Epileptische Anfälle
Nachdem Jochen des öfteren epileptische Anfälle hatte, hier auch kurz
ein paar Worte dazu. Wachkomapatienten neigen angeblich zu solchen Anfällen.
Ich habe eine kurze Erklärung dazu gefunden, was z.B. ein
"Grand-Mal-Anfall" ist:
Der Grand-Mal-Anfall ist von allen Anfallsarten der
Bekannteste. Er kann durch eine Aura (Vorgefühl) oder einen anderen Anfall
eingeleitet werden. Er beginnt häufig jedoch ganz unvermittelt mit Stöhnen,
einem gepressten Schrei und fast gleichzeitigem
Sturz.
Zunächst sind die Muskeln dann 10-30 Sekunden steif, die Augen verdreht, das
Gesicht verzerrt, der Atem setzt aus und das Gesicht läuft blaurot an. Dies
sieht sehr bedrohlich aus, es besteht jedoch keine Erstickungsgefahr. Dann
folgen ca. 1-2 Minuten Muskelzuckungen, erst leicht und rasch, dann langsamer
aber heftiger.
Beim Anfall kann es zu einem Biß auf Zunge oder
Wangen kommen, vermehrtem Speichelfluss, manchmal
auch zum Einnässen. Der Anfall endet in allgemeiner Muskelerschlaffung, meist
mit tiefem Durchatmen. Danach folgt eine Phase der Verwirrung, ohne oder mit
gleichzeitigen Bewegungen. Das Bewusstsein kommt
allmählich zurück. Bis zur vollen Orientierung dauert es Minuten, manchmal
aber auch bis zu einer Stunde.
Kopfschmerzen, Muskelkater, völlige Erschlaffung, teilweise Übelkeit,
Erbrechen und manchmal auch das Gefühl großer Erleichterung sind die üblichen
Empfindungen nach einem solchen Anfall. Dazu kommt oft durch Verletzungen im
Mund (Zungen- oder Wangenbiss) ein unangenehmes Gefühl
beim Sprechen und Essen, sowie evtl. Schmerzen durch Verletzungen beim Sturz.