoehe mit meiner tauchlehrerin und als ich die wasseroberflaeche druchbrach hatte ich ploetzlich ein brennen und stechen an meiner rechten schulter! ich schrie auf und sie meinte zuerst, dass ich das tauchen im dunkeln nicht gut verkraftet haette. aber es war was

anderes: ich bin in eine qualle geschwommen, das tut weh kann ich euch sagen! aber gott sei dank hatten wir essig auf dem boot und das neutralisiert recht gut! jetzt zwei tage spaeter kann man fast nichts mehr davon sehen!

so, heute nehm ich die faehre zurueck zum festland und dann auf die andere bay insel, roatan. um noch ein wenig mehr zu tauchen!

das waren die letzten neuigkeiten aus der ferne!

vera

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20. Reisebericht vom 3. Juli

hallo ihr lieben!

stellt euch vor, was mir heute passiert ist, ich war in einem vogelpark, hier in honduras und der besitzer hat mich herumgefuehrt und mir alles erklaert.

viele papageien, tucane und eine eule, dann liess er einen grossen roten ara auf meinen unterarm sitzen und stellt euch vor, was der gemacht hat:

NEIN! er hat sich nicht erleichtert! er hat seinen kopf unter einen fluegel gesteckt und hat sich eine nette feder "gepflueckt" und hat sie mir in die hand gegeben! ist das nicht genial, ein geschenk von einem papagei und der besitzer meinte, dass er sowas noch nie gesehen habe! schoen, oder?

ja, ich bin inzwischen in honduras, wir haben ein paar tolle maya ruinenanlagen in mexico, guatemala und auch hier in copan angesehen! sehr beeindruckend!

und morgen gehen wir auf ein rodeo in der stadt! das wird spannend, schreib euch davon!

wie geht es euch? seid ihr am schwitzen? ;) bei uns regnet es jeden nachmittag/abend/nacht, aber wenigstens kuehlt es ab! und es ist fein zum schlafen.

vera

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19. Reisebericht vom 14. Juni

hallo ihr lieben!

nach den wirklich interessanten nazca linien, die ich aus der luft bewundern durfte - ich sag euch, ich war froh, dass ich nicht viel gefruehstueckt habe ;)- und nach einem tollen besuch in einem nationalpark an der kueste bei ica, dort habe ich "endlich" pinguine gesehen (das wuensche ich mir schon seit einer sehr kalten nacht in tasmanien, wo wir ein paar stunden vergebens auf diese kleinen voegel gewartet haben!) es war wundervoll!

ja, nach all diesen dingen kamen wir in lima an. keine schoene stadt, kann ich euch sagen, trotzdem verbrachten wir ein paar tage hier, denn wir wussten nicht so recht, wie wir unsere reiseroute weitergestalten sollten. duncan wollte unbedingt nach honduras, wo er letztes jahr gearbeitet hat und ich hatte schon fast alles gesehen, auf das ich hier neugierig war. so stand zur debatte, landweg ueber columbien und dann versuchen auf ein boot nach panama zu kommen. oder ein teurer flug! nach einer kleinen recherche (und vielen taxifahrten) fand ich heraus, dass ich mein around the world ticket aendern kann. so, ich will euch nicht langweilen, lange rede kurzer sinn, wir sind nach mexico city geflogen. das stand zwar nicht auf meiner reiseplanung, aber so kann es gehen!

und jetzt sind wir auf dem weg nach sueden in einer netten stadt namens san cristobal gelandet. ein paar ungeplante dinge sind passiert, wir sind laenger geblieben als geplant, ich habe jetzt eine mexicanische krankenkarte und schlucke alle acht stunden antibiotikum. denn der nette aeltere arzt im krankenhaus meinte, dass ich mir amoeben eingefangen habe.

aber ich habe das gefuehl, dass die schon fast alle tot sind und so habe ich heute meinen ersten ausflug gemacht, wir waren in einem naheliegenden dorf mit einer kirche, das koennt ihr euch nicht vorstellen. sie wird vom vatikan nicht anerkannt, denn die indios beten zwar christliche heilige an, aber ich habe mich vielleicht noch nie in meinem leben so fehl am platz gefuehlt, wie in dieser kirche. sehr voll, mit kleinen, betenden menschen, frauen mit schwarzen zoepfen und schwarzen pelzigen roecken, maenner mit weissen pelzponchos. der boden voller piniennadeln. man muss aufpassen, dass man nicht auf kerzen tritt, die ueberall am boden brennen, zwei verschiedene musikgruppen, die laut spielen, alles ist voller rauch und ich konnte den geruch zu nichts zuordnen, was ich jemals gerochen habe. draussen auf dem platz schiessen maenner laut raketen in den himmel. wie ich spaeter gelernt habe, machen sie das um die heiligen, die doch so traurige gesichter haben, aufzumuntern und zum lachen zu bringen ;). so stand ich da und versuchte mich unsichtbar zu machen, als das nicht funktionierte hab ich diesen ort mit einem sehr komischen gefuehl verlassen.

so, jetzt seid ihr wieder auf dem laufenden!

vera

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18. Reisebericht vom 26. Mai

hallo meine lieben!

oh weh! jetzt hab ich schon so lange nichts mehr von mir hoeren lassen, dass ich gar nicht weiss, wo ich denn anfangen soll!

meine beine jucken so, dass ich meine haende fast festbinden muss, um sie nicht blutig zu kratzen! - mueckenstiche!!! woher denn? wir (duncan und ich, aber davon spaeter) haben einen viertages-treck zu den inka-ruinen choquequirao gemacht. ein paar mal groesser als machu pichu und nur durch eine monsterwanderung (1000 meter runter in die schlucht, 1000 meter rauf auf den berg und dann das ganze nochmal) zu erreichen. aber wir waren nur eine handvoll leute in den atemberaubenden alten gemäuern und als wir an einem abend den sonnenuntergang bewunderten, flog ein kondor knapp ueber unsere koepfe.

doch wie bin ich nach peru gekommen?

nach meinem spanischkurs (kann jetzt mehr verstehen und plapper einfach drauflos) habe ich mich mit meiner lieben grosskusine martina in la paz getroffen. sie ist schon laenger als ein halbes jahr hier in suedamerika und hat sich in cusco, peru haeuslich niedergelassen. ihr koennt euch meine freude fast nicht vorstellen, wieder mal ungeniert dialekt reden zu koennen!!!!

nach ein paar tagen in der hoechsten hauptstadt der welt, machten wir uns auf nach rurrenabaque. 20 stunden busfahrt ueber die sogenannte "gefaehrlichste strasse der welt", vor der abfahrt kam sogar ein mann, der fuer uns alle betete und jeden einzelnen fuer eine kleine spende segnete(wer kann denn da nein sagen!?!?!) und warum? um in die pampas zu gehen! es stellte sich aber als eine tolle und interessante dreitaegige tour heraus, wir suchten die anaconda, doch im moment ist dort zuviel wasser, so versteckte sie sich erfolgreich vor uns! aber wir sahen viele andere tiere, kaimane, unzaehlige voegel, ein faultier, verschiedene affenarten, schildkroeten, die sich in der sonne trockneten, wir fischten piranhas und eigentlich haetten wir auch mit den grossen, pinken delfinen baden koennen (ungelogen!), aber es gibt tage im leben einer frau, in denen sie besser nicht in einen fluss voller piranhas steigen soll. ;)

wenn sie uns am schluss nicht um geld betrogen haetten, waer es fast zu perfekt gewesen! aber man kann nicht alles haben, und es ist nicht das erste mal, dass ich lehrgeld auf dieser reise bezahlen muss.

zurueck in la paz machten wir einen interessanten tagesausflug nach Tiwanaku, einer bolivianischen prae-inka-staette mit einem interessanten sonnentor und grossen monoliten.

doch martina wollte nirgends lange bleiben, zurueck nach peru war ihr groesster wunsch (warum denn nur ;)) so machten wir uns zum lago titikaka auf, zu einem bolivianischen Städtchen namens Copacabana das sich auf 3.810 m Höhe über dem Meer befindet!

von dort besuchten wir die isla del sol, auf der wir einen tag wanderten, leider gefaellt martina das bootfahren nicht so ganz (der armen war ganz furchtbar schlecht) so machten wir das beste aus dem tag in der kargen aber sehr reizvollen landschaft.

und dann ueber die grenze nach peru, gleich nach cusco zu martinas schatz, einem sehr netten und gastfreundlichen peruanischen salsalehrer. so durfte ich mich zwei wochen bei ihnen haeuslich einrichten und dann kam auch mein lieblingsenglaender! duncan (wir haben uns in australien kennen und auch lieben gelernt) wird mich auf den letzten drei monaten meiner reise begleiten.

so, die naechste neuigkeit, ich werde mitte august wieder zurueck ins laendle kommen und dann ab anfang september in einer, so glaube ich, netten kleinen praxis in vandans zu arbeiten anfangen. nach der herumzottelei auf dieser grossen, schoenen welt freu ich mich schon sehr auf diese neue herausforderung. und fuer alle neugierigen: ja, wenn alles so klappt, wie wir uns das wuenschen, wird der duncan auch mit ins oberland ziehen!

aber zurueck nach peru, cusco ist eine wirklich tolle und interessante stadt, so gab es fuer uns viele inca-staetten zu entdecken und den machu pichu haben wir natuerlich auch nicht ausgelassen. aber wir sind mit dem zug hinauf und nicht zu fuss. trotz der touristenstroeme ist es ein magischer und faszinierender ort mit einer atemberaubenden umgebung.

gestern haben wir martina, marco und cusco mit einer kleinen traene in den augenwinkeln verlassen und sind heute morgen, etwas geschlaucht in nasca angekommen. hier gibt es die berühmten linien am boden, mehr weiss ich auch noch nicht, heute abend werden wir uns einen vortrag ansehen und morgen in ein flugzeug steigen und uns selbst ein bild machen.

jetzt ist es schon fast fuenf, als wir am morgen ankamen haben sie uns ab drei uhr wasser versprochen aber es kommt immer noch nicht mehr als ein gurgeln aus dem wasserhahn. so muss ich heute vielleicht stinkend abendessen!

liebe grusse

vera

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17. Reisebericht vom 14. April

hallo!

na, was treibt sie denn dort in der ferne? wenn es euch interessiert, dann lest weiter, sonst sag ich einfach schnell, dass es mir gut geht und ihr koennt den rest ueberspringen ;)

Bin in Bolivien, in einer stadt namens cochabamba und habe mich haeuslich niedergelassen, zum beispiel habe ich das erste mal, seit sieben monaten (ist es wirklich schon so lange?) meine sachen in einen kasten geraeumt. lustiges gefuehl, vor allem faellt es auf, dass ich fast keine kleidung habe.

vor ein paar tagen habe ich beschlossen, dass ich endlich was gegen meine nicht vorhandenen spanisch kenntnisse unternehmen muss. und so habe ich seit montag jeden tag am vormittag eins zu eins unterricht und am nachmittag mache ich brav meine hausaufgaben. ausserdem bin ich bei einer bolivianischen familie eingezogen, mit zwei kleinen niños. mir raucht der kopf, aber ich gebe mein bestes!

Auf dem weg von chile hierher habe ich eine gegend durchquert, die so unrealistisch ist, dass ich manchmal das gefuehl hatte, auf halluzinogenen drogen zu sein. Dali haette seine wahre freude gehabt. Nur ein paar beispiele: geysire (entweder zornig wasser spuckend oder brauner matsch, der vor sich hin kocht), heisse quellen zum baden, eine riesige salzplatte (ein tag mit dem jeep mit einer kaktusinsel darauf), bunte seen (ungelogen) mit FLAMINGOS und das alles auf einer hoehe von ueber 4000 meter. an meinem zweiten tag in bolivien erreichten wir 4800 meter und uebernachteten auf 4500. da werden 10 meter laufen zu einer herausforderung kann ich euch sagen.leider hat es mich dazu auch noch erwischt, durchfall und fieber. aber jetzt ist alles wieder gut und ich geniesse das leben und auch das essen hier.

so, was treibt ihr denn so? ist denn schon fruehling zuhause? hier ist ¨winter´ habe meinen pullover aber noch nicht gebraucht!

vera

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16. Reisebericht vom 22. März

hallo!

meine begruessung in suedamerika war recht zwiespaeltig. zuerst hat mich der zoellner an der passkontrolle angeflirtet. von wegen, was schon so alt..... du siehst doch erst wie sechzehn aus GRINS. na, das war ja nett, vor allem weil ich immer noch irgendwie nervoes bin, wenn ich in einem flughafen an der passkontrolle stehe. weiss auch nicht warum. als ich dann meinen rucksack fand, stand er bereits auf der seite des gepaeckbandes und der vordere riemen war herausgerissen, da dachte ich, ok der hat jetzt auch schon einiges mitgemacht und habe ihn gepackt und mich auf zimmersuche in santiago begeben. als ich dann fein in meinem gemuetlichen zimmer sass, sah ich das gesamte ausmass, jemand hat beim oberen teil, das ich mit einem kleinen schloss gesichert habe, den zipper rausgerissen und mein taschenmesser war weg. willkommen in suedamerika dachte ich mir und so hatte ich an meinem ersten tag in santiago eine aufgabe: einen neuen rucksack kaufen (hab ich auch gefunden, aber der faellt schon auseinander)

OK das war der jammerteil, danke fuers zuhoeren. ab jetzt wird es interessanter.

nachdem ich zwei verzweifelte tage in santiago verbracht habe, in denen ich nicht wusste, in welche richtung ich starten soll - (gleich in den norden, oder doch schnell nach argentinien ... oder ans meer) hab ich mich fuer den sueden entschieden. da ist jetzt herbst und ich habe es nicht bereut.

die seenregion erinnert oft an zu hause, vor allem die gruenen wiesen, die kuehe und manchmal steht noch dick und fett KUCHEN auf einem schild an der strasse. (viele deutsche sind in diese gegend ausgewandert) habe bisher nicht das gefuehl in suedamerika gelandet zu sein.

was hab ich bisher gemacht?

die highlights waren eine besteigung (mit pickel und steigeisen) eines aktiven vulkans in pucon. das war echt ein erlebnis, wir konnten die lava spritzen sehen und sind an den schwefeldaempfen fast erstickt. der vulkan villarica sieht dazu auch noch aus, wie man sich so einen vulkan im bilderbuch vorstellt. dann bin ich weiter hinein in die berge und habe eine woche auf einer kleinen pferdefarm verbracht, die einem deutschen ehepaar gehoert, das bereits 18 jahre in chile wohnt.

eineinhalb tage hat es geregnet (so ein richtiger novemberregen) aber ich hatte mein eigenes kleines blockhaeuschen mit einem kleinen ofen. das war echt gemuetlich, dazu habe ich einen h. mankel im regal gefunden, den ich noch nicht gekannt habe. doch dann wurde es gott sei dank besser und ich habe mir eine dreitagesreittour geleistet. schwerbepackt sind wir mit fuenf pferden los. am ersten tag aufstieg zu einer lagune in den bergen (was die pferde alles koennen, konnte ich fast nicht glauben) dort haben wir die zelte aufgestellt. am abend hab ich dann den schoensten sonnenuntergang meines lebens gesehen, schade, dass ich kein dichter bin, aber ich will es nicht mal versuchen, es zu beschreiben.

die landschaft da oben ist so anders, dass sie manchmal gar nicht real erschien, riesige lavafelder, am horizont ein riesen vulkan, der wie ein schlechter special efect wirkte, rote berge, ausser kleinen pionierpflanzen keine vegetation mehr. dort oben haben wir dann zu zweit mit den zwei schnellsten pferden ein rennen gemacht, ich kann euch sagen, wir sind geflogen .... auf dem rueckweg zum lager hab ich dann auf dem boden eine pumaspur entdeckt, es ist wild wenn man denkt, dass der vielleicht irgendwo schon ein auge auf einen geworfen hat. riesen glueck hatten wir mit den kondoren, die waren neugierig und sind recht nahe an uns herangeflogen, dass wir schoen die weisse zeichnung erkennen konnten. nach so viel glueck war ich dann fast nicht beleidigt, dass der dritte tag verregnet war und ich (trotz standesgemaessem poncho) mit wasser vollgefuellten schuhen und bewegungsunfaehigen gliedmassen das erste mal In meinem leben froh war, vom pferd herunterzukommen.

jetzt bin ich noch weiter im sueden in einer schoenen kleinen stadt namens puerto varas mit einem tollen see und noch einem vulkan (ich gewoehne mich schon fast an den genialen anblick der schneebedeckten dreiecke)

in ein paar tagen bin ich dann wieder zurueck in santiago, da muss ich mich dann mal kleidungstechnisch besser ausruesten - es ist echt kalt hier - Und leider habe ich meinen schlafsack in einem hostal vergessen, ich glaub, wenn ich wieder nach hause komme, hab ich fast nichts mehr von dem zeug, mit dem ich losgereist bin.

wuensche euch schoene ostern und denkt an mich, wenn ihr eurem hasen die ohren abbeisst.

vera

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15. Reisebericht vom 6. März

hallo ihr lieben im kalten europa!

jetzt ist meine zeit hier in neuseeland schon wieder um. ich hatte tolle zwei wochen hier.

wir sind mit freunden von duncan in ihrem auto auf der noerdlichen haelfte der suedinsel (alles klar?:)) herumgefahren. mit dem wetter hatten wir unglaubliches glueck und so konnten wir viele tolle dinge unternehmen. obwohl es hier noch viel mehr zu tun gibt!!!!

Als wir mit dem auto herumgefahren sind, habe ich immer gesagt: das ist schoen, aber es ist wie zu hause in vorarlberg (die berge und der wald und alles - hab fast heimweh bekommen) doch als wir zum abel tasman nationalpark sind und dort eine tageswanderung gemacht haben, musste ich zugeben: hier ist es sogar noch schoener als dahoam!!!  wunderschoene kueste mit kristallklarem wasser.
apropos wasser, wir waren auch an den pupu quellen, dass wasser so viele farben haben kann, wusste ich nicht.

was haben wir denn noch so gemacht? wir waren bei einer gastfreundlichen familie in nelson fuer ein paar tage (schulfreundin von duncan), ach ja, wir waren reiten am st. josef gletscher, segeln in den Marlborough Sounds bei Picton und als highlight helikopterrafting!
mit dem heli das tal hinauf und dann boot aufpumpen und los gehts. und wer ist als einzige ins wasser gefallen? ratet mal! natuerlich ich! weiss nicht wie es passiert ist, ich habe nur gesehen, dass wir auf einen stein auffahren und das boot neigte sich und da ist es passiert - ich bin rausgeflutscht. war aber gott sei dank nicht angsteinfloessend nur ziemlich kalt!

ja und morgen geht es los, auf zum naechsten abenteuer: suedamerika!

also, haltet mir die daumen, dass ich dort ein internetcafe finde (wie heisst das auf spanisch?) damit ich euch auf dem laufenden halten kann.

vera

ach ja, heute habe ich mein 'wilde tiere in freiheit sehen' um eine gattung erweitern koennen: seeloewen an der ostkueste und das von einem normalen bus aus. was fuer ein tolles land!

 

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14. Reisebericht vom 16. Februar

hallo!

was!?!?! werdet ihr jetzt vor dem computer ausrufen! neuseeland? davon war doch nie die rede! naja, was soll ich sagen? da war dieser nette englische mann ....... da musste ich doch glatt meine plaene ueber den haufen werfen und so habe ich drei wochen neuseeland zu meiner reise hinzugefuegt. und dann geht es im maerz weiter nach suedamerika.

die letzten tage habe ich im herzen von australien verbracht, wir (duncan und ich) haben eine tolle tour zum uluru und zu kata thuja und zum kings canyon mitgemacht. stellt euch vor, im land mit den giftigsten spinnen und schlangen und weiss ich noch was, haben wir unter freiem himmel in einem sogenannten 'swag' uebernachtet. das ist eigentlich nur ein sack, den man auf beiden seiten aufzippen kann mit einer duennen matraze drinnen. unser guide sagte uns: das ist sicherer als ein zelt, denn da koennen die tiere ueber dich drueberklettern und im zelt bleiben sie drinnen eingesperrt .....

australierlogik!!! wenn man sich an den gedanken gewoehnt hat, war es wirklich wunderbar unter den leuchtenden wuestensternen zu uebernachten und ich wollte fast nicht mehr zurueck in ein zimmer. wir standen zweimal mitten in der nacht auf und sahen insgesamt den uluru einmal bei sonnenaufgang und zweimal bei sonnenuntergang, machten eine wanderung in kata thuja (olgas) und waren zum sonnenaufgang im kings canyon. toll und sehr heiss.

morgen heisst es dann fuer mich aufwiedersehen sagen zu australien und das naechste mail kommt dann aus newzealand

vera

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13. Reisebericht vom 2. Februar

hallo!

von dem ruecken der pferde bin ich als naechstes in die tiefen des ozeans abgetaucht. zuerst war ich in einem kleinen ort namens monkey mia, dort werden wilde delphine am strand gefuettert und die touristen duerfen, bis zu den knieen im wasser, zusehen. es war nett, die tiere mal von ganz nahe zu sehen, aber irgendwie nimmt man jedem wilden wesen was von seiner wuerde, wenn man es fuettert!

dann weiter nach coral bay zum schnorcheln (danke anna!) und am selben tag rauf nach exmouth. ich konnte mir die weite von westaustralien nicht wirklich vorstellen und ihr vielleicht auch nicht? vielleicht hilft euch das kleine beispiel:

wir sind nach exmouth gekommen und der busfahrer sagte, wunderbar, heute musste ich nicht viel busfahren. wir checken im backpacker ein und dann gehen wir schnorcheln. toll, dachte ich mir, endlich nicht mehr so viel zeit in dem bus. als wir dann alle wieder auf unseren plaetzen sassen, meinte er, wir gehen zum wunderbaren turquise bay, es sind 70 km ein weg!!!! distanzen spielen hier eine andere rolle!

es war aber auch wirklich genial! und dann habe ich eine woche dort in exmouth verbracht und habe mir fuenf tauchgaenge geleistet. wow ich sag euch, das ningaloo reef ist der hammer, ich habe so viele fische und korallen und wuermer und schnecken und, und, und gesehen! sogar reef haie (ueber zwei meter lange) es war ausserordentlich toll und ich habe es sehr genossen!

am letzten abend habe ich dann noch eine turteltour gemacht. nach langer herumrobberei am strand konnten wir dann wirklich ganz nahe dabei sein, wie die grosse schildkroete ihre eier ins nest fallen liess. es war richtig ergreifend!

weiter rauf richtung norden uebernachteten wir in zwei minen-staedten. ich sag euch, wir waren in einem pub, es war aber recht angst einfloessend (80 % maenneranteil in der stadt und im pub waren nur zwei frauen) und ich konnte keinen mann erspaehen, der saubere kleidung anhatte. doch der Karijini Nationalpark machte das alles wieder wett! wir machten einen spaziergang in einer der wunderbaren rotgestreiften schluchten, nach der ausgedoerrten landschaft, durch die wir nun schon einige tage gereist sind, war das gruen nochmal intensiver. als hoehepunkt schwammen wir in einem billabong unter einem wasserfall. fast schon paradisisch, kann ich euch sagen.

jetzt bin ich in broom, leider ist hier oben nicht die richtige saison zum reisen, es ist sehr schwuel und heiss (heute regnet es) und alle nationalparks sind gesperrt, so werde ich mich morgen auf eine riesenbusreise richtung kathrine aufmachen und bis zum zehnten februar moechte ich dann in alice springs sein.

meine zeit hier in australien laeuft jetzt langsam ab und am 19 februar geht es dann richtung suedamerika.

machts gut

jetzt haette ich doch fast die nette geschichte vergessen, die ich euch erzaehlen wollte. auf dem campingplatz in tom price gibt es zahme kangaroos und natuerlich wollte ich das kleine streicheln. es liess es sich am anfang auch brav gefallen, dann aber hielt es sich an meinem unterschenkel fest, dachte wahrscheinlich, dass ich eine kangaroo-dame bin, und als ich ihn abschuetteln wollte, biss er mich ins knie! das kann nur einem vegetarier passieren, dass er von einem pflanzenfresser angeknabbert wird!

vera

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12. Reisebericht vom 11. Jänner

hallo zusammen!

wie ich euch kenne, wundert ihr euch sicher, was ich denn im moment so treibe!

zuerst mal wuensch ich euch ein gutes neues jahr, hoffentlich hattet ihr eine schoene silvesterfeier. obwohl ich hier ja sehr nah an der riesigen katastrophe bin, ist die berichterstattung und die art, wie die australier damit umgehen sehr unterschiedlich von dem, was ich gewoehnt bin. es herrscht hier eine grosse no worries mentalitaet. so hab ich hier keine offensichtliche, grosse betroffenheit erlebt und trotzdem haben die australier weltweit am meisten gespendet.

ok, ich habe silvester in perth (eigentlich in scarborow) am strand verbracht, wir haben nur im guesthouse gefeiert und sind dann zum strand gegangen. Dann ist mir etwas sehr grausliches passiert, stellt euch vor, jemand hat in mein bett 'gepeed' (ich mag es nichtmal auf deutsch schreiben). ein verrueckter ire war es, wie ich am morgen rausgefunden habe. nein, ich bin in dem moment nicht im bett gelegen, so hab ich es erst entdeckt, als es bereits zu spaet war. hab dann die matratze gewechselt, aber mein schlafsack und auch ein buch waren voll. gut, dass ich genug getrunken habe um trotzdem

schlafen zu koennen!

am morgen, als ich dann rausgefunden habe, wer es war (der glueckliche kerl war nicht da!!!) aber sein freund, war ich recht froh, dass ich mein englisches schimpfwoerterpotential hier auf der reise bereits ausgebaut habe! schlussendlich habe ich ihm geld abgeknoepft und hab das buch weggeworfen und meinen schlafsack gewaschen und drei stunden an die sonne gehaengt.

jetzt wisst ihr immer noch nicht, wo ich mich im moment herumtreibe, oder? ok, ich verrate es euch, ich hab mich ein wenig sesshaft gemacht. vor fuenf

tagen bin ich in einer kleinen touristenstadt namens kalberri angekommen. am zweiten tag hier habe ich mir einen ausritt geleistet. stev, der besitzer

hat mich abgeholt und mir auf dem weg zur farm erzaehlt, dass er woolfer nimmt, dh leute, die fuer kost und logie bei ihm arbeiten.der ausritt war super und spontan fragte ich ihn, ober er mich fuer die naechsten zwei wochen brauchen kann. zuerst meinte er nein, er habe genug leute, aber drei stunden spaeter klopfte er an meine tuer und am naechsten morgen fing ich mit der arbeit an.

so, meine tage sehen im moment so aus, aufstehen, pferde von der koppel holen (er hat ueber 50 pferde hier - ist manchmal schwer, das richtige zu finden, aber ich werde besser). dann wird geputzt und gesattelt und dann geht es auf den ausritt. die ersten tage ritt ich eher hinten und zeigte den leuten, wie sie sitzen sollen und diese sachen und wenn jemand unsicher ist, muss ich ihn an die sogenannte leadrope nehmen und einhaendig traben und ein pferd mitfuehren!!! (ist gar nicht so einfach, der erste junge, den ich gefuehrt habe, ist dann auch prompt zweimal vom pferd gefallen) und heute war mein grosser tag und ich habe eine fuenfkoepfige gruppe angefuehrt. ihr wisst ja, dass ich nicht den besten orientierungssinn habe, aber ich liess mein pferd einfach an jeder weggabelung entscheiden und wir hatten einen genial tollen ritt (eine frau hat mich sogar gefragt, ob ich mit pferden aufgewachsen bin!!!)

am nachmittag ist dann hauptsaechlich putzen (klos und alles), das versorgen von kranken pferden (spray auf den ruecken und augenpuder) und fuettern (die essen 3,5 t wasser und getreideschrot taeglich!!! das ist echt koerperliche arbeit kann ich euch sagen, ich spuer fast jeden muskel in meinem koerper)

dann habe ich frei, es sind noch andere woolfer herum, und so zeigen wir uns gegenseitig yoga und kickboxing moves.

also, ihr seht, unverhofft kommt oft und die tage vergehen sehr schnell. aber es ist schoen, mal wieder was zu arbeiten und nicht 'nur' herumzureisen.

freu mich ueber eure mails

vera

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11. Reisebericht von Ende Dezember 2004

hallo!

na, ich hoffe, dass ihr die weihnachtsfeiertage gut ueberstanden habt!

stellt euch vor, ich war am 24. dezember am nachmittag surfen. ja, ich habe mich mit einer oesterreicherin ganz spontan zu einem viertaegigen surftrip in den sueden von perth entschlossen.

mit einem kleinen bus sind wir dann recht frueh los, die haelfte von unserer gott sei dank kleinen gruppe waren schweizer,

dann noch drei verrueckte iren und die zwei braungebrannten muskuloesen surflehrer. in albany haben wir dann das erste mal die zelte aufgebaut und dann quetschten wir uns in die wetsuits und versuchten unsere grossen, rosanen surfboards halbwegs cool richtung strand zu tragen. dann legten wir sie alle in einer reihe hin und uns drauf (wie im film, kann ich euch sagen!!!) und dann hiess es 'paddle, paddle' und dann POP und dann sollte man die haende unter die schultern nehmen und mit schwung auf beide beine springen. das klingt jetzt mal kompliziert, oder? (ihr koennt es auch gerne mal vor dem computer probieren!) naja, ich dachte mit unendlich viel optimismus, dass das ja eigentlich kein problem ist. nach ein paar trockenuebungen machten wir dann unsere bretter am fussgelenk fest und sprangen motiviert in die fluten.

auweia! schwierig ist wohl der richtige ausdruck! am ersten tag konnte ich sage und schreibe einmal auf dem brett knieen!! von stehen keine spur!) am zweiten tag wurde ich dann von selbigem fast ko geschlagen (haken ans kinn), leider traegt man beim surfen keinen zahnschutz, also hab ich mir ein loch in die zunge gebissen - ueberall blut - und dann hatte ich natuerlich sofort angst vor den haien, die hier ueberall herumschwimmen sollen. hab aber trotz der blutspur keinen gesichtet!

die iren waren hauptsaechlich schuld, dass wir jeden abend viel zu spaet und viel zu betrunken ins bett (bzw in den schlafsack) gewankt sind und das hilft nicht wirklich beim surfen, denn in den naechsten zwei tagen hiess es um halb sieben aufstehen und dann gingen wir vor dem fruehstuck surfen.

dadurch hatten wir aber noch zeit fuer andere sachen, wie zum beispiel wein probieren und besichtigen einer kleinen schokoladefabrik (stellt euch vor, ich habe mir eine schokoladeseife gekauft!!!!), ausserdem waren wir auf einem treetopwalk (ein stahlgebilde in 40 metern hoehe, mit gitter unter den fuessen, keine ahnung wie, aber ich bin druebergelaufen!!!), dann konnte man auf einen ueber 60 meter hohen baum klettern, das hab ich mir dann von unten angesehen.

ja, das war ganz schoen anstrengend, also hab ich ehrlich gesagt fast den ganzen 25. dezember verschlafen, am abend sind dann die besitzer und die leute, die in dem hostel arbeiten mit den paar travellern, die im moment dort sind, zusammengesessen und es gab free food. gemuetlich! ja und seit dem bin ich in perth an einem strand mit dem namen sarborow, man kann mit dem bikini zum strand laufen und in die kuehlen fluten springen (es ist hier ziemlich warm), ausserdem laeuft fast jede nacht eine party irgendwo, so geht die zeit auch vorbei!

so, jetzt noch eine nette geschichte am schluss, weil ihr so brav gelesen habt. stellt euch vor, an meinem letzten tag in tasmanien habe ich mit einem truckdriver von sidney mit seinem auto einen ausflug nach burny island gemacht, wir waren laufen (habe ein albino wallaby gesehen) und dann hab ich ihm natuerlich auch die geschichte mit meinem reisefuehrer erzaehlt. am naechsten morgen wollte er mich unbedingt zum flughafen bringen und stellt euch vor, was auf dem beifahrersitz liegt - ja genau, ein lonely planet. er meinte 'merry christmas' thats for you! ist das nicht nett??!!!?? und an alle da draussen, die jetzt schlechte gedanken haben - NEIN nichts dergleichen ist passiert!!!

freut mich immer, von euch zu hoeren

vera

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Weihnachtsmail vom 20. Dezember

hallo leute!

da ich die naechsten drei tage ganz spontan auf eine viertaegige learn to surf reise in den sueden von perth gehe, weiss ich nicht, wann ich das naechste mal schreiben kann.

also, ich wuensche euch allen wunderbare weihnachten, hoffentlich ist es nicht zu kalt bei euch!!!

bitte denkt ein bisschen an mich nach der mette beim gluehweintrinken    (das machen wir ganz bestimmt liebe Vera!)

vera

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10. Reisebericht vom 13. Dezember

Tasmanien!

hallo ihr lieben!

na, melbourne ist toll, kann ich euch sagen. die gegend, in der ich gewohnt habe, war voll kleiner caffees, bars und nightclubs, es sind lauter 'verrueckte voegel' herumgelaufen und ich habe das stadtleben in vollen zuegen genossen. war wieder mal tanzen bis in die morgenstunden, auf einem openair konzert am federation square und im strandviertel st. kilda.

dann ging es auf die faehre nach tasmanien, ich habe mir nur einen sitzplatz geleistet aber da ich vom wochenende noch uebernaechtig war, hab ich mich schlussendlich einfach auf dem gang hingelegt. in der nacht war die see ziemlich wild, aber gott sei dank ist mein magen inzwischen gut trainiert!

auf dem boot gab es eine touristeninformation und so habe ich gleich dort einen bus nach stanley an der nordwestkueste reserviert. und nachdem ein hund mein gepaeck nach essbarem durchschnueffelt hat (die sind da ziemlich streng hier in oz) hat der bus schon auf mich gewartet. stellt euch vor, der fahrer war aus der steiermark!!! (er hatte eine riesenfreude, mal wieder deutsch zu sprechen). die busverbindungen hier sind so schlecht, dass es den ganzen tag dauerte, um nach stanley zu kommen, aber dadurch hab ich auch ein paar orte auf dem weg gesehen, wie pinguin und burny.

in stanley passierte dann was gutes und was schlechtes! zuerst das gute: ich habe ein maedel (britta, deutsche) kennengelernt, die auch den overlandtreck laufen wollte und sich ein auto gemietet hat. so haben wir schlussendlich zusammen die nordwestkueste nach aboriginal kunst abgesucht (haben wir auch gefunden und sonst noch tolle kuestengebiete), dann haben wir uns zusammen auf den treck vorbereitet. alle leute, mit denen ich darueber geredet habe, haben mich vor dem wetter gewarnt, man kann vier saisonen in einem tag haben und es kann schneien!!!! (ich habe nur einen duennen pullover dabei) also, hab ich noch was warmes gekauft, ausserdem essen fuer sieben tage und eine schlafmatte (auf dem overlandtreck gibt es zwar huetten auf dem weg, aber man muss alles essen und auch einen kocher selber mitnehmen, ausserdem ein zelt fuer den notfall, dass die huetten voll sind!!!!)  naja, da war es auf jeden fall gut, dass wir zu zweit waren!!!

das schlechte, was mir passiert ist, man hat mir meinen lonely planet (meinen reisefuehrer) geklaut!!!! so eine frechheit, naja, vielleicht war es ein zeichen, dass ich noch unbelasteter reisen soll, als ich es eh schon mache! bis jetzt laeuft es ganz gut auch ohne, das einzige problem ist, dass ich fuer weihnachten schon guesthaeuser reserviert habe und es in den lp geschrieben habe, jetzt muss ich nochmal herumtelefonieren und herausfinden, wo ich denn nun wohnen werde!

jetzt haett ich fast die hoehle vergessen!!! wir waren in einer phantastischen hoehle namens marakoopa cave, mit tollen stalaktiten und -miten, grossen hoelenspinnen und gluehwuermer an der decke (ohne licht sah es wie ein sternenhimmel aus!!!)

der overlandtreck von cradel mountain nach lake st. claire war wirklich toll!!! unglaublicherweise hat es in den sechs tagen, die wir schlussendlich unterwegs waren, nicht geregnet! wir konnten sogar ein paar nebenstrecken laufen, waren auf zwei bergen (mt. ossa, der hoechste berg tasmaniens, wo wir sogar eine schneeballschlacht hatten!!!! und mt. acropolis), die landschaft war wirklich sehr abwechslungsreich, mit riesenfarnen, maerchenwaeldern und verrueckten steinformationen und zur kroenung haben wir auch viele wilde tiere gesehen, wie wallabies, wombats, viele verschiedene voegel und tigersnakes (man hat mir gesagt, sie sei die drittgiftigste schlange der welt) absolut faszinierend!!!

jetzt bin ich in horbat, im sueden von tasmanien, mach ein oder zwei faule tage, gestern habe ich eine geistertour gemacht. war lustig, sie hat als es dunkel wurde angefangen und unser guide (mit melone und regenschirm) hat uns die 'alten' haeuser hier gezeigt und uns gruselige geschichten dazu erzaehlt. viele leute hier glauben stark an geister!!!! und versuchen sie sogar mit digitalcamaras festzuhalten. es war wirklich lustig!!!

heute war ich im museum hier und habe mehr ueber die geschichte der aboriginals von tasmanien gelernt (traurig, sie wurden hier wie die tiere gejagt!!)

so, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten stand

vera

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9. Reisebericht vom 26. November

hallo zusammen!

jetzt bin ich in melbourne gelandet, aber es war ein rechtes abenteuer hierher zu kommen! in sidney habe ich auf der treppe vor der oper eine verrueckte 54 jaehrige londonerin kennengelernt. schlussendlich verbrachten wir ein paar nette tage dort (vom strand habe ich euch ja schon berichtet). es stellte sich heraus, dass wir beide nach melbourne wollten.

also habe ich in meinem hostel das schwarze brett studiert und auch prompt einen zettel gesehen : suche mitreisende nach melbourne! super oder? es stellte sich heraus, dass es eine junge deutsche war, die mit einem riesigen, alten (29 jahre!!!) schokoladebraunen auto unterwegs ist (das soviel benzin gesoffen hat, dass es keine freude war!!!). sie sah ganz nett aus und so starteten wir die tour guter dinge! leider merkten wir bald, dass sie etwas komisch war, wir mussten zum beispiel immer campingplaetze finden, die gratis sind, denn sie wollte nichts fuer die uebernachtung ausgeben. ach ja, ich habe mir hier ein zelt  gekauft!!! und die englaenderin (die schnarcht wie ein esel!) hat noch nie in ihrem leben in einem zelt geschlafen, so war es alles in allem ziemlich chaotisch, aber wir hatten unsere highlights!!!

viele schoene tiere zum beispiel! kangurus, wombats, schlangen und spinnen, wallabies und opossums und emus!!! und das alles in freier wildbahn! auch herrliche, einsame straende, aber leider war es zu kalt um zu baden, ausserdem weiss man nie, ob sich nicht ein hai herumtreibt. von demher sind mir die volleren straende hier wesentlich lieber ;)

ja und jetzt bin ich in melbourne, ich habe ein ticket fuer die faehre nach tasmanien fuer montag nacht gekauft. so habe ich das wochendende hier um die stadt zu geniessen (bis jetzt gefaellt es mir ausgesprochen gut hier).

stellt euch vor, ich bin in einem hostel namens nunnerie gelandet (fuehle mich fast in die riedenburgzeit zurueckversetzt :)) nein, es ist sehr gemuetlich und chilled out hier!!!

geniesst die vorweihnachtsstimmung zu hause, hier ist es nur komisch, die ganze weihnachtsdekoration und alles andere!!!

vera

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8. Reisebericht vom 15. November

woanders!!!

gestern am morgen bin ich mit 3 stunden verspaetung in sidney gelandet. ich warte immer noch auf den kulturschock! aber .... nach bangkok fuehle ich mich hier in sidney wie in einem verschlafenen nest. bis jetzt waren die australier so nett und freundlich, dass ich das asiatische laecheln nicht wirklich vermisse.

das einzige war, alles ist viel teurer hier (natuerlich, ich wusste das auch vorher!!! ;)) so habe ich gestern den ganzen tag nichts gegessen und nur brunnenwasser getrunken, weil ich nicht so viel geld ausgeben wollte. am abend hat mich der hunger dann doch noch ueberrannt und ich hatte die vielleicht grauslichste lasagne meines lebens. (aber sie war billig!!!)

heute war ich schon besser und hab mir einen neuen bikini gekauft - jetzt bin ich bereit fuer das 'beachlife' hier - und heute war ich auch bereits den ganzen tag am strand (bondi beach), das wetter ist einfach phantastisch hier, so werd ich brauner und brauner.

ach ja, gestern habe ich mir die oper und den park am meer angesehen, das ist ja wirklich wunderbar, mitten in der stadt eine riesige gruenflaeche mit voegeln und fledermaeusen (tausende!!!!) und von der oper bin ich auch begeistert, ich dachte mir ja, dass ich genug photos davon gesehen habe, aber ich war voellig hin und weg!

morgen will ich mit dem boot in den zoo, damit ich endlich kaengurus sehen kann!

dickes bussi nach hause!

vera

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Und noch eine Kurzmeldung vom 7. November

das werdet ihr nicht glauben!

ich sitze gerade, wie ihr es euch denken koennt, in einem internetladen. das ist ja noch nichts besonderes, auch hier in vientiane, der hauptstadt von laos nicht. aber ihr werdet es kaum glauben, gerade ging die tuere auf und ein MOENCH spazierte herein. jetzt sitzt er neben mir und surft im internet. voellig surreale situation!

das wollte ich euch nur schell erzaehlen!

vera

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6. Reisebericht vom 5. November

hallo!

ich stehe vor einem raetsel, wie soll ich euch von meinen tagen im norden von laos berichten. so viele verschiedene, wunderbare, raetselhafte, eklige, befremdliche sachen sind passiert, dass ich euch zu tode langweilen wuerde, wenn ich hier alle niederschriebe!

und das will ich natuerlich nicht! zuallererst, es geht mir sehr gut, ich bin jetzt so richtig im 'reiseflow', das heisst, ich mach mir keine sorgen,
was morgen passieren wird und ich treffe nette leute und erlebe tolle sachen. apropos leute, es sind einige verwirrungen wegen meiner letzten mails aufgetreten. leider muss ich alle geruechte zerstreuen, wenn ich in einem bericht 'wir' schreibe, meine ich einfach die leute, mit denen ich herumziehe. meistens schliesse ich mich fuer einen oder mehrere tage mit jemandem oder einer kleinen gruppe zusammen, dann unternimmt man was  und irgendwann trennen sich die wege wieder.

vielleicht seid ihr jetzt doch neugierig, wo ich in den letzten zwei wochen war?

ich habe mich im hohen norden von laos herumgetrieben, habe ein rad gemietet und bin auf eigene faust in zwei tagen ueber 130 km geradelt (bis zur chinesischen grenze, die ich aufs versehen fast ueberradelt habe - war so klein - aber die zoellner sind wie von der tarantel gestochen herausgesprungen), war trekken, uebernachtung in einem kleinen dorf mit dreckigen kindern und leuten, die ihre selbstachtung verloren haben. die ganze umgebung ist so fremd und anders, dass ich manchmal das gefuehl hatte, mich in einer filmkulisse zu bewegen. es ist fast nicht zu begreifen, wieviele verschiedene lebensformen es gibt. dann hatte ich glueck und ich durfte ein dreitaegiges fest mit bootrennen miterleben (viel laolao - reiswein, baaeee - grusig)

zwei tage auf einem boot, ein toller ausflug in eine schlammhoehle (stellt euch vor, bis ueber die knie im braunen schlamm, bis am schluss sahen wir alle wie die schweine aus) und was wirklich gruseliges zuletzt: in einem guesthouse haben ratten ein grosses loch in meine unterhose gefressen - ich habe sie zwischen mosquitonetz und wand aufgehaengt, was es nochmal schlimmer macht, denn das sauviech muss direkt ueber meinem kopf gesessen haben. naja, andere haben mir grosse loecher in ihren rucksaecken gezeigt, da bin ich vielleicht noch gut weggekommen.

so, ich hoffe, dass das alles nicht zu chaotisch war, manchmal ist es einfach zu gross, wunderbar und fuerchterlich fuer ein mail.

fuehlt euch alle umarmt
vera

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5. Reisebericht vom 19. Oktober

hallo zusammen!

ja, ich habe vietnam inzwischen verlassen und bin nach einer zwanzigstuendigen busfahrt (koennt ihr euch das vorstellen? ich konnte es
vorher gott sei dank nicht!) in laos angekommen. das wetter wird immer besser, jetzt ist die regenzeit hier endgueltig vorbei.

im momtent bin ich in vang vieng, da war ich vor zwei jahren auch schon, aber es ist so unglaublich schoen, dass ich froh bin, wieder hier zu sein! gestern waren wir hoehlen erkunden. und schwammen an einem paradiesischen platz mit tuerkisblauem wasser und grossen baeumen. und heute sind wir mit einem tuktuk ein stueck flussaufwaerts gefahren, haben uns dort mit grossen autoreifenschlaeuchen absetzen lassen und sind ca zwei stunden den fluss wieder hinuntergeschaukelt. absolut entspannend!

aber in vienam habe ich auch noch ein paar nette sachen gemacht, von denen ihr ja noch gar nichts wisst! bin mit dem nachtzug nach hanoi und obwohl mir viele gesagt haben, dass mir da bestimmt die kamera geklaut wird, oder schlimmeres... war es ein tolles erlebnis mit lauter vietnamesen unterwegs zu sein. sowieso, viele leute reisen hier, ohne, dass sie wirklich kontakt mit einheimischen haben, es gibt eine grosse buslinie und da kann man sich idiotensicher von einem touristischen highlight zum naechsten karren lassen. und wenn man dann sagt, ich will mit dem local bus fahren, sagen wieder alle, nein, viel zu gefaehrlich.... aber, ihr habt es erraten!  es war absolut lustig, weil alle mit mir reden wollten und keiner verstehen konnte, dass ich wirklich kein vietnamesisch spreche! ich habe dann einfach angefangen ihnen auf vorarlbergerisch zu antworten, so vergehen auch die stunden.

hanoi hat mir gut gefallen, es ist voellig anders als saigon, irgendwie kleiner, viel alte bausubstanz von den franzosen. aber die leute waren
tendentiell unfreundlicher als im sueden von vietnam.

ich habe mir das wasserpuppentheater angesehen und habe einen touristischen dreitaegigen ausflug nach halong bay gemacht (suedlich von hanoi, tolle felsformationen vor der kueste). dort haben wir auf einem schoenen holzboot uebernachtet und waren schwimmen und auf einer insel wandern. gemuetlich!

nach diesem ausflug war mir dann wieder mehr nach abenteuer zumute und ich bin in einen suedlich von hanoi liegenden nationalpark cuc phuong. hab in der mitte des parks uebernachtet (schon in einem bett, aber ich musste es zuerst von ca 50 bis 100 ameisen freikaempfen), dann am zweiten tag bin ich mit einem vietnamesischen guide quer durch den dschungel (14 km) zu einem kleinen moung minoritaetendorf. dort haben wir uebernachtet. ich als einzige westliche im haus von einer familie, drei generationen (10 leute) leben unter einem dach. eigentlich ist es nur ein grosser raum und eine kueche. am abend wurde dann gegessen, die maenner (der herr des hauses, sein sohn, mein guide) und ich in der mitte des raumes und die frauen irgendwo an der seite. naja, war schon komisch! dazu musste ich unmengen von reiswein trinken.
fuer die nacht wurden dann einfach matten auf den boden gelegt und mosqitonetze aufgehaengt und dann die ueberraschung: ich dachte wirklich immer, dass westliche frauen fuer die asiaten nicht  interessant seien, aber ich hatte mich getauescht und musste in dieser nacht mein bett gegen meinen netten dschungelfuehrer verteidigen. am morgen war die stimmung dann verstaendlicherweise komisch, aber der herr des hauses schenkte jedem von uns noch vor dem ersten bissen nudelsuppe ein stamperle reiswein ein und so leerten wir bis wir unser fruehstueck beendet hatten, zu dritt eine halbe flasche. dann war ich voellig betrunken und hatte das erlebnis der nacht verdraengt.

ok, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten stand
vera

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4. Reisebericht vom 7. Oktober (2. Versuch :o)

hallo ihr!

gestern habe ich euch ein tolles, langes mail geschrieben und der nette vietnamesische computer hat es beim abschicken gefressen. oder auch nicht? wenn ihr es bekommen habt (haben wir nicht, liebe Vera), bitte lest nicht weiter denn das ist nur die wiederholung!!!! dabei gefaellt es mir hier sehr gut und ich habe wirklich nur nette sachen geschrieben. (ausser dass ueber die fast katzengrossen ratten am strand von nha trang).

so, im moment sitze ich in einer hotelhalle und muss noch ungefaehr zwei stunden auf mein taxi zum bahnhof warten. heute werde ich das erste mal die zuege in vietnam testen, ich habe gehoert, dass sie schoen sein sollen. wird sicher besser, als die nacht im bus vor zwei tagen. gott sei dank kann ich fast ueberall schlafen wie ein murmeltier!

also, seit meinem letzten mail ist viel passiert, ich bin ganz spontan in die berge nach dalat gefahren, wunderbar kuehl und eine feine frische luft. dort habe ich eine mountainbiketour gemacht (jetzt weiss ich, was der vorteil von einer radlerhose ist) und am zweiten tag habe ich mich nach langem ueberlegen zu einer zweitaegigen motorbiketour entschlossen. keine angst, ich bin nicht selbst gefahren, sondern habe einen soganannten easy rider angeheuert. es war wirklich wunderbar, wenn auch eigentlich fuer mich ein bisschen zu teuer. wir sind in unzaehlige haeuser hineingegangen, ich habe alles wirklich sehr nett erklaert bekommen, kaffeeanbau, seidenherstellung, reisweinproduktion .... war wirklich ein riesenhighlight auf meiner bisherigen reise!!!! uebernachtet haben wir an einem see in einem kleinen minoritaetendorf. ich sage euch, das ist wirklich ein voellig anderes leben, dass sie hier haben! freue mich schon sehr auf die photos, die ich hier gemacht habe! apropos photos, als ich dann in nha trang am strand war, hatte ich die moeglichkeit, (natuerlich habe ich was dafuer bezahlt, so ist es dann auch nicht ;)) mit einem fotografen am morgen auf den fischmarkt zu gehen. tolles erlebnis! es sind wirklich viele touristen in vietnam unterwegs, aber wenn man nur ein wenig neben den trampelpfad geht, kann man wirkliche begegnungen mit den leuten hier haben!

so, im moment bin ich noch in hoi an, in einer schoenen, alten handelsstadt. aber leider dreht sich hier alles nur ums geld. unzaehlige schneidereien, lampion-geschaefte und holzschnitzereien wohin man auch geht. man kommt kaum fuenf meter voran, ohne dass man in einen laden gezogen wird, oder kleine suesse maedchen wollen tigerbalsam verkaufen, oder postkarten ....., wenn man es an diesen vorbeigeschafft hat, steht an jeder ecke ein motorradfahrer, der dich irgendwo hinbringen will. das alles kann ziemlich anstrengend werden, sag ich euch!

aber ich bin an all den schneidern auch nicht wirklich vorbeigekommen, so ist mein rucksack jetzt um einiges schwerer und wirklich voll! aber ich habe tolle reiseklamotten und eine schoene schwarze hose mit dazupassender jacke!

so, ihr lieben, schafft nicht zu viel, trainiert brav ....

vera

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3. Reisebericht vom 27. September 2004

hallo zusammen!

ich habe es geschafft und bin sicher in vietnam angekommen. der flug war gut (vietnam airlines), das einzige problem war die wirklich nette vietnamesin, die neben mir sass. gleich nachdem wir gestartet sind, wurde ihr furchtbar schlecht und so hat sie die ganze zeit ihr gesicht fast nicht aus dem k-beutel genommen. dank meinem wirklich stabilen magen, konnte ich trotzdem mein mittagessen einnehmen. ;)

saigon, jetzt ho chi minh city ist eine wirklich verrueckte milionenstadt. man nehme unglaublich viele motorscooter, ein paar autos und busse und nicht zu vergessen radfahrer und fussgaenger, werfe es auf eine schmale strasse und stelle so gut wie keine regeln auf. thats it. koennt ihr euch das vorstellen? es ist ungefaehr 10 x so wild wie ihr euch das jetzt denkt!

gestern konnte ich es natuerlich nicht lassen und ich habe mich voll hineingestuerzt, fuer ziemlich wenig geld kann man am strassenrand einen eigenen fahrer anheuern, der bringt dich dann wo immer du auch hinwillst. verrueckt, wirklich!

naja, vernuenftige dinge hab ich auch gemacht, ich war in einem chinesischen markt (ich liebe die maerkte hier in asien, voll von leben), in einem tempel ein wenig ausserhalb des zentrums (mein fahrer wusste gar nicht wo es ist und so sind wir ziemlich lange planlos in der gegend herumgefahren) und im kriegsmuseum. wow, es ist wirklich gut, die ganze kriegssache mal aus dem blickwinkel der vietnamesen zu sehen. ich weiss wirklich zu wenig ueber diesen krieg, aber ich bin am lernen.

heute habe ich eine organisierte tour zu einem wirklich speziellen tempel, ungefaehr 120 km von ho chi minh city entfernt gemacht. in diesem tempel beten taoisten, buddhisten und christen zusammen, es ist wirklich erstaunlich, man kann sie an verschiedenen farben auseinanderhalten (die priester), die moenche und nonnen sind alle weiss. darueber muss ich unbedingt noch mehr herausfinden. wir hatten zwar einen tourguide, aber ich konnte leider nicht viel von dem verstehen, was er uns erzaehlt hat. dann sind wir zu den chichi tunnels gefahren, dort war ein grosser widerstand gegen die amerikaner, sie haben eine riesige flaeche untertunnelt, lebten dort und konnten so gegen die amerikaner bestehen. es war wirklich sehr spannend, wir konnten sogar selbst ein stueck durchkriechen, sie haben es extra groesser gemacht, in den normalen tunnel waere ich gar nicht hineingekommen. die vietnamesen sind ja auch wirklich klein und duenn, das haben sie ausgenutzt, denn auch fast niemand von den amerikanischen soldaten konnte in die tunnels hinein.

so, es ist zwar erst halb neun uhr am abend, aber ich bin todmuede und werd mich jetzt ins bett verkriechen (nach einer feinen kalten dusche).

morgen muss ich frueh aus dem bett, denn ich fahre zu einem strand ein wenig weiter im norden.

tschuess vera

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2. Reisebericht vom 23. September 2004

hallo alle miteinander!

ihr koennt es euch nicht vorstellen, wie ich hier am schwitzen bin!!! heute habe ich die insel wieder verlassen und bin mit einem minibus zurueck nach bkk gefahren. er war nicht voll und so hatten wir genug platz um die beine zu strecken (habe ich schon erwaehnt, dass meine beine fuer asien zu lange gewachsen sind, ich werd mich mal irgendwo beschweren!!!) naja, nur leider bin ich auf der sonnenseite gesessen, ich hatte wirklich das gefuehl, dass ich ein magnumeis in der sonne bin.

in bkk hab ich im selben guesthouse wie letztes mal ein zimmer bekommen, ich habe meine sachen mit rei in der tube gewaschen und in meinem winzigen zimmer zum trocknen aufgehaengt. da war nur etwas, das ich nicht wirklich bedacht hatte - was passiert in der sauna, wenn man wasser auf die steine giesst? ok, jetzt koennt ihr euch ungefaehr vorstellen, wie es sich im moment in meinem zimmer anfuehlt. :) man lernt eben nie aus ....

aber dann ist etwas wirklich tolles passiert - ich habe meinen pass wieder, es war ueberhaupt kein problem, zwei neue visa drinnen und mein flugticket hab ich auch schon bekommen. ich kann es kaum glauben, dass es so einfach war. aber es sieht wirklich sehr echt aus. so will ich mal das beste hoffen und heute aben schauen, ob ich irgendwo eine nette thai massage bekommen kann.

bis bald vera

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1. Reisebericht vom 17. September 2004

hallo ihr lieben!

das ist nun das erste mail, dass ich von meiner reise schreibe. zuerst nochmal danke an alle die auf mein fest gekommen sind, ich habe mich sehr darueber gefreut! jetzt seid ihr sicher gespannt, wo ich denn schon bin, oder :)

das witzige ist, dass ich wo gelandet bin, wo ich eigentlich nie hinwollte. bangkok ist einfach laut, unruhig und sehr stinkig!!! ich wollte ja, wie die meisten von euch wissen einen thai massage kurs machen, nach langem, muehsamen suchen, habe ich die schule zwar gefunden, aber die konnten dort kein englisch und ich fuehlte mich sonst auch sehr unwillkommen. irgendwie war ich sogar froh, dass ich eine entschuldigung hatte, nicht in bangkok bleiben zu muessen.

dann wollte ich in den norden und von dort nach vietnam. man braucht aber ein visa und muss den genauen tag wissen, wann man in das land einreist. schlussendlich habe ich jetzt meinen pass in bangkok gelassen, ich hoffe, dass er fleissiger als ich ist :) und brav ein visa fuer laos und eines fuer vietnam in sich stempeln laesst. am 25. 9. werde ich dann von bangkok nach saigon fliegen. habe alles hier gebucht und bin wirklich gespannt, ob das alles klappen wird.

jetzt wisst ihr immer noch nicht, wo ich bin, oder? bin gestern aus bkk geflohen und bin auf einer eigentlich sehr touristischen insel namens ko samet. schlussendlich habe ich aber eine wirklich nette kleine huette an einem ministrand gefunden und da ich sie mit einem iren (hoffentlich nicht irren) teile ist es mit dem preis auch noch ok. das wetter ist zwar nicht ideal, es hat die ganze nacht geregnet und ist jetzt bedeckt, aber ich war schon zwei mal im meer und es ist so heiss, dass ich im moment nur vom mail schreiben, trotzt ventilator, am schwitzen bin.

so, jetzt wisst ihr, dass es mir gut geht! schreibt mir, was ihr so treibt

vera

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Vera ist abgereist - 13. September 2004

Wie ja die meisten von uns wissen, hat unsere Vera wieder einmal das Fernweh gepackt und darum ist sie heute zu einer 9-monatigen Weltreise aufgebrochen. Sie hat uns versprochen, wie schon das letzte Mal regelmäßig ihre Eindrücke per email zu schildern und weil wir alle daran teilhaben lassen wollen, könnt ihr Veras Reiseberichte ab heute auf dieser Seite verfolgen.

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