
8 Megapixel
Kreatives Upgrade für Kompaktbesitzer
Die EOS 350D ist konzipiert für Spiegelreflexeinsteiger, die einerseits den Komfort der Kompaktkameras schätzen, andererseits die Flexibilität und Kreativität einer echten Systemkamera wollen. Diesem Mix wird die EOS 350D gerecht: Sie bietet beispielsweise leicht verständliche Klartext-Menüs, intuitive Bedienung und Grundeinstellungen der Bildparameter, die für den alltäglichen Gebrauch optimal geeignet sind. Mit einer Vielzahl von Einstellmöglichkeiten passt sie sich aber auch gehobenen Ansprüchen an. So erlauben 9 Individualfunktionen mit 24 Einstellungen eine individuelle Konfiguration der Kamera Dazu gehören beispielsweise die Spiegelvorauslösung und das Blitzen auf den 2. Verschlussvorhang.
Außerdem profitiert die digitale Einsteiger-SLR von Technologien, die bisher nur in den höherwertigen Digital SLR-Modellen zu finden waren. So erlaubt die E-TTL II Blitzmessung eine an die Entfernungsmessung gekoppelte Steuerung der Blitzleistung. Das Ergebnis sind noch präzisere und gleichmäßigere Ergebnisse beim Blitzen mit dem eingebauten Blitz oder mit den optional als Zubehör erhältlichen Canon Speedlite EX Blitzgeräten.
Beim Autofokus kann der Anwender nun direkt zwischen drei Methoden für die Scharfstellung wählen und einstellen: One Shot AF, AI Servo AF und AI Focus AF. Die Schreibgeschwindigkeit auf die Speicherkarte ist im Vergleich zum Vorgängermodell bis zu 3,5-fach schneller geworden. Produktbeschreibung des Herstellers
Kompatibel mit EF- und EF-S
Das EF-S Bajonett bietet Anschluss rund sechzig Canon EF-Objektive. Zusätzlich können mit der neuen EOS 350D die speziell für das APS-C Sensorformat entwickelten EF-S Objektive verwendet werden. Mit dem neuen EF-S 60 mm 1:2,8 Makro USM steht in dieser Modellreihe ein spezielles Makro-Objektiv zur Verfügung, das für Nahaufnahmen und Porträts hervorragend geeignet ist. Der Sensor im APS-C Format sorgt im Vergleich zum Kleinbildformat für einen effektiven Verlängerungsfaktor von 1,6.
Erweiterte Schwarzweißfunktionen
Von der EOS 20D haben die Canon-Ingenieure die neuen Funktionen für kreative Schwarzweiß-Aufnahmen „geliehen“. Die Besonderheit: Mit Hilfe von Filtern lassen sich - ähnlich wie in der analogen Schwarzweißfotografie – Kontrast und Grauwertwiedergabe beeinflussen.
So verstärkt der Rotfilter beispielsweise dramatische Wolkenbilder und ergibt hellere Hautfarbtöne bei Portraits, der Grünfilter sorgt für hellere Laubschattierungen z.B. in der Landschaftsfotografie Portraitbereich, Gelb- und Orangefilter heben ebenfalls den Kontrast an. Zusätzlich kann im Schwarzweißbereich schon bei der Aufnahme eine Tonung in Sepia, Blau, Violett oder Grün eingestellt werden.
Mehr Komfort und Einstellmöglichkeiten eröffnen sich auch beim Weißabgleich. So kann der Weißpunkt in jeweils neun Stufen frei auf den Farbachsen Blau/Amber und Magenta/Grün verschoben werden. Auf diese Weise lässt sich die Farbstimmung einer Aufnahme auf der Basis eines Weißabgleichs fein justieren. Und für das Weißpunkt-Bracketing können Belichtungsvarianten entweder für die Grün-Magenta oder die Blau/Amber-Achse eingestellt mit verschiedenen Abständen eingestellt werden.
CMOS-Sensor isoliert Rauschen
Der neue CMOS-Sensor zeichnet sich durch verbesserte Pixelelemente aus, die Rauscheffekte wirkungsvoll unterdrücken, indem nicht zum Bild gehörende Ladungen isoliert werden und nicht in die Bildberechnung eingehen. Die Bildqualität bei Langzeitbelichtungen und bei Aufnahmen mit hoher ISO-Einstellung wird so merklich gesteigert. Sichtbar besser gelingt auch die Wiedergabe homogener Flächen wie beispielsweise blauer Himmel.
Schnellere Verarbeitung für bessere Bilder
Grundlage für die Schnelligkeit der Kamera ist der Canon DIGIC II Highspeed-Prozessor (DIGIC steht für Digital Image Core), der auch in den professionellen Modellen EOS-1Ds Mark II, EOS-1D Mark II und EOS 20D zum Einsatz kommt. Dieser Canon Bildprozessor der zweiten Generation wurde mit Blick auf die komplexen Algorithmen entwickelt, die für die qualitativ hochwertige Aufbereitung digitaler Fotos erforderlich sind. Weißabgleich und Farbwiedergabe können mit DIGIC II besonders hochwertig berechnet werden, ohne dabei die Schnelligkeit der Kamera zu beeinträchtigen.
Mehr Flexibilität beim Autofokus
Durch die direkt wählbare Einstellung der Betriebsarten für die AF-Funktion schaltet der Anwender je nach Situation zwischen One Shot-AF (für Einzelbildaufnahmen), AI Servo AF (für die kontinuierliche Scharfstellung auf Objekte) und AI Focus AF(automatische Umstellung von One Shot AF auf Servo AF, sobald bewegliches Objekt erkannt wird) um. Für noch mehr Flexibilität bei der Scharfstellung kann die Einstellung der AF-Messpunkte wahlweise mit den Richtungstasten oder über das Einstellrad auf der Oberseite erfolgen.
Extra hoch ausklappender Blitz
Der eingebaute Blitz mit Leitzahl 13 sitzt noch höher über der optischen Achse des Objektivs als bei der EOS 300D. So wird die Gefahr roter „Blitzaugen“ schon bei der Entstehung vermindert. Außerdem wird damit die Möglichkeit störender Schatten durch den Objektivtubus reduziert. Der integrierte Blitz leuchtet nunmehr im Weitwinkelbereich Objektive bis 17 mm aus. Die Blitzbelichtungskorrektur +/- zwei Blenden in 1/2 oder 1/3 Blendenstufen kann sowohl für den integrierten Blitz als auch für externe Speedlite Blitze der EX-Serie genutzt werden.
Unterstützung von PictBridge
Die EOS 350D unterstützt den PictBridge Standard und kann so via USB-Kabel mit jedem kompatiblen Drucker verbunden werden. Die neue USB 2.0 Hi-Speed Schnittstelle beschleunigt den Download der gespeicherten Fotos, wenn die Kamera mit einem USB 2.0 fähigen PC verbunden ist, der alte 1.1 USB-Standard wird ebenfalls unterstützt. Durch die Unterstützung des Picture Transfer Protocols (PTP) wird die EOS 350D unter Windows XP und Mac OS X ohne die Installation eines zusätzlichen Treibers erkannt.
- Bildsensor-Typ: 22,2 x 14,8 mm CMOS-Sensor
- Effektive Pixel: ca. 8,0 Megapixel
- Pixel gesamt: ca. 8,2 Megapixel
- Seiten-Verhältnis: 3:2
- Tiefpassfilter: fest eingebaut
- Farbfilter: RGB-Primärfarben
- Bildprozessor-Typ: DIGIC II
- Objektiv-Anschluss: EF/EF-S
- Brennweite: ca. 1,6fach mit EF-Objektiv
- Entfernungseinstellung: TTL-CT-SIR mit CMOS Sensor
- AF System / Messpunkte: 7-Punkt-Messung
- Gewicht (ohne Akku und Speicherkarte): ca. 485 g
- AF Arbeitsbereich: EV 0,5-18 (bei 20°C und ISO 100)
- AF Betriebsart: AI Focus, One Shot, AI Servo
- AF Mess-Feldwahl: Automatische Messfeldwahl, manuelle Messfeldwahl
- Anzeige aktiver AF Messpunkt: Ja
- Prädiktions AF: Ja
- AF Messwert-Speicherung: Ja
- AF Hilfslicht: Ja
- Manueller Fokus: Abhängig von den Objektiven
- Belichtungssteuerung: TTL Offenblendmessung mit 35 Messsektoren, Mehrfeldmessung, Selektivmessung (ca. 9% des Sucherfelds), mittenbetonte Messung
- Messbereich: EV 1-20 (bei 20°C mit 50 mm 1:1,4 Objektiven ISO 100)
- AE Lock: Automatisch: Im One-Shot AF-Modus und Mehrfeldmessung bei Schärfenspeicherung; Manuell: arbeitet unabhängig, in Kreativprogrammen möglich
- Belichtungs-Korrektur: +/- 2 Blenden in 1/2 oder 1/3 Stufen
- Belichtungs-Messwertspeicher: +/- 2 Blenden in 1/2 oder 1/3 Stufen
- ISO -Empfindlichkeit: AUTO(400), 100, 200, 400, 800, 1600
- Verschluß-Typ: Elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss
- Verschluss-Zeiten: 1/4000s bis 30 Sekunden, Langzeitbelichtung
- Auslöser: Elektromagnetischer Sanftauslöser
- Werißabgleich: Automatischer Weißabgleich mit Bildsensor
- Einstellungen: Auto, Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Floureszierendes Licht, Blitz, Individualfunktionen
- Weißabgleichs-Reihen: +/- 3 Stufen in ganzen Stufen jeweils 3 Bilder pro Aufnahme,Blau/Bernstein oder Magenta/Grün
- Farbmatrix: 2 Farbraumarten: sRGB und Adobe RGB
- Sucher: Feststehendes Spiegelprisma
- Gesichtsfeld (Vertikal/ Horizontal): Ca. 95%
- Sucher-Vergrößerung: 0.8x
- Austrittspupille: 21mm
- Dioptrien-Ausgleich: -3 bis +1 dpt
- Mattscheibe: fest eingebaut
- Spiegel: Teilverspiegelter Schnellrücklaufspiegel (Übertragung: Reflexion 40:60)
- Sucher-Information: AF-Messfeld, Messwert-/FE-Speicherung, AEB, Verschlusszeit, Blende, Belichtungslevel/-korrektur, Maximalzahl Reihenbilder, Schärfenindikator, Warnung CF-Karte
- Schärfen-Tiefenprüfung: Ja
- Okular-Verschluss: Am Trageriemen
- LCD-Monitor: 1.8", TFT, (ca. 115.000 Pixel)
- Abdeckung: ca. 100% (JPEG)
- Helligkeits-Regelung: auf 5 unterschiedliche Stufen einstellbar
- Bitz-Einstellungen: Auto, Manueller Blitz Ein/Aus, Rote-Augen-Reduktion
- Blitzschuh/ Anschluss f. X-Synchronkabel: Ja / Nein
- X-Synchronisation: 1/200 Sekunde
- Rote-Augen-Reduktion: Ja
- Blitzbelichtungs-Korrektur: +/- 2EV in 1/2 oder 1/3 Stufen
- Blitz-Bracketing: FEB über spezielles optionales Speedlite möglich
- Blitzmesswert-Speicher: Ja
- Synchronisation 2. Verschlußvorhang: Ja
- Blitzbereich (eingebauter Blitz): Ausleuchtung bis zu 17 mm Brennweite (27 mm äquivalent)
- Leitzahl: 13
- Externe Blitzgeräte: E-TTL mit entsprechenden Speedlites der EX Serie (kabellose Multi-Flash-Unterstützung)
- Belichtungs-Funktionen: Vollautomatik, Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport, Nachtporträt, Blitz Aus, Blendenautomatik, Zeitautomatik, Manuell, Schärfentiefen- automatik A-DEP
- Fotoeffekte: Monochrommodus (über das Aufnahmemenü wählbar) mit Optionen für Filter und Tonwerteffekte
- Betriebsarten: Einzelbild, Reihenbilder
- Reihen-Aufnahme: bis zu 3 Bilder pro Sekunde (bis zu 14 Bilder in Folge)
- Aufnahme-Qualität: (LF) 3.456 x 2.304 (ca. 3,3 MB), (LN) 3.456 x 2.304 (ca. 1,7 MB), (MF) 2.496 x 1.664 (ca. 2,0 MB), (MN) 2.544 x 1.696 (ca. 1,0 MB), (SF) 1.728 x 1.152 (ca. 1,2 MB), (SN) 1.728 x 1.152 (ca. 0,6 MB), (RAW) 3.456 x 2.304 (ca. 8,3 MB)
- Komprimierung: Fein, Normal, RAW
- Dateiformat Stehbilder: JPEG (unterstützt Exif 2.21 [Exif Print]) / Designregel für Kameradateisystem (DCF), RAW & JPEG Simultanaufzeichnung, Digital Print Order Format [DPOF] Version 1.1
- Gleichzeitige Aufzeichnung RAW+JPEG: Ja (nur RAW + Large JPEG)
- Datei-Nummerierung: (1) Aufeinanderfolgende Nummerierung; (2) Automatisches Rückstellen
- Processing Parameters: Standardeinstellungen sowie 3 persönliche Einstellungen können gewählt werden
- Direct Print (Canon Drucker): Canon SELPHY Compact Photo Printer, Bubble Jet Printer mit Direct Print Funktion und PIXMA Drucker mit PictBridge Unterstützung
- PictBridge: Ja
- Individual-Funktionen: 9 Custom Funktionen mit 24 Einstellungen
- LCD Hintergrund-Beleuchtung: Ja
- Intelligenter Orientierungs-Sensor: Ja
- Histogramm im Wiedergabe-Modus: Ja
- Lupenfunktion bei Wiedergabe: 2x - 10x
- Bild Schutz: Löschschutz für jeweils ein Bild
- Bild Löschen: Einzelbild/Alle Bilder
- Selbstauslöser: Vorlaufzeit ca. 10 sec.
- Menü Kategorien: (1) Aufnahme 1 Menü: 6; (2) Aufnahme 2 Menü: 7; (3) Wiedergabemenü: 5; (4) Setup 1 Menü: 7; (5) Setup 2 Menü: 7
- Menü-Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch (vereinf.)Koreanisch, Japanisch
- Firmware Update: Ja, durch Anwender
- Computer-Schnittstellen: USB 2.0 Hi-Speed (Mini-B)
- Weitere Schnittstellen: Videoausgang (PAL/ NTSC)
- Speicherkarten-Typ: CompactFlash Type I / II
- Unterstützte Betriebssysteme: Windows 98 (incl. SE)/2000/Me/XP, Mac OS X v10.1 - 10.3
- Bildbetrachtungs-/Drucksoftware: ZoomBrowser EX, Digital Photo Professional
- Sonstige: PhotoStitch
- Treiber: TWAIN (Windows 98 / 2000), WIA (Windows Me)
- Bildbearbeitung: ArcSoft PhotoStudio
- Stromversorgung (Akku): Aufladbarer Li-Ionen Akku NB-2LH (NB-2LH Akku im Lieferumfang)
- Akku-Status: Automatisch
- Stromspar-Modus: Abschaltung nach 1, 2, 4, 8, 15 oder 30 Minuten
- Netzadapter: ACK-700 (optional)
- Zubehör: Kameratasche EH18-L
- Objektiv-Zubehör: Alle EF und EF-S Objektive
- Externes Blitzgerät: Canon Speedlites (220EX, 380EX, 420EX, 550EX, 580EX, Macro-Ring-Lite MR-14EX, Macro Twin Lite MT-24EX, Speedlite Transmitter ST-E2)
- Batteriegriff: BG-E3
- Fernauslöser: Kabelauslöser RS-60E3, IR-Fernauslöser RC-1 / RC-5
- Strom-Versorgung und Akku-Ladegerät: AC Adapter Kit ACK-700, Akkuladegerät CB-2LTE, Akku NB-2LH
- Gehäuse-Material: Edelstahl / Kunststoff
- Betriebs-Umgebung: ca. 0 – 40 °C, 85% relative Luftfeuchtigkeit oder weniger
- Abmessungen: ca. 126,5 x 94,2 x 64 mm
Testbericht
Hervorragende DSLR - bis auf den ungenauen Autofokus / Bericht vom 26. Juli 2006
Ich habe mich drei Monate lang sehr ausführlich mit der EOS 350D auseinandergesetzt. Zum Einsatz kamen an dieser Kamera das Kit-Objektiv und verschiedene weitere Canon EF-Objektive.
Sehr positiv fiel mir von Anfang an die insgesamt hohe Bildqualität auf, die mit der Kamera erreichbar ist: die Bilder sind brillant, rauscharm, farbtreu (und das ohne große Nachbearbeitungsorgien).
Die Kamera ist dabei unkompliziert zu handhaben und verfügt, wenn auch zum Teil etwas versteckt und nur über Customer Functions erreichbar) auch über Funktionen, die man im Amateur-Segment sonst oft vergeblich sucht - zu erwähnen wäre hier bspw. die Möglichkeit der Spiegelvorauslösung oder der Blitzsync. auf dem zweiten Verschlussvorhang.
Also in den meisten Belangen eine wirklich gelungene Kamera, wobei mich, was die Ergonomie anbelangt, die geringen Abmessungen nicht wirklich stören.
ABER - leider arbeitet der Autofokus der Kamera äußerst unpräzise, was bedeutet, dass es regelmäßig einen hohen Ausschuss durch Aufnahmen gibt, die unscharf sind.
Und ich rede hier NICHT von Verwacklungsunschärfe, wie den Usern dieser kamera manchenorts suggeriert wird! Die Rede ist von Fokus-Fehlern, die sich dadurch zeigen, dass die Schärfe-Ebene zu weit vorne - mitunter auch zu weit hinten liegt.
Insbesondere ist dies der Fall, wenn auf Motive fokussiert werden soll, deren Kontrastumfang geringer ausfällt als bei einem Normmotiv - was natürlich nichts besonderes ist, denn jedes passive Autofokussystem braucht schließlich Kontraste, um arbeiten zu können. Doch wenn bereits ein etwas weicher ausgeleuchtetes Portrait vom AF-Sensor als nicht mehr akzeptabel angesehen wird (womit ältere analoge SLR von Canon nie Probleme hatten), frage ich mich, ob es hier nicht einen technologischen Rückschritt gegeben hat.
Daher, trotz ansonsten hervorragender Abbildungsleistungen, nur zwei Punkte.
Sehr gute DSLR / Bericht vom 4. Januar 2006
Bis vor kurzem verwendete ich für das //echte// Fotografieren ausschließlich meine EOS 100, die wirklich hervorragende Bilder schießt. Für das Knipsen Zwischendurch habe ich noch eine inzwischen recht betagte aber immerhin digitale Olympus 3030Z. Was mir auffiel war, dass ich immer mehr zur digitalen Kamera griff einfach weil man die Fotos sofort beurteilen kann und es kostenseitig keine Rolle spielt ob man vom selben Motiv 2 oder 20 Aufnahmen macht. Die Möglichkeit das ganze dann nachträglich mit Fotonachbearbeitungssoftware (schauen Sie sich diesbezüglich unbedingt die Freeware "The GIMP" an) auch noch zu verbessern und störende Elemente einfach aus dem Bild herauszunehmen dürften dafür wohl die treibenden Kräfte gewesen sein.
Lange Zeit hatte ich mich gewehrt auf Digitale Spiegelreflex umzusteigen einfach in der Annahme, dass die Papierkopien der Aufnahmen nicht meinen Ansprüchen genügen würden. Inzwischen aber habe ich mich durch die Realität überzeugen lassen, dass auch das kein Argument mehr ist noch immer analog zu fotografieren. Bleibt nur noch die wirkliche Schwäche von Digitalkameras übrig: es vergeht eine relativ lange Zeit zwischen dem Auslösen und der wirklichen Ablichtung. Dieses Problem existiert aber bei der EOS 350D nicht, dazu jedoch später. Welcher Hersteller war für mich keine Frage, immerhin kann ich mit der EOS 350D auch noch die Objektive verwenden, die ich bereits bei der EOS 100 einsetzte.
Hier nun kann ich sagen, dass dieser Schritt absolut richtig war. Die 350D reicht für den Normalverbraucher der keine professionellen Ansprüche stellt alle mal aus. Die Bilder können bis zu einer Größe von 30x40 cm in sehr guter Qualität zu Papier gebracht werden. Die Funktionalität der Kamera hinkt jener der EOS 100 nicht hinterher und bei dieser ist mir in vielen Jahren noch nie etwas abgegangen. Zurück zu meiner Anmerkung, dass Digitalkameras zu langsam sind. Ich hatte schon gehört, dass die 350D schnell sei, wenn es darum geht ein Foto zu machen. Aber dennoch war ich überrascht, die Zeit die zwischen Auslösen und Aufnehmen vergeht ist nicht mehr wahrnehmbar - man hat den Eindruck man fotografiert analog. Genau so verhält es sich mit der Zeit bis zur Bereitschaft. Die Kamera ist in deutlich weniger als einer Sekunde aufnahmebereit. Über den Unterschied der Optik zwischen D-Spiegelreflex und D-Kompaktkamera zu philosophieren ist müßig, der Unterschied auf den Bildern ist enorm.
Warum nun also die 350D und nicht ein anderes Modell aus der digitalen EOS-Reihe. Nun dies war vor allem eine Entscheidung bezüglich Preis-Leistung. Natürlich sind EOS-1D (in all ihren Ausprägungen), EOS 5D und auch EOS 20D nochmals eine Klasse besser als die EOS 350 D, aber die Funktionalität und Qualität der hier zu besprechenden Kamera tut es alle mal - auch für den sehr ambitionierten Amateur. Wo liegen die großen Vorteile der größeren Brüder. Nun sie haben einerseits höhere Auflösungen (wie gesagt die Auflösung der 350 D reicht bis 30x40 aus), schnellere Bildfolgen (die 350D kann "nur" 3 Bilder/Sekunde) und können mehr Serienbilder hintereinander machen (hier schafft die 350 D aber auch 14 Aufnahmen - das reicht allemal). Weiters haben diese Kameras besseren Autofokus (aber auch die sieben Messfelder der 350D liefern ausreichende Qualität) und einige weitere Funktionen, die aber im Wesentlichen keine Rolle mehr spielen.
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage: Warum nicht zur noch günstigeren 300D greifen? Nun diese ist bestimmt auch keine schlechte Wahl, hinkt aber der 350D gerade bei der Auflösung aber auch der Geschwindigkeit deutlich hinterher. So viel billiger ist sie dann auch wiederum nicht, dass man auf diese Qualitätsvorteile verzichten möchte.
Nachteile und Schwächen? Es gibt nicht wirkliche Schwächen dieser Kamera, das einzige das mir erwähnenswert erscheint ist, dass die 350D keine Darstellung des Motivs auf dem Bildschirm zulässt. D.h. um ein Foto zu machen muss man immer durch den Sucher schauen. Nun das ist zwar für SLR nichts Ungewöhnliches aber manches Mal hat das Fotografieren über den Bildschirm auch seine Vorteile.
Fazit? Ich bin hochzufrieden mit der Wahl die ich traf. Ich kann meine alte Ausrüstung weiterhin verwenden und habe dennoch ein Gerät in Händen, das alles kann was das Fotografenherz begehrt.
Nachfolger der erfolgreichen 300D,Testbericht
Der Grund dafür, daß die Canon EOS 300D gerade sehr günstig zu haben ist, liegt in der EOS 350D. Diese ist die Nachfolgerin der günstigsten digitalen Spiegelreflex von Canon. Sie wird in vielen Bereich der Canon EOS 20D ähnlich. So besitzt sie ebenfalls einen Verlängerungsfaktor von 1,6 für die Objektive, einen Schwarzweißmodus, 8 Megapixel, ist fast so schnell bereit wie die EOS 20D und kann auch mehrere Bilder in direkter Folge schießen. Alles in allem eine gelungene Einsteiger Spiegelreflex, die wohl wie ihre Vorgängerin einige Preise abräumen wird.
...eben noch auf der messe - jetzt schon zu haben!,Testbericht
aus dem fotolabor ...wer nun endlich wie ein profi fotografieren möchte, dabei beim kauf einer kamera nicht arm werden will, ist hier richtig.
in insiderkreisen ist man sich im klaren darüber, was canon hier an den start gebracht hat: high-tech für den ambitionierten!
drei bilder pro sekunde, dazu 14 bilder im jpeg- format in serie.
mögliche brennweitenverlängerung um das 1,6fache gegenüber 35mm-kleinbildmaeras.
drei autofokus- funktionen: einzelbildaufnahme, kontinuierliche scharfstellung auf objekte und automatische umstellung beider vorgenannter bei erkennen bewglicher objekte.
dazu programmautomatik, blenden- undzeitpriorität, einige blitz-modi, einstellung der lichtempfindlichkeit usw. usf.
mit sogenannten individualfunktionen (neun an der zahl mit 24 einstellungen) kann man die kamera anpassen.
zur ausstatung gehört ein usb 2.0 anschluss. speicherkarten mit bis zu 2 gigabyte können verwendet werden. was will man mehr?
die neue ist gegenüber den eos 300d sogar kleiner und damit handlicher und auch leichter.
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